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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Australiens Regierung unter Druck


von RichardParker
23.05.2016
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Es wird wieder heiß diskutiert, in Australien. Der Grund? Die "The Places You Love Alliance", ein Zusammenschluss von mehr als 40 Umweltschützer-Gruppen fordert bessere Umweltschutzgesetze bei der Tagung von Umweltminister Greg Hunter und Mark Butler. 

Die Alliance bezieht sich dabei auf die Meinung von rund 1, 5 Millionen Australien, das die aktuelle Gesetzeslage sei zum Scheitern verurteilt und schadet allen. Das Gesetz zum Schutz der Umwelt und zum Erhalt der Biodiversität (EPBC) wurde 1999 erlassen. Damals war man sich vieler Folgen der klimatischen Veränderungen noch nicht bewusst und insbesondere die Folgen der globalen Erderwärmung waren noch nicht absehbar.

Folgende Punkte unterstützen die Argumentation der Alliance zusätzlich

- Mehr als 1200 Pflanzenarten und rund 400 Tierarten des Landes sind vom Aussterben bedroht

- Über die Hälfe aller Korallen am Great Barrier Reef sind in den letzten 30 Jahren verschwunden

- Jährlich sterben rund 3.000 Australier durch Luftverschmutzung verursachte Krankheiten

- 1 Millionen Hektar der australischen Vegetation wurden in diesem Jahrhundert zerstört 

 

Die Forderungen bestehen im Wesentlichen aus folgenden Punkten

- Einen neuen Umwelt-Bund der die nationale Führung im Umweltschutz unterstützt und einen vorläufigen Übergang darstellt, das bereits bestehende Gesetz zur Environment Protection and Biodiversity (EPBC) zu verbessern

- Den Geltungsbereich dieses Bundes zu vergrößern, über Umweltthemen hinaus und die Verantwortlichkeit der staatlichen und territorialen Regierungen zu erweitern.

- Die Schaffung einer regierungsunabhängigen Umweltbehörde, die das neue Gesetz verwaltet. Dies beinhaltet die Überwachung, Einhaltung und Durchsetzung des Gesetzes, Aufbewahrungsorte für Umweltstatistiken und Veröffentlichungen von Umweltberichten und die Koordination umweltbehördlicher Aktivitäten von staatlichen und territorialen Regierungen

- Die Verantwortlichkeit der Beteiligten festschreiben, die Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit beim Treffen von Entscheidungen sicherstellen und dabei auch offen stehende Bestimmungen oder bereits bestehende Bestimmungen berücksichtigen.

 

"Die neue Generation der (Umwelt-)Gesetze muss klar unsere Umwelt-Verpflichtungen, den Klimavertrag von Paris, die UN Nachhaltigkeitsziele und Ziele vom Abkommen zur Biodiversität repräsentieren", so Dermot O’Gorman vom WWF Australien.

Die Gesetze sollen auf den Prinzipien des 21. Jahrhunderts basieren, auf strategisch effektivem Auskommen für Geschäft, Umwelt und Regierung. Die Vorteile sind unter anderem, dass der australischen Regierung die Verantwortung zum Umweltschutz übertragen wird und die neue Behörde das sozusagen überwacht. Es gibt gesicherte Informationsquellen für Regierungen, die es leichter machen öffentliches Bewusstsein zu schaffen.

Der Direktor der "The Places You Love Alliance" fasste es noch einmal so zusammen:" Die neuen Gesetze müssen Land, Wasser und Leben in Australien schützen, unsere Kriechtiere, unsere Flüsse und Strände."

 

Informationsquelle: 

http://www.wwf.org.au/?16640/We-need-strong-new-national-environment-laws-and-institutions#

Bildquelle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Australien#/media/File:Australia_steals_Timor_Oil.jpg

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Kommentare (1)
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24.05.2016
Akatsuki hat geschrieben:
Mich würde jetzt nochmal interessieren, wie die australische Regierung das sieht. Ich finde man sollte diese Gesetze aufjedenfall durchsetzen.
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