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Wirbelstürme sind keine Ausnahme mehr. © Des Syafrizal / WWF
Aus den Augen.. aus dem SInn


von maurice911
25.09.2011
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 Aus den Augen aus dem Sinn...
...so ist es auch im westen Afrikas, genauer gesagt im Nigerdelta. Der 4.184km lange Fluss entspringt im Herzen Guineas und passiert auf der Reise Richtung Meer noch drei weitere Staaten.
Wenn man sich nun den Fluss und sein üppiges Ökosystem bis oberhalb von Onitsha anschaut, könnte man sich fragen warum man einen Bricht darüber schreibt.

Doch wirft man einen Blick in das Delta des Niger, so sieht man es gleich!

Aus der Luft betrachtet schimmert das Wasser in allen Regenbogenfarben, es ist Öl,
Öl das bei der Förderung austritt.
Der SHELL Konzern fördert im Bereich des Nigerdeltas ohne jedwelche Sicherheitsauflagen!
So ist es dazu gekommen das auf einem Gebiet, so groß wie der Freistaat Bayern, Rohöl bis zu 8cm hoch steht!
Das “schwarze Gold” ist schon bis hinab in das Grundwassersystem gesickert und verseucht dort das Trinkwasser der Bevölkerung.

Zudem sind die Auswirkungen für die Tierwelt enorm. Das Bild toter Fische am Strand deren Fleisch durch die Schwebstoffe im Wasser, schwarz gefärbt ist, ist alltäglich.
Aber auch die Mangrovenwälder in den Sümpfen streben zunehmend ab, da die Wurzeln der Bäume durch das Öl luft dicht abgeschlossen werden.

Nach einem Bericht des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) würde es 25 - 30 Jahre dauern bis alle Spuren des Öls beseitigt wären, doch niemand sieht sich in der Verantwortung diese Maßnahmen zu bezahlen!
Als Rechtfertigung für den Austritt des Öls lies der SHELL Konzern wiederholt verlauten, das Förderstationen und Pipelines durch Rebellen und Kriminelle angegriffen und zerstört worden sein.
Doch vor kurzem übernahm der Konzern wenigstens für zwei Öllecks die Verantwortung, und sagte in einer Pressemeldung:
"Wir werden weiter mit unseren Partnern in Nigeria, darunter die Regierung, zusammenarbeiten, um die Probleme zu lösen und die nächsten Schritte gehen, um „Ogoniland“ aufzuräumen"

Doch von diesen Versprechungen ist wenig zu sehen, deshalb fühlen sich Fischer, welchen durch die Ölpest die Lebensgrundlage entzogen wurde, verpflichtet die Sache selbst in die Hand zu nehmen!

Sie sind nicht an der Zerstörung der Fördersysteme interessiert, sondern zapfen die Pipelines von SHELL an, um das rafenerierte Öl selbst zu verkaufen.
Diese Guerillataktik kostet den Konzern zwar Millionen doch ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, bei einem Jahresumsatz von ca. 460Mrd US-Dollar….


…Mich persönlich hat es erschrocken wie wenige von diesen Missständen wissen…
Deshalb macht bitte darauf aufmerksam! Sodas diese rücksichtslose Verschandelung einer einzigartigen Naturlandschaft, hoffentlich bald ein Ende hat!!


 

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Kommentare (4)
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26.09.2011
maurice911 hat geschrieben:
@Midori: ..ja hab auch bei meiner suche zu SHELL infos über die Stierkämpfe gefunden -.- ...zum glück hatt das seit gestern zumindest in Catalonien ein Ende!

@Peet: mit sicherheit wird es dort Rebellen geben ganz klar ..aber das diese für die gesamte umweltverschmutzung verantwortlich sein sollen? ..ich weiß nicht...
26.09.2011
Peet hat geschrieben:
Das Problem mit der Ölförderung dort ist schon lange bekannt und doch kocht es immer wieder hoch. Natürlich gibt es dort Rebellen und Kriminelle, wobei ich die nicht so benennen würde. Denn, Shell und die Regierung sacken das Geld ein und der kleine Mann vor Ort muss zusehen wie er zurecht kommt und das auch noch bei den Umweltzuständen. Von daher wundert es mich dort überhaupt nicht, warum es Rebellen gibt. Aber so ist das nun mal in unserer Welt. Kapitalismus geht vor Menschenwürde und natürlich vor der Natur...
26.09.2011
midori hat geschrieben:
Krass. SHELL kotzt mich an. Angeblich finanzieren die auch Stierkämpfe in Spanien. Aber das hier ist ja wirklich der Oberhammer! Nicht zu fassen! Danke für die Information! Habs schon weiterverbreitet!
25.09.2011
Babbuina hat geschrieben:
Ist es denn so schwierig ein paar Sicherheitsmaßnahmen einzuführen und etwas für den umweltschutz zu tun ?! Irgentwie kriegt es Shell nicht gebacken. Anstatt gleich ein wenig Geld zu investieren, muss erst die gesamte Flora und Fauna darunter leiden, bevor Shell dafür Geld ausgibt es wieder aufzuräumen.
Das ist nicht mehr nromal was die machen..
Danke Maurice für den Bericht !
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