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"Arktik" - Klimaneutral Autofahren?


von Franzi
01.08.2010
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„Klimaneutral Autofahren“ – eigentlich ein Widerspruch in sich, oder? „Arkitk“ sagt nein, das ist möglich...

Die Möglichkeit über Unternehmen wie „Atmosfair“, Flüge mit einem entsprechenden Geldbetrag zu „kompensieren“ kennen wir bereits. Doch das Gleiche auch beim Autofahren? Die Firma „Arktik“, gegründet von einem jungen Wirtschaftsingenieur, bietet Karten an, mit welchen man an Tankstellen pro getanktem Liter Kraftstoff 2 Cent für Klimaschutzprojekte zahlt – eigentlich also eine ganz simple Idee. Bis jetzt ist dies nur an JET Tankstellen möglich (es sollen jedoch bald noch mehr Partner hinzukommen), diese zahlen als Beitrag noch mal 2,5 Cent dazu. Insgesamt kommt man also auf 4,5 Cent pro Liter, der gespendet wird.

Nun könnte man natürlich sagen, dass dies nur eine Möglichkeit ist das Autofahren zu rechtfertigen, statt es sein zu lassen, doch „Arktik“ argumentiert. dass es leider immer noch sehr viele Menschen gibt die auf das Autofahren angewiesen sind, weil es z.B. kein ausreichendes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln gibt. Die Firma sieht sich selbst als „Übergangsmöglichkeit“, bis es zu Innovationen kommt, die CO2 gar nicht erst entstehen lassen. Ihr Credo lautet: „CO2 vermeiden, reduzieren und ausgleichen.“

Auch sind sie der Meinung, dass die „Arktik-Karte“ dank ihrer Einfachheit überzeugt: nur durch Klimaschutzprojekte die keinen großen zusätzlichen Aufwand im Alltag bedeuten kann man eine Masse an Leuten wirklich überzeugen.

Doch wohin fließt das Geld denn nun eigentlich? „Arktik“ arbeiten mit Unternehmen wie „firstclimate“ zusammen, welche die Umweltprojekte bereitstellen. Jeder kann dann zwischen verschiedenen Projekttypen entscheiden, welchen er unterstützen will, so z.B. Biomasse/ Biogas, Energieeffizienz oder Wind/ Wasser/ Sonne. Dann wird man regelmäßig per SMS oder Email über das Projekt informiert. Das Ganze ist des weiteren TÜV geprüft und es wird ausschließlich in „Gold Standard“ Klimaschutzprojekte investiert, was bedeutet, dass es sich um Projekte handelt, die einen zuverlässigen Ausgleich von CO2 garantieren und außerdem soziale und ökologische Aspekte nicht außer Acht lassen.

Alles in Allem kann ein solcher Ausgleich das entstandene CO2 natürlich nicht wirklich „kompensieren“, Autofahren ist und bleibt eine Umweltverschmutzung und man sollte so oft es geht darauf verzichten. Findet ihr einen solchen CO2 Ausgleich dennoch sinnvoll oder bestärkt es die Menschen eher darin auch weiterhin ihr Auto zu gebrauchen?

 

Quellen:

www.arktik.de 

www.eco-world.de 

 

 

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Kommentare (3)
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02.08.2010
micah hat geschrieben:
Mich erinnert sowas immer ein bisschen an die Ablassbriefe aus dem Mittelalter, man kauft sich ein gutes Gewissen... Besser wäre es, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und unabhängig davon zu spenden. Aber besser als gar nicht spenden ist die Variante dann natürlich auch.

Eine Anmerkung zu Nordamerika: In den Großstädten macht ein Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel vielleicht Sinn, aber auf dem Land sind die Entfernungen einerseits so groß und andererseits so wenig befahren, dass es sich auch ökologisch nicht lohnt. Eine Bahnlinie die am Tag von 5 Leuten genutzt wird, ist reine Verschwendung. Stattdessen sollte viel mehr an Alternativen fürs Auto geforscht werden. Wo bleibt das 2-Liter Auto oder eins, das mit Sonnenenergie fährt?
01.08.2010
MJ1499 hat geschrieben:
Also ich wohne in der Nähe der Großstadt und kann deswegen oft genug mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, aber auf dem Land fährt z.B. nur alle 2 Stunden ein Bus, das ist dann nicht genug...also muss dann doch das Auto her, und dann wäre ein solcher Entschluss sinnvoll...ich finde, man muss betonen, dass das immer noch umweltschädigender uist als die öffentlichen Verkehrsmittel, dann geht das auch und ist sehr sinnvoll...
01.08.2010
LaLoba hat geschrieben:
Naja in Deutschland haben wir ja eigentlich schon ausreichend öffentliche Verkehrsmittel, dass man Autofahren vermeiden könnte. Aber in Amerika zum Beispiel gibt es kaum Busse und so etwas. Dort wäre das schon sinnvoll. Umweltspenden sind ja eigentlich immer gut ;-) Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so eine Karte benutzt, um das Autofahren zu rechtfertigen, denn die leute, die das machen würden, interessieren sich erst gar nicht genug für Klimaschutz, um sich überhaupt so eine karte zu besorgen. Ist also gar keine schlechte Idee, aber Auto stehn lassen und zu Fuß gehen ist natürlich immer noch besser...
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