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unsere Hilfe!


© Wild Wonders of Europe / Marcus Verasvuo / WWF

Hilfe für Europas besondere Natur

© Wild Wonders of Europe / Ruben Smit / WWF

Die Bedrohungen der europäischen Natur sind vielfältig. Der WWF setzt sich daher auf zahlreichen Wegen und in vielen Projekten vor Ort für den Naturschutz ein. Aber wo und wie genau hilft der WWF in Europa?

Erfahre mehr über die Arbeit des WWF und schau dir an, wie er hilft.

Naturschutz in den Alpen

Der WWF im höchsten Gebirge Mitteleuropas
© Wild Wonders of Europe / Staffan Widstrand / WWF

Große Beutegreifer wie Braunbär, Luchs und Wolf waren in den Alpen lange Zeit heimisch, bis der Mensch sie vertrieben und ausgerottet hat. Aus Sicht des WWF gehören diese Jäger unbedingt in den größten Teil der Alpen zurück, denn sie halten das Ökosystem im Gleichgewicht und sind eine Bereicherung für die Artenvielfalt. Während der Wolf schnell von selbst zurückkehrt, besiedeln Braunbär und Luchs neue Gebiete weitaus langsamer.

Der WWF hilft, Konflikte zwischen Mensch und Tier zu vermeiden. In Gebieten mit Bären- und Wolfsvorkommen zeigt der WWF, wie der Schutz der Nutztiere am besten über Hütehunde und Zäune gelingen kann. Zudem informiert der WWF die Bevölkerung vor Ort über ein unkompliziertes Zusammenleben mit den Raubtieren.

Um eine Wiederansiedlung dieser Großsäuger nicht zu gefährden, ist insbesondere ein nachhaltiger und sanfter Tourismus nötig. Für die Alpen bieten die Raubtiere ein großes Vermarktungspotenzial, mit dem jedoch verantwortungsvoll umgegangen werden muss. Hier arbeitet der WWF insbesondere mit Aufklärungskampagnen, um Urlauber über die Tiere, aber auch die schutzbedürftige Region zu informieren.

Der WWF ist Mitglied der Ammer-Allianz. Dieser Zusammenschluss aus Naturschutzverbänden, der Wasserwirtschafts- und Forstverwaltung, Fischereivereinen, der Jägerschaft und dem Kanuverband will die Ammer auf weiter Strecke schützen und gezielt renaturieren. Auf diese Weise soll sich die Ammer wieder in einen Wildfluss verwandeln können. Deiche werden zurückverlegt und Wehre umgebaut, damit die Fische wieder ungestört flussaufwärts wandern können.

Um die reiche Artenvielfalt der Alpen wiederherzustellen und zu bewahren, muss jedoch an mehreren Stellen zugleich angesetzt werden. Der WWF setzt sich deshalb für eine Stromgewinnung aus Wasserkraft ein, die der Natur nicht schadet. Außerdem soll die ökologische Landwirtschaft gefördert werden, um die Biodiversität der Region zu erhalten. In einem größeren Rahmen kämpft der WWF zudem für den Klimaschutz, denn die Erderwärmung bedroht auch die Gletscher der Alpen.

Naturschutz an der Donau

Das größte Süßwasserschutzgebiet Europas
© Wild Wonders of Europe / Manuel Presti / WWF

Die Donau ist das Herzstück Europas und dementsprechend viel Arbeit investiert der WWF in den zweitlängsten Fluss des Kontinents. Dank Bemühungen des WWF ist das Donau-Delta seit 1990 Biosphärenreservat und mehr als die Hälfte der Fläche wurde von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Seit der politischen Wende im Jahr 1990 konnte der WWF seine Arbeit auf den gesamten Flusslauf ausdehnen.

'Grüner Korridor Untere Donau': Im Jahr 2000 haben Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine eine Vereinbarung zum Schutz der Feuchtgebiete an der Unteren Donau und im Donau-Delta unterzeichnet. Es ist das größte europäische Renaturierungsvorhaben. Der WWF unterstützt dieses Vorhaben grenzübergreifend. 600.000 Hektar ehemals genutzte Naturräume werden wieder renaturiert und miteinander verknüpft, um ein zusammenhängendes Gebiet zu schaffen. Auenflächen, die einst in Äcker, Weideland, Fischzuchtanlagen und Pappelkulturen umgewandelt worden waren.

Eines Tages wird das Donau-Delta wieder ohne große menschliche Eingriffe funktionieren: Und zwar so, dass die Menschen es auch wieder naturnah nutzen können - für den Fischfang genauso wie für den Schilfschnitt oder die Landwirtschaft.

Naturschutz im Nordost-Atlantik

Tiefsee vor Fischerei und Bergbau schützen
© Wild Wonders of Europe / Nils Aukan / WWF

Um das maritime Leben im Nordost-Atlantik schützen zu können, mischt der WWF kräftig in der Politik mit. Seit vielen Jahren ist er aktiv in die internationale Gremienarbeit zum Schutz des Ozeans eingebunden. Die Aufnahme bedrohter Arten und Lebensräume in die Rote Liste, die Entwicklung von Managementplänen und Schutzmaßnahmen sowie Vorschläge für Meeresschutzgebiete zählen zu den Aufgaben des WWF in dieser Projektregion.

Dank dieser Beschlüsse konnten für sich langsam fortpflanzende Tiefseehaie, Rochen oder Granatbarsche sowie Lebensräume wie Seeberge, Tiefseeschwämme oder heiße Tiefseequellen Meeresschutzgebiete eingerichtet werden. Damit konnte dort vor allem die Fischerei mit Grundschleppnetzen verhindert werden. Durch die Lobbyarbeit des WWF wurden bis heute mehr als 600.000 Quadratkilometer Meeresboden vor der zerstörerischen Fangmethode gerettet.

Bis heute ist das Netzwerk im Nordostatlantik auf mehr als 330 Schutzgebiete angewachsen. Das entspricht rund 4,8 Prozent der Meeresregion und damit einer Fläche größer als die gesamte Ostsee. Weitere Gebiete sollen hinzukommen. Für alle diese Gebiete drängt der WWF die Staaten zur raschen Umsetzung von Schutzmaßnahmen und hat entsprechende Pläne vorgelegt.

Der WWF fordert zudem ein Moratorium für den Tiefseebergbau. Bevor man den Meeresboden in dieser Form antastet, muss ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten weltweit eingerichtet werden. Außerdem sollten Alternativen zum Tiefseebergbau erwogen werden - besonders die Entwicklung ressourcenschonender Produkte und ein stärkerer Einsatz von recycelten Materialien. Wegen der unberechenbaren Risiken setzt sich der WWF zudem für einen Stopp der Ölförderung aus der Tiefsee ein. All diese Maßnahmen kommen auch dem Schutz der Kaltwasserkorallen zugute.

Um auch die Menschen der Region mit ins Boot zu holen, unterstützt der WWF eine natur- und sozialverträgliche Entwicklung. Dazu gehört unter anderem die touristische Walbeobachtung, die den Menschen den Lebensraum und die dazugehörigen Arten des Meeres näherbringt.

Naturschutz in der Ostsee

Viele Wege zum Ziel
© Päivi Rosqvist / WWF-Finland

Mehrere WWF-Organisationen sind bereits seit 1992 für die Ostsee aktiv. Seit 2003 arbeiten sie zusammen in einem ökoregionalen Programm und beeinflussen maßgeblich die Arbeit der Helsinki-Konvention zum Schutz der Ostsee. Auf eine Initiative des WWF geht auch die Empfehlung der Konvention zurück, ein Netz aus Meeresschutzgebieten aufzubauen. Dies betrifft sowohl die deutschen Gebiete Jasmund, Vorpommersche Boddenlandschaft und Gebiete um Fehmarn als auch solche in der offenen See und in anderen Ostseeländern. Der WWF macht Druck auf die Regierungen, Meeresschutzgebiete einzurichten, aber auch ein wirksames Management umzusetzen, das die Lebewesen dauerhaft schützt.

Wie ein Netz von Schutzgebieten in der Ostsee realisiert werden kann, erarbeitet das WWF-Büro in Stralsund. Gemeinsam mit Behörden und Anrainerstaaten werden Informationen gesammelt, Bedrohungen identifiziert und Zonierungspläne entworfen. Um die verschiedenen Ostseegebiete dauerhaft zu schützen, wäre eine Schutzfläche von 25 Prozent der Ostsee nötig. Bislang wurden immerhin zehn Prozent erreicht - kein Meer der Welt ist flächenmäßig besser geschützt.

Die Ostsee soll Modell für ein gutes Meeres-Nutzungsmanagement werden. Dazu müssen Bereiche wie Fischerei, Offshorewindkraft und Schifffahrt integriert werden. Mit regelmäßigen Trendanalysen und Mitarbeit in internationalen Gremien unterstützt der WWF das Vorhaben, übt Druck auf Entscheider aus und trägt das Thema an die Öffentlichkeit.

In Sachen Fischkonsum setzt der WWF vorrangig auf die Verbraucher. Mit einem Einkaufsführer für Fisch will er den Konsumenten einen nachhaltigen Einkauf erleichtern. Um die Standards für Nachhaltigkeit erheblich zu erhöhen, wird ausschließlich der Fang MSC-zertifizierter Fische in der Ostsee angestrebt.

Information ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des WWF. Die Bevölkerung des Ostseeraums soll vom Naturschutz überzeugt werden. Das geschieht vor allem über Ausstellungen in Besucherzentren wie dem Nationalparkzentrum Königsstuhl oder dem Ozeaneum in Stralsund. Und natürlich soll es auch den Kegelrobben an der Ostseeküste in Zukunft wieder besser gehen. Der WWF unterstützt dieses Ziel durch den Aufbau eines 'Robbenranger-Projekts'.

Ehemals eingedeichte Gebiete werden wieder zu natürlichen Salzwiesen und bieten damit Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Sie dienen zudem als Filter für überdüngtes Wasser aus der Landwirtschaft. Um die Überdüngung der Ostsee abzuwehren, setzt sich WWF in der EU-Agrarpolitik für Änderungen ein, welche die Einträge aus der Landwirtschaft in das Meer reduzieren.

Naturschutz im Wattenmeer

So schützt der WWF das Weltnaturerbe
© Wild Wonders of Europe / Laurent geslin / WWF

Seit 1977 setzt sich der WWF gemeinsam mit vielen anderen intensiv für das Wattenmeer ein. Das hat sich gelohnt: Alle drei Anrainerstaaten - Niederlande, Deutschland und Dänemark - haben ihren Anteil am Wattenmeer unter Schutz gestellt. Im deutschen Teil haben Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg von 1985 bis 1990 drei Nationalparks gegründet.

Diese wurden seitdem weiter entwickelt - zum Beispiel durch die Verhinderung weiterer Eindeichungen, die Vergrößerung um ein Walschutzgebiet in der Nordsee, verbesserte Kernzonen, Einstellung der Jagd oder eine Verringerung der Beweidung der Salzwiesen. Auch eine immer besser werdende Besucherinformation, Naturbildung für Kinder und die Partnerschaft mit nationalparkfreundlich arbeitenden Tourismus-Unternehmen gehören zu den Erfolgen.

Militärische Übungen wurden reduziert und die Boden zerstörende Fischerei nach Herzmuscheln eingestellt. Einst verschwundene Arten wie Kegelrobbe und Löffler kehrten zurück. Der WWF konnte mit der Erforschung der Rastvögel wesentlich zum heutigen Wissen und Schutz der gefiederten Gäste aus der Arktis beitragen.

Die WWF-Arbeit im Wattenmeer steht vor allem für die Unterstützung und Weiterentwicklung der Nationalparks und für die internationale Zusammenarbeit bei dessen Schutz. In diesem Sinne macht sich der WWF gegen eine Ausweitung der Ölförderung im Wattenmeer stark. Auf politischer Ebene setzt sich der WWF für mehr Naturverträglichkeit und Nachhaltigkeit im Fischfang ein.

Um das Wattenmeer für die kommenden Folgen des Klimawandels zu wappnen, müssen rechtzeitig naturnahe Küstenschutzmaßnahmen begonnen werden. Tourismus, Energieerzeugung und Schifffahrt sind ebenso Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung und dementsprechend Themen des WWF.

2011 wurde auf Initiative der Schutzstation Wattenmeer und des WWF ein Importverbot für Miesmuscheln aus entfernten Regionen verhängt. Durch den Import wurden gebietsfremde Arten eingeschleppt, welche die heimische Flora und Fauna verdrängen.

Umweltschutz im Kaukasus

Der WWF schützt europäische Wildnis in großem Stil
© Luc Deslarzes / WWF-Canon

Der Kaukasus gehört mit rund 7.000 Tier- und Pflanzenarten zu den 25 biologisch vielfältigsten Regionen der Erde. Dort stehen mit WWF-Hilfe bis heute rund 5,5 Millionen Hektar Land unter Schutz - mehr als zehn Prozent der gesamten Ökoregion.

Vor mehr als 20 Jahren eröffnete der WWF das erste Kaukasus-Projektbüro in der georgischen Hauptstadt Tiflis, weitere in Aserbaidschan (Baku) und Armenien (Eriwan) folgten. Heute ist der WWF dort der größte Nichtregierungspartner in Sachen Naturschutz im Kaukasus und führt dort zahlreiche Naturschutzprojekte durch. Gemeinsam mit den Projektbüros des WWF Russland und des WWF Türkei entstand ein grenzübergreifendes Netzwerk, das von verschiedensten politischen und wirtschaftlichen Partnern unterstützt wird.

Zur Verdichtung des Schutzgebiet-Netzes kümmert sich der WWF um die Ausweisung weiterer Reservate. Wilderei und illegaler Holzeinschlag werden bekämpft. Anti-Wilderer-Brigaden und Forstpersonal überwachen die Schutzgebiete, stellen Fallen sicher und erwischen Wilderer und illegale Baumfäller.

Die Umweltminister der Kaukasus-Staaten befürworteten 2006 einem "Ökoregionalen Naturschutzplan", den der WWF mit Partnern erstellt hatte. Der Plan gibt konkrete Anweisungen, wie die biologische Vielfalt für zukünftige Generationen zu bewahren und nachhaltig zu nutzen ist. Er wird seither von den Kaukasus-Staaten umgesetzt. Wichtig dabei ist die Beteiligung und Mitsprache der Bevölkerung. Ein wirkungsvoller Schutz dieser einzigartigen Wildnis kann nur gelingen, wenn sich die Lebensbedingungen der einheimischen Menschen durch den Naturschutz verbessern.

Darüber hinaus kümmert sich der WWF gezielt um das Überleben der letzten 40 bis 60 Kaukasus-Leoparden. Neben einer besseren Überwachung wurde inzwischen eine regionale Leopardenschutzstrategie entwickelt, die bereits in nationale Aktionspläne aufgenommen ist. Außerdem werden gefährdete Wildarten wie die Bezoarziege, die Kropfgazelle und der Wisent in mehreren Projekten ausgewildert.

Um geschädigte Wälder wieder in funktionierende, artenreiche Ökosysteme zu verwandeln, renaturiert der WWF mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums (BMU), des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der KfW Entwicklungsbank und der Europäischen Union seit Ende 2008 degradierte Auenwälder und Bergmischwälder. Schon jetzt sind mehr als 2,6 Millionen heimische Bäume gepflanzt, rund acht Tonnen Eichensaat ausgebracht und insgesamt rund 1.600 Hektar Wald geschützt. Diese Wälder können künftig den Menschen vielfältige nachwachsende Ressourcen liefern, mit denen sie naturschonend ihr Einkommen bestreiten können.

Der WWF engagiert sich zudem gegen den Bau von Großprojekten in ökologisch sensiblen Regionen. So konnte er mithelfen, den Bau einer Straße durch das Shikhahogh-Schutzgebiet in Süd-Armenien zu verhindern. Die Trasse wurde durch weniger empfindliche Gebiete gelegt.

Die atemberaubende Wildnis im Kaukasus wird zunehmend für internationale Touristen interessant. Daher fördert der WWF einen sanften, schonenden und gelenkten Tourismus, der die Naturschutzziele nicht beeinträchtigt. Ein wichtiger Randeffekt dieser Bestrebungen ist die Schaffung neuer Einkommensquellen für die Bevölkerung in der strukturschwachen Region. Zusätzlich leisten Schutzgebiete mit ihrer Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Umwelterziehung und Sensibilisierung der Bevölkerung für die Belange des Naturschutzes.

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