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Umweltschutz in Schweden-Eine wichtige Rolle


von Viveka
17.04.2011
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Wie versprochen ist hier ein Bericht über die Naturschutzmaßnahmen in Schweden.
Ich kann alle, die genau so wie ich Angst um die schwedische Natur haben, beruhigen. Schweden unternimmt etwas!

Bereits in den 1960er Jahren erkannte Schweden die Bedeutung der natürlichen Ressourcen und die Gefahr des rasanten Verlustes. Seit der Weltumweltkonferenz 1972 in Stockholm gilt Schweden als eine der führenden Länder in Sachen Umwelt und beschäftigt sich sowohl mit nationalen als auch internationalen Fragen und Problemen.

Doch auch schon vor 1960 beschäftigte sich Schweden mit der Umwelt, sodass seit 1909 ungefähr 26 Nationalpark in Schweden entstanden sind. Einige zählen zu den ersten europaweit. Mit den Nationalparks soll erreicht werden, dass ein Stück der schwedischen Natur für die nächsten Generationen bewahrt wird. In fast allen Nationalparks befinden sich Wanderpfade und häufig gibt es auch so genannte Informationszentren, die die Besucher über die Besonderheit des Nationalparkes aufklären sollen.

Ein Problem ist aber das „Allemansrätt“. Übersetzt heißt es „Jedermannsrecht“ und hat schon lange Tradition in Schweden. Es besagt, dass alle Menschen gleich sind und es in sofern gibt es auch nicht das Besitzrecht wie wir es in Deutschland kennen. In Schweden ist es erlaubt, in privaten Seen schwimmen zu gehen, Boot zu fahren oder auch Beeren in fremden Waldstücken zu pflücken. Dadurch ist es natürlich schwerer, bestimmte Naturbereiche zu schützen. Deswegen wurde das „Gesetz“ erweitert, so dass es heute eine kleine Einschränkung gibt. Das „Jedermannsrecht“ besteht immer noch so wie es auch vorher war, aber jetzt darf die Umwelt nicht zerstört, verschmutzt oder sonst irgendwie beschädigt werden.

Zu dieser Änderung kommen 16 Umweltqualitätsziele dazu, die 1999 beschlossen wurden und bis 2020 umgesetzt werden sollen:
1. Reinhaltung der Luft, 2. Qualitativ hochwertiges
Grundwasser, 3. Erhaltung von Seen und Wasserläufe, 4. Gedeihende Feuchtgebiete, 5.
Erhaltung von Meer, Küsten und Inselgruppen, 6. Keine Eutrophierung, 7. Ausschließlich
natürliche Versäuerung, 8. Erhaltung von Wäldern, 9. Eine abwechslungsreiche
Agrarlandschaft, 10. Großartige Berglandschaften, 11. Saubere Städte, 12. Eine ungiftige
Umwelt, 13. Eine strahlungsfreie Umwelt, 14. Eine schützende Ozonschicht, 15. Eine
möglichst geringe Beeinflussung des Klimas, 16. vielfältige Flora und Fauna.
Für diese Ziele wurde ein extra Gremium eingerichtet, dass auch Forscher und Experten beinhaltet.
Dieses gab bekannt, dass elf die Umweltqualitätsziele umgesetzt werden können, sofern noch mehr Maßnahmen eingeleitet werden. Bei der Reduzierung der Klimabelastung, einer fast komplett giftfreien Umwelt, einer wertvollen bebauten Umwelt und ein Vielfalt an Pflanzen und Tieren gibt es aber Probleme, da hier auch der internationale Einfluss eine große Rolle spielt.

Die schwedische Regierung stellt in den Jahren 2010-2012 ein Umweltbudget von 5 Milliarden SEK, also ca. 588 Millionen Euro, zum Schutz der Natur zur Verfügung.
Ungefähr 1,3 Milliarden dieses Geldes fließt in das Baltische Meer. Bei dem Baltischen Meer ist der internationale Einfluss sehr stark zu spüren, so dass Schweden sich auch auf internationaler Ebene für den Schutz einsetzt. Mit dem Geld will Schweden das Meer besser schützen und die Qualität wieder verbessern.

Es gibt aber auch schon Erfolge zu verzeichnen. Schweden ist schon seit ungefähr 1990 bemüht die Treibhausgas- Emission in den Bereichen Wohnen und Dienstleistungen zu verringern. Die Emission hat sich seitdem tatsächlich verringert. Ein Teil wird allerdings wieder durch den zunehmenden Straßenverkehr aufgehoben. Trotzdem ist Schweden eins der Länder in der EU, mit den geringsten Emission.
Auch die CO2-Emission wird in Schweden, im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern, verkleinert.

Aktuell ist das Schwedische Naturjahr, dass zur allgemeinen Aufklärung über die Umwelt dienen soll.
Außerdem wächst der Wirtschaftszweig „Umwelttechnologie“ in Schweden immer weiter. Bis jetzt gibt es schon über 3500 Unternehmen, sie sich mit erneuerbaren Energien und Abfallwirtschaft beschäftigen.

 

 

 

Quellen: -http://www.sweden.se/de/Startseite/Arbeiten-leben/Fakten/Umwelt/
-http://www.uni-graz.at/~grubem/schweden/_15_Naturschutz.pdf

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Kommentare (1)
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18.04.2011
Stoffie hat geschrieben:
ich glaube so ziemlich sehr viele länder sollten sich mal ein beispiel an schweden nehmen! danke für den bericht!
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