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© Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF
Libellen - Unscheinbare Künstler


von RichardParker
23.07.2016
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Sie haben eine maximale Flügelspannweite von 190 Millimetern. In Europa sind rund 79 Arten vertreten. Kleine, unscheinbare Flieger, die uns hin und wieder begegnen. Libellen. Warum das eine wirkliche Fehlinterpretation ist erfahrt ihr jetzt.

Um ehrlich zu sein, meine Gedanken haben sich auch noch nicht intensiver um die kleinen Insekten gedreht, bis ich zufällig etwas über sie gelesen habe. Ab diesem Moment war ich mal wieder fasziniert, welche Wunder unsere Natur hervorbringt. Libellen haben einiges zu bieten.

Fossiler Abdruck der Riesenlibelle

Ihr wissenschaftlicher Name ist Odonata, der 1783 das erste Mal beschrieben wurde. Die Bezeichnung Libelle wurde vom schwedischen Wissenschaftler Carl von Linné eingeführt, der die Art als Libellula bezeichnete. Die Tiere haben ähnlich wie der Hammerhai (Libella) einen hammerförmigen Körperbau, daher ist ihr Libelle von lateinischen Wort Libella abgeleitet.

Im Jahr 2008 waren mehr als 5000 Arten bekannt. Davon leben wie bereits oben erwähnt ca. 79 Arten in Europa. Sie werden in zwei Gruppen, die Klein- und die Großlibellen unterteilt. Männchen und Weibchen sind nahezu gleich groß, wobei die Männchen in der Regel leichter sind. Die Paarung der zierlichen Tiere ist wahrlich akrobatisch:

Gemeine Becherjungfern bei der Paarung

In Puncto Fliegen kann man den Tierchen wirklich nichts vormachen. 30 Flügelschläge pro Sekunde erscheinen recht langsam. Dennoch ist sie das einzige Insekt, das seine beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen kann. Ihre Beute wird im Flug gefangen bei unglaublichen Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern, Loopings und anderen Flugmanövern, ja sogar im Rückwärtsgang fliegt so manche Libellenart durch die Lande. 

Bei der Beutejagd sind der Libelle auch ihre Facettenaugen behilflich, die aus bis zu 30.000 Einzelaugen bestehen. Sie ist dadurch in der Lage 175 Bilder in der Sekunde wahrzunehmen, der Mensch kann höchstens 20 sehen. Eine Libelle verfügt eigentlich über zwei Leben, das einer Larve im Wasser, was bis sich zu einigen Jahren dauern kann und als fliegendes Insekt. Dieses Leben währt meistens jedoch nur wenige Wochen oder Monate. Eine Ausnahme bildet die Winterlibelle, bei der es umgekehrt ist. 

Augen einer Libelle

Die Vorfahren der heutigen Libellen lebten vor mehr als 250 Millionen. Mit einer Flügelspannweite von 75 Zentimetern waren sie das größte, jemals lebende Insekt der Erde. Zu den Zeiten der Dinosaurier entwickelten sich dann Tiere von ähnlicher Größe wie die heutigen Libellen. 

Entgegen vieler Gerüchte sind die Tiere weder giftig noch in hohem Maße aggressiv. Sie stechen auch nicht, können aber bei Bedrohung zubeißen, was für den Menschen allerdings wenig schmerzhaft ist.

Aber auch die Libelle ist nicht vor dem Klimawandel gefeiht. Es wurde beobachtet, das südlich lebende Arten plötzlich im Norden und heimisch werden und anders herum. Ist der Heimatwechsel nicht möglich führt das unweigerlich zu einem lokalen Artensterben.

In Deutschland gilt sie als gefährdet, ist Teil der Roten Liste. Mancherorts ist das Tier bereits vom Aussterben bedroht.

 

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Libellen#/media/File:Sympetrum_flaveolum_-_side_(aka).jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Libellen#/media/File:Dragonfly_eye_3811.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Libellen#/media/File:Enallagma_cyathigerum_1(loz).jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Meganeura#/media/File:Meganeuradae.jpg

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