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© Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF
Braunbär M13 abgeschossen


von zeemzee
22.02.2013
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Der Braunbär M13 ist tot. Er wurde am Morgen des 19. Februars abgeschossen. Dies ist ein „schwarzer Tag für den Artenschutz in Europa“, so der WWF in einer ersten Stellungnahme. Im vergangenen Sommer hatte es kurz so ausgesehen, als würde der Jungbär auf Brunos Pfaden wandeln und über Österreich und die Schweiz womöglich Bayern oder Baden-Württemberg einen Besuch abstatten. Mitte November 2012 brach der Jungbär M13 auf einer Alp in ein leerstehendes Ferienhaus ein. Die Behörden stempelten ihn zum Problembären, obwohl er lediglich ein paar Kartoffeln verspeiste.

„Der Abschuss erfolgte eindeutig zu früh. Es wäre besser gewesen, hätte man die Vergrämungsmaßnahmen intensiviert und fortgeführt. M13 war sicher kein Problembär“, sagte WWF-Bärenexpertin Joanna Schönenberger (Bild unten).

Während es in Deutschland nach derzeitigem Kenntnisstand nur einen Braunbär-Besuch in den vergangenen Jahren gegeben hat, haben seit 2006 bereits acht Exemplare die Schweiz besucht. Von dort ist es für wandernde Bären nur „ein kleiner Sprung“ nach Deutschland. „Es kann nicht sein, dass wir streng geschützte Bären töten, nur weil wir unsere Hausaufgaben nicht machen“, betont WWF-Expertin Schönenberger.

Langfristig führt kein Weg daran vorbei, dass sich die betroffenen Alpenregionen auf die natürliche Rückkehr der Großen Beutegreifer vorbereiteten. Während sich in Deutschland der bayerische Freistaat mit seinem Bärenmanagementplan zumindest auf dem Papier damit auseinandergesetzt hat, hat Baden-Württemberg es seit 2006 versäumt, sich auf den Ursus arctos vorzubereiten, so lautet die Kritik.

„Es braucht in den betroffenen Regionen Präventionsmaßnahmen wie geschützte Herden, bärensichere Abfallcontainer und gesicherte Bienenhäuser", sagt WWF-Bärenexpertin Joanna Schönenberger. „Noch wichtiger ist es jetzt jedoch, die Bevölkerung sachlich zu informieren. Denn ausschlaggebend für das Überleben des Braunbären in den Alpen ist die Akzeptanz der Leute, die in den Bärengebieten leben.“

Bilder: © Staffan Widstrand / Wild Wonders of Europe / WWF; © Mark Schulman / WWF-Canon

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Kommentare (11)
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01.08.2013
Monamona hat geschrieben:
Mal ganz ehrlich, Kartoffeln? Kaninchen, die im eigenen Garten alle Blumen fressen, werden auch nicht abgeschossen! Etwas verspätet bin ich trotzdem nicht weniger erschrocken. Der Mensch hat doch nur Angst vor allem, was größer ist als er. Übrigens beschreibt das Buch ZORN DER WÖLFE das echt gut, nur halt mit Wölfen. Mal als Tipp :)
03.05.2013
Luma02 hat geschrieben:
Was sollen die Bären schon großes anstellen vielleicht die Mülltonnen leeren?
Das wäre noch nicht mal schlimm wir haben den Müll weg geschmissen warum sollte er die Mülltonne nicht leeren?
Und erschießen muss man ihn deswegen nicht!
Ich könnte keinem Tier was zu leide tuen.
27.02.2013
Linchen98 hat geschrieben:
Bären sin doch so süße Tiere :-(
27.02.2013
Linchen98 hat geschrieben:
Bären sind doch Tiere und keine Monster. Man kann die doch nicht einfach erschießen :-(
24.02.2013
Amazonenameise hat geschrieben:
:-(
24.02.2013
Amazonenameise hat geschrieben:
Ich finde Bären töten grausam ! Nur weil manche Menschen Angst haben, das die Bären ihrer Mülltonnen plündern heißt das noch lange nicht, das die Bären getötet werden ! Sowas sollte auch nicht von iwelchen Politikern entschieden werden, die von diesem Thema überhaupt keine Ahnung haben und nur dafür sorgen wollen , das sie das nächste mal wiedergewählt werden ! Die Regierung von zb Bayern sollten sich auf jeden fall Fachmännischen Rat holen und nicht einfach sinnlos alles abschießen was ihnen gerade nicht in den Kram passt !
24.02.2013
LSternus hat geschrieben:
Also es gibt Jäger, die (dabei ginges, um es dazu zu sagen um Wölfe in Deutschland) größere Beutegreifer gezielt ausrotten.
Zum Glück eine Minderheit.
24.02.2013
girlofnature hat geschrieben:
Es ist eine Frechheit, den Bären als Problemfall zu bezeichnen, ohne dass er irgendjemandem groß was getan hätte! Manchmal könnte man wirklich meinen, die wollen alle Tiere ausrotten.
23.02.2013
LSternus hat geschrieben:
Eine bodenlose Sauerie, es aknn doch nicht angehen, dass wir in Europa des 21.Jahrhunderts einen Bären zu Abschuss freigeben, nur weil er in ein leeres Ferienhaus eingedrungenn ist. Da könnten wir auch Schützenpanzer vor jedem Wandschrank postieren, sobald ein Vierjähriger meint es seinen Monster darin.

In Rumänien laufen die Bären teilweise zwischen den Autos umher und dort hat man eine äußerrst effektive Alternative zum Abschuss gefunden.

Mein Fazit: Wir machen es uns im Umgang mit großen Beutegreifern zu bequem!
22.02.2013
Anne95 hat geschrieben:
Sehe ich genauso wie Urmeli. Problemfall ist für mich definitiv etwas anderes! Es ist unmöglich, wie man einfach so einen Bären abknallen kann... :-( Wir können von Glück reden, dass die Tiere endlich zu uns zurück kommen und was passiert? Sie werden direkt abgeschossen...
22.02.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Wieso war M13 ein Problemfall? Hat er betrunken jemanden angefahren und ist dann abgehauen? Hat er einen Börsencrash oder das Sinken einer Ölplattform im Meer verursacht?
Nein, er hat sich in Wäldern frei bewegt und war neugierig und hungrig. Sprich, er hat sich vollkommen natürlich verhalten - was für ein Problemfall!!

Wir Menschen gehen in die Natur um sie zu erleben, aber wehe es kommt tatsächlich mal etwas "wilde Natur" vorbei. Dann werden sofort die Söldnertrups im Jägerdress losgeschickt....Hilfe da ist Natur!!!

Wer nimmt uns denn bitte ernst, wenn wir einerseits die Rettung der letzten Tiger fordern, aber selbst jedes größere Raubtier erschießen was sich in unseren Wäldern blicken lässt?
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