Die Bedrohung
Armes artenreiches Land.

Mit Sägen, Fallen und Gewehren gegen die Schönheit - Für den internationalen Holzmarkt fressen sich Straßen und Siedlungen durch den Regenwald. Auch direkt an den Grenzen des Schutzgebietes tobt der illegale Holzeinschlag.
Für Wilderer ist es so noch einfacher, Fleisch aus dem Wald zu holen. Die Armut ist weit verbreitet. Sie zwingt manche Menschen dazu, Tiere zu töten und als sogenanntes 'Buschfleisch' zu verkaufen. Dzanga-Sangha vor Wilderern und illegalem Holzeinschlag zu schützen ist das Ziel des WWF.
Region in Gefahr: Bushmeat-Krise und Abholzung
Wo liegt das Problem?
Der Hunger auf Wildtierfleisch steigt und steigt

Vor allem in Afrika jagen Menschen noch traditionell Wildtiere, um sich mit Nahrung zu versorgen. Doch der Hunger auf Fleisch wird immer mehr zur Bedrohung der Tierwelt. Seit den 1990er Jahren ist der Verbrauch und Handel von afrikanischem Wildtierfleisch stark gestiegen.
Das sogenannte Bushmeat wird nicht nur von den Einheimischen und Holzfällern vor Ort verzehrt. Über ein organisiertes Netzwerk gelangt es bis nach Kinshasa und andere große Städte, wo viel Geld für Buschfleisch bezahlt wird. In vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara ist der Verzehr von Bushmeat mittlerweile die größte Bedrohung für die heimische Tierwelt. In einigen Gebieten gibt es inzwischen gar keine großen Tiere mehr.
Was ist die Folge?
Das Ökosystem Wald ist sehr komplex.

Unsere nächsten Verwandten wie zum Beispiel Gorillas und Bonobos werden immer seltener. Das massenhafte Sterben der großen Wildtiere hat außerdem Auswirkungen auf die Bestände anderer Arten. Denn in der Nahrungskette hängt alles miteinander zusammen. Wilderei und Waldvernichtung bringen das empfindliche Gleichgeicht der Natur ins Wanken.
Der kommerzielle Bushmeathandel gefährdet aber nicht nur die Artenvielfalt der Tropenwälder - er bedroht auch die Lebensgrundlage der dort lebenden 150 Millionen Menschen. Sie zählen zu den Ärmsten der Welt und bewohnen in Dorfgemeinschaften jene Wälder, von deren Wildtieren sie sich seit Jahrtausenden ernähren. Der Unterschied zum Bushmeathandel: Die traditionelle Jagd kommt ohne die Ausrottung der Tiere aus.
Was ist die Ursache?
Der Dominoeffekt: Zuerst die Holzfäller, dann die Wilderer, dann die völlige Zerstörung

Vor allem in West- und Zentralafrika treibt die Ausbeutung der Regenwälder die Nutzung von Bushmeat voran. Die Straßen der Holzkonzerne ermöglichen das Vordringen von immer mehr Menschen in bisher unzugängliche Waldgebiete. Die Verkehrswege sind manchmal breiter als unsere Autobahnen. Der Norden der Republik Kongo ist durch den Anschluss an das nationale Straßennetz mittlerweile zu einem Einfallstor für die illegale Elefantenjagd geworden.
Mit den Wilderern kommen auch die Elfenbeinjäger. Und schließlich werden die erschlossenen Waldflächen gerodet, um sie für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Die Entwaldung ist nicht zuletzt auch ein Klimaproblem, denn dabei werden Unmengen an CO2 freigesetzt. Und als Sauerstoffproduzent können diese Wälder dann nicht mehr dienen.














