Aktiv für die Umwelt
Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?
Deutschlands bekannteste Grenze ist zugleich ein Beispiel für erfolgreiche WWF-Arbeit. 40 Jahre lang trennte diese Grenze Deutschland entzwei. Was zum einen der Fluch ganzer Generationen war, war zugleich Segen für die Natur. Zäune und Sperranlagen hielten den Menschen über Jahrzehnte vom Grenzgebiet fern. Und so konnte auf einem schmalen Streifen quer durch Deutschland die Natur ihre Flora und Fauna entfalten – zumindest teilweise.
Flächen anzukaufen und zu renaturieren lautet das Konzept des WWF. Der WWF ergriff kurz nach dem Mauerfall die Chance, die durch Betongrenzanlagen und Minenstreifen geschlagenen Wunden in der Natur durch grenzübergreifende Naturschutzprojekte zu heilen. Denn die unmittelbare Umgebung der Grenze war ein blühendes Paradies - wie zum Beispiel im Drömling (Niedersachsen).
Doch nicht nur an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze setzt sich der WWF ein. Ob Elbe, Lausitz oder Wattenmeer – der WWF hat zahlreiche Projektgebiete, für die es sich lohnt, zu kämpfen!
Klick auf die Karte und mach dir ein Bild davon, wo der WWF in Deutschland überall aktiv ist!
So hilft der WWF: Projektgebiet Deutschland!

- © Wild Wonders of Europe / Dieter Damschen / WWF
Naturschutz im Drömling
Wiedervereinigung nach 40 Jahren Kalter Krieg!

Der WWF ergriff unmittelbar nach dem Mauerfall die Chance und machte sich mit Naturschützern der ehemaligen DDR daran, die Wunden der Teilung in dem Feuchtgebiet zu heilen.
Der Drömling, welcher in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt durch die Grenze erhalten blieb, sollte Naturerbe werden. Im westlichen Teil begann die Arbeit des WWF bereits vor über 30 Jahren.

Bis heute wird das Naturschutzprojekt von Bund und Land als Projekt "gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" fortgeführt. So wurden in der Vergangenheit fast 4.000 Hektar Fläche gekauft und weitere 10.000 als Schutzgebiet ausgewiesen.
Die wiedergewonnenen Feuchtwiesen konnten sich in den letzten Jahren wieder erholen und beeindrucken mit einer riesigen Artenvielfalt. Fast 10.000 Kraniche, 30.000 Gänse und 95.000 Kiebitze rasten dort jedes Jahr.
Zauberhafte Uckermark
Naturraum Stück für Stück zurückerobern

Soviel ist schon sicher: Gemeinsam mit dem Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e. V. gelang es dem WWF bis heute, in der Uckermark 7.337 Hektar wertvoller Buchenwälder, Moore, Orchideenwiesen und Klarwasserseen durch Ankauf zu sichern. Darunter befindet sich auch der ehemalige Truppenübungsplatz Tangersdorfer Heide, der gemeinsam mit dem Brandenburger Naturschutzfonds gekauft werden konnte.
Freunde für's Leben gesucht! Für das "Land der 200 Seen" ist die finanzielle Unterstützung durch WWF-Förderer ganz wichtig, denn mit 1 Euro Spende werden 9 Euro öffentliche Zuschüsse für das Projekt eingeworben. Dadurch konnten bereits entwässerte Feuchtgebiete wieder angestaut werden. Monotone Stangenwälder werden zu Urwäldern entwickelt. Diese Naturlandschaften bieten wieder Platz für Sumpfschildkröte, Biber, Seeadler und Kranich.
Der Wolf dein Nachbar
Die Wiederansieldung des Wolfs schreitet voran!

Kurz und knapp: Wir setzen uns dafür ein, dass die Wölfe wieder in Deutschland leben. Unser Ziel: Mehr Menschen in Deutschland akzeptieren die Rückkehr der Wölfe und machen sich stark dafür, dass Wolf und Mensch friedlich miteinander leben.
Seit 2009 haben sich wieder dank des WWF schätzungsweise 60-70 Wölfe im Osten Deutschlands angesiedelt. Dort leben sie in Rudeln und haben ökologisch gesehen eine wichtige Funktion! Kranke und schwache Tiere sind leichte Beute für den Wolf, der so für eine intakte Natur sorgt. Die Gesundheitspolizei der Natur kehrt wieder zurück in die Wälder Deutschlands.
Deutschlands Wattenmeer
Mehr als nur Meer!

Kaum zu glauben, aber das Wattenmeer zieht sich von Dänemark und Deutschland bis zur Niederlande auf über 10.000 Quadratkilometern entlang und ist damit Europas größter natürlicher Lebensraum, den wir noch haben!
Gerade deswegen setzt sich der WWF seit 1977 aktiv für das Wattenmeer an Deutschlands Küste ein. Denn die Artenvielfalt dort ist enorm.
Für Zugvögel ist das Watt eine der großen Anlaufstellen in Deutschland. Rund zehn Millionen Gänse, Enten, Watvögel, Möwen und Seeschwalben ruhen sich hier aus und finden Nahrung für ihre große Reise.

Aufgrund dessen wurden im deutschen Teil unter Mitarbeit des WWF in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg von 1985 bis 1990 drei Nationalparks gegründet. Diese werden seitdem weiter entwickelt – zum Beispiel durch die Vergrößerung um ein Walschutzgebiet in der Nordsee, verbesserte Kernzonen, Einstellung der Jagd oder eine Verringerung der Beweidung der Salzwiesen.
Doch all diese Arbeit wird tagtäglich bedroht. Vor allem durch Klimawandel, Ölbohrungen, Schifffahrt und Fischerei. Aber auch der anhaltende Zulauf von Giften und zu vielen Nährstoffen aus den Flüssen ist ein großes Problem, das es zu lösen gilt!
Model Deutschland
Die grüne Revolution für eine saubere Zukunft!

Der WWF Deutschland ist weltweit aktiv. Afrika, Asien, Süd-Amerika –in über 100 Projekten weltweit. Doch unsere Ziele und Visionen gelten auch für Deutschland.
Eine Vision liegt uns ganz besonders am Herzen! Das "Modell Deutschland 2050", mit dem wir ein konkretes Ziel für den Bereich Energie, Landwirtschaft, Mobilität, Wirtschaft und Wohnen vorlegen – mit überraschenden Ergebnissen.
Die Studie enthält detaillierte Maßnahmen zu all den genannten Bereichen und war ein wichtiger Faktor, als 2011 die Energiewende beschlossen wurde. Mit dieser Studie kann unser ökologischer Fußabdruck in Deutschland reduziert werden.
Das Modell Deutschland ist nicht nur eine Vision. Es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber späteren Generationen, wie wir mit unseren Planeten umgehen – speziell wir hier in Deutschland.
















