Das machen wir!


Aktiv für


die Umwelt


Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause © Dr. Peter Wernicke / WWF

Aktiv für die Umwelt

Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?

Dass man eine Menge erreichen kann, wenn man nur will, erklärt am besten Thomas Neumann. Er ist langjähriger Leiter des Fachbereichs Naturschutz-Flächenmanagement beim WWF Deutschland: "In den 1970ern war die Naturzerstörung schonungslos und massiv. Die letzten Moore wurden entwässert, abgetorft und nutzbar gemacht, Flurbereinigung und Straßenbau ohne Rücksicht auf Verluste durchgeführt, Greifvögel noch rigoros verfolgt. Umweltchemikalien wie DDT hatten ganze Nahrungsketten vergiftet. In Folge dessen standen nicht nur die letzten Seeadler kurz vor dem Aussterben."

Zugleich, sagt Thomas, herrschte zu dieser Zeit Aufbruchstimmung. Überall begannen sich Ehrenamtliche für den Schutz der Natur einzusetzen. Horste und Niststätten gefährdeter Vögel wurden bewacht, mit Spaten und Muskelkraft Moore wieder vernässt. 1970 kaufte der WWF erste Moorflächen, um Naturzerstörung zu verhindern und Lebensräume zu erhalten. Ein Konzept, das er erfolgreich ausbaute.

Der WWF ergriff außerdem kurz nach dem Mauerfall die Chance, die durch Betongrenzanlagen und Minenstreifen geschlagenen Wunden in der Natur durch grenzübergreifende Naturschutzprojekte zu heilen. Denn die unmittelbare Umgebung der Grenze war ein blühendes Paradies - wie zum Beispiel im Drömling, einem der größten Feuchtgebiete Deutschlands.

Heute ist Neumann besonders stolz auf die nach der Wiedervereinigung geschaffenen großen Schutzgebiete Drömling und Schaalsee-Landschaft an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Heute leben übrigens wieder mehr als 700 Seeadlerpaare in ganz Deutschland.

Ob Elbe, Rügen oder Wattenmeer - der WWF hat zahlreiche Projektgebiete, für die es sich lohnt, zu kämpfen!

Klick auf die Karte und mach dir ein Bild davon, wo der WWF in Deutschland überall aktiv ist!

So hilft der WWF: Projektgebiet Deutschland!

 

© Wild Wonders of Europe / Dieter Damschen / WWF
Deutschlands Flüsse brauchen auch Schutz © Wild Wonders of Europe / Dieter Damschen / WWF

Naturschutz im Drömling

Wiedervereinigung nach 40 Jahren Kalter Krieg!
© Matthias Kausche / WWF

Der WWF ergriff unmittelbar nach dem Mauerfall die Chance und machte sich mit Naturschützern der ehemaligen DDR daran, die Wunden der Teilung in dem Feuchtgebiet zu heilen. Zum Beispiel im Drömling zwischen Aller und Ohre, in einem der größten Feuchtgebiete Deutschlands, bis 1990 getrennt durch die deutsch-deutsche Grenze.

Im westlichen Teil begann die Arbeit des WWF bereits vor über 30 Jahren. Denn der Drömling wurde seit Jahrhunderten entwässert. Deshalb renaturierte der WWF mit Partnern dieses etwa 320 Quadratkilometer große Labyrinth aus Feuchtwiesen, Niedermooren und Bruchwäldern. Entwässerungen werden seither zurückgebaut, in den Wäldern standortfremde Gehölze entfernt, Äcker in Grünland umgewandelt und 130 Flachteiche und Überschwemmungsflächen angelegt. In den Kernzonen kann nun wieder wasserreicher Bruchwald entstehen. Heute hat der Drömling wieder eine internationale Bedeutung: Fast 10.000 Kraniche, 30.000 Gänse und 95.000 Kiebitze rasten dort jedes Jahr.

© Hartmut Jungius / WWF-Canon

Auch wachsende Bestände von Weißstorch, Biber und Fischotter sowie die Rückkehr des Seeadlers sind der beste Beweis für die gelingende Renaturierung eines großen Naturraumes. Die wiederum dient auch dem Klimaschutz: Denn wo Moore wieder wachsen wie im Drömling, entsteht auch kein klimaschädliches Kohlendioxid mehr.

Bis heute wird das Naturschutzprojekt von Bund und Land als Projekt "gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" fortgeführt. So wurden in der Vergangenheit fast 4.000 Hektar Fläche gekauft und weitere 10.000 als Schutzgebiet ausgewiesen.

Zauberhafte Uckermark

Naturraum Stück für Stück zurückerobern
© Ruediger Mauersberger/WWF

Soviel ist schon sicher: Gemeinsam mit dem Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e. V. gelang es dem WWF bis heute, in der Uckermark rund 9.000 Hektar wertvoller Buchenwälder, Moore, Orchideenwiesen und Klarwasserseen durch Ankauf zu sichern. Darunter befindet sich auch der ehemalige Truppenübungsplatz Tangersdorfer Heide, der gemeinsam mit dem Brandenburger Naturschutzfonds gekauft werden konnte.

Außerdem unterstützte der WWF den naturnahen Tourismus: Mehr als 150 Rastplätze, Infopunkte und Besucherziele wurden angelegt - vom Vogelbeobachtungsturm bis zu einem Stadtmauerrundweg. Das einst vom WWF ins Leben gerufene erfolgreiche Informations- und Leitsystem für Kanufahrer wurde auf das gesamte Naturparkgebiet ausgedehnt und damit die Störung von Tieren und Pflanzen weiter reduziert.

Der Wolf - dein Nachbar

Immer mehr Wölfe siedeln westwärts
© shutterstock

Kurz und knapp: Wir setzen uns dafür ein, dass die Wölfe wieder dauerhaft in Deutschland leben können. Unser Ziel: Mehr Menschen in Deutschland akzeptieren die Rückkehr der Wölfe und machen sich stark dafür, dass Wolf und Mensch friedlich miteinander leben.

Bis heute haben sich wieder, auch dank des WWF, schätzungsweise 22 Wolfsrudel vor allem im Osten Deutschlands angesiedelt. Dort erfüllen sie ökologisch gesehen eine wichtige Funktion, indem sie vorrangig kranke und schwache Tiere erlegen. Die Gesundheitspolizei der Natur kehrt wieder zurück in die Wälder Deutschlands.

Deutschlands Wattenmeer

Land im Meer
© Jan van de Kam / WWF

Kaum zu glauben, aber das Wattenmeer zieht sich von Dänemark und Deutschland bis zur Niederlande auf über 10.000 Quadratkilometern entlang und gehört damit zu den größten Naturlandschaften in Westeuropa mit einer beachtlichen Artenvielfalt. Gerade deswegen setzt sich der WWF seit 1977 aktiv für das Wattenmeer an Deutschlands Küste ein.

Der Wechsel von Ebbe und Flut schafft Lebensräume für Milliarden von Jungfischen. Für Zugvögel ist das Watt eine der großen Anlaufstellen in Deutschland. Rund zehn Millionen Gänse, Enten, Watvögel, Möwen und Seeschwalben ruhen sich hier aus und finden Nahrung für ihre große Reise.

© Hartmut Jungius / WWF-Canon

Aufgrund dessen wurden im deutschen Teil unter Mitarbeit des WWF in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg von 1985 bis 1990 drei Nationalparks eingerichtet. Diese werden seitdem weiter entwickelt - zum Beispiel durch die Vergrößerung um ein Walschutzgebiet in der Nordsee, verbesserte Kernzonen, Einstellung der Jagd oder eine Verringerung der Beweidung der Salzwiesen.

Doch all diese Arbeit wird tagtäglich bedroht - vor allem durch Klimawandel, Ölbohrungen, Schifffahrt und naturunverträgliche Fischerei. Aber auch der anhaltende Zulauf von Giften und zu vielen Nährstoffen aus den Flüssen ist ein großes Problem, das es zu lösen gilt!

Model Deutschland

Die grüne Revolution für eine saubere Zukunft!
© Chris Martin Bahr / WWF-Canon

Der WWF Deutschland ist weltweit aktiv. Afrika, Asien, Südamerika - in über 100 Projekten weltweit. Doch unsere Ziele und Visionen gelten auch für Deutschland.

Eine Vision liegt uns ganz besonders am Herzen! Das "Modell Deutschland 2050", mit dem wir ein konkretes Ziel für den Bereich Energie, Landwirtschaft, Mobilität, Wirtschaft und Wohnen vorlegen - mit überraschenden Ergebnissen.

Die Studie enthält detaillierte Maßnahmen zu all den genannten Bereichen und war ein wichtiger Faktor, als 2011 die Energiewende beschlossen wurde. Mit dieser Studie kann unser ökologischer Fußabdruck in Deutschland reduziert werden. Ihre Analyse zeigt: Ein Umbau zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in Deutschland ist ohne signifikante Einschränkungen möglich.

Die zweite gute Nachricht der Studie: Alle dafür vorgeschlagenen Maßnahmen werden technisch machbar und finanzierbar sein.

Das Modell Deutschland ist nicht nur eine Vision. Es ist auch eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber späteren Generationen, wie wir mit unseren Planeten umgehen - speziell wir hier in Deutschland.

Die Kurzfassung des Modell Deutschlands gibt es hier!

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