Ein Land voller Schönheiten


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Land der Vielseitigkeit


Deutschlands einzigartige Landschaft ©  Florian Niethammer / WWF

Die Region

Der Vielfalt auf den Spuren!

© WWF
Deutscher Biber © WWF

Deutschland bietet weit mehr als nur Autobahn, Currywurst und Oktoberfest. Im Norden zum Beispiel sprudelt das Leben über und unter Wasser an Wattenmeer und Ostsee. Der Osten ist gespickt mit Seen, Flüssen und Wäldern. Und im Süden gibt's Kleinkanada: Dort rauscht einer der letzten großen Wildflüsse Deutschlands zu - Tal - die Ammer.

In diesen Regionen und vielen weiteren liegen auch Projektgebiete des WWF Deutschland. Denn der WWF ist nicht nur international im Einsatz, sondern versucht auch hier bei uns, die Fläche der Wildnisgebiete in Deutschland zu vergrößern und deren Qualität deutlich zu verbessern.

Entdecke Deutschlands Vielfalt!

Die Region:

Bekomme einen Einblick in unsere Naturschätze!

© Fitz Pölking / WWF
Natur Deutschlands © Fitz Pölking / WWF

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Im hohen Norden

Freiliegender Meeresgrund, Kreuzfahrtgiganten und Windräder-Parks
© Hans Ulrich Roesner / WWF

Das größte Wattenmeer der Welt liegt direkt an Deutschlands Küste. Irre, wie viel Artenvielfalt hier noch zu finden ist - vom Wattwurm bis zum Schweinswal: Das Wattenmeer zieht sich über 10.000 Quadratkilometer an der Küste Europas entlang, ernährt mehrere Millionen Küstenvögel und beherbergt Milliarden von Jungfischen, Muscheln und Krebsen. Auch Seehunde, Kegelrobben und seltene Schweinswale sind im Küstengewässer zu Hause. Mit Hilfe des WWF wurden im Wattenmeer zwischen 1985 und 1990 Nationalparks eingerichtet. 2009 wurde das Wattenmeer sogar von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt.

Zweimal am Tag kannst du über den Meeresboden laufen, denn da fällt er trocken. Würmer, Muscheln, Schnecken, Krebse, kleine Fische ziehen sich dann in den Schlick oder die Priele zurück.. Ein faszinierende Welt, für die sich der WWF seit 1977 intensiv einsetzt - und das mit Erfolg!

© Peter Prokosch / WWF

Doch Erfolge und Gefahren liegen oftmals nah beieinander. Fischerei, Ölförderung, Klimawandel: Die Liste der Bedrohungen scheint deutlich länger zu sein als die der Erfolge. So schwemmen Flüsse nach wie vor Gifte und überschüssige Nährstoffe aus Industrie und Landwirtschaft ins Wattenmeer und setzen ihm zu.

Deshalb setzt sich der WWF zum Beispiel für den Schutz und die Erhaltung der Unterems ein. Damit immer größere Kreuzfahrtschiffe gen Meer schippern können, wird die Ems immer weiter vertieft und begradigt.

© Abraham / WWF

Dadurch haben sich mittlerweile die ökologischen Verhältnisse in der Unterems soweit verschlechtert, dass im Sommer keine Fische mehr in diesem Flussabschnitt leben können. Flusstypische Lebensräume gehen durch Uferbefestigung verloren. Damit sich das ändert, setzt sich der WWF zusammen mit anderen Umweltverbänden für die Renaturierung der Ems ein. Ein Projekt, das wohl über Jahrzehnte dauern wird.

Kolossale Kreideklippen, Wälder bis zum Strand und Seeadler am Himmel: An der Ostsee hat der WWF mitgeholfen, dass 1990 fünf Nationalparks entstehen konnten. Seitdem hat er sie mit aufgebaut und begleitet. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wurden vor allem in dessen Anfangsphase mit WWF-Hilfe militärische Siedlungen beseitigt, Feuchtgebiete renaturiert und damit wieder Überflutungsraum geschaffen. Die Kernzone ist aus der forstlichen Nutzung genommen und ein Großteil der nach Stürmen gefallenen Bäume bleibt - Naturwald gemäß - liegen. Im Nationalpark Jasmund wurde die Kernzone auf 86 Prozent des Parks vergrößert und wertvolle Buchenwälder vor dem Abholzen gerettet. Das 2004 eröffnete Nationalparkzentrum Königsstuhl, vom WWF initiiert und eingerichtet, ist eine Touristenattraktion.

Wilder Osten

Flüsse und Seen, Wälder und Wölfe
© WWF

Der Osten Deutschlands ist gespickt mit Flüssen, Seen, Wiesen und Wäldern und Hügeln. Mit einer Vielfalt an Lebensräumen und Arten, die im Westen oft kaum noch zu finden ist. Eine der bekanntesten Landschaften ist die Uckermark, die in Brandenburg liegt.

Dort befindet sich der Naturpark Uckermärkische Seen, der rund 900 Quadratkilometer groß ist und zu den beliebtesten Naturzielen Deutschlands gehört. Ein Paradies aus Flüssen und Seen, die über breite Korridore miteinander verbunden sind. Der WWF half mit, entwässerte Moore in großem Stil wieder zu vernässen. Begradigte und vertiefte Bäche dürfen wieder ihre natürlichen Lauf nehmen. Lebensräume für Libellen, Amphibien sowie andere seltene Tier- und Pflanzenarten wurden gesichert. Angekaufte Kieferforste werden nach und nach in standortheimische Laubwälder umgewandelt und Wirtschaftswege darin zurückgebaut.

© Frank Mörschel / WWF

Auch in anderen Regionen Nord- und Ostdeutschlands wie in der Schorfheide-Chorin, entlang der Mittleren Elbe, im Drömling und am Schaalsee setzt sich der WWF für den Erhalt schützenswerte Wildnisgebiete ein. Dort haben sich Schreiadler, Schwarzstorch, Fischotter und viele weitere seltene Arten wieder neu angesiedelt und tragen zur Artenvielfalt Deutschlands bei. Von diesen Refugien aus können viele Arten andere Gebiete wiederbesiedeln.

Auch der aus Polen einwandernde Wolf fand im Osten Deutschlands attraktive neue Lebensräume, von denen er sich nun weiter Richtung Westen ausbreitet.

Der Süden

Kanada "Made in Germany"
© David Lawson / WWF-Canon
Luchse sind in Deutschland wieder heimisch © David Lawson / WWF-Canon

Krass! 30.000 Tier- und 13.000 Pflanzenarten beherbergen die Alpen! Natürlich sind diese Arten nicht alle im deutschen Teil zu finden, doch sind Voralpen und Alpenland ein wichtiges Teilstück des größten Gebirges Mitteleuropas.

Mächtige Flüsse wie der Rhein, die Rhône oder der Po haben ihren Ursprung in den Alpen. Aber auch die Ammer, neben der Isar einer der letzten Wildwasserflüsse Deutschlands. Zwischen Oberammergau und Ammersee fließt sie ohne Speicher oder Großwasserkraftwerk und ist dank der Freiheit so artenreich wie kaum eine andere Wildflusslandschaft in den Nordalpen.

© Florian Niethammer / WWF

Die Gegend rund um die Ammer und Isar wird auch gern "Kleinkanada" genannt: Unendliche Nadelwälder, Wasserschluchten und saftige Wiesen. Aber in Kanada leben Bären, Wölfe und viele andere Beutegreifer in freier Wildbahn und zumeist im Einklang mit den Menschen. Hierzulande herrschen zumeist Vorurteile und Misstrauen. Dennoch ist die Erfolgsgeschichte des Wolfes im Osten Deutschlands ein Zeichen dafür, dass die meisten Menschen wieder stolz drauf sind, dass es wieder große Beutegreifer bei uns gibt.

So wurde es auch möglich, dass der Luchs im Bayerischen Wald, im Harz und anderswo wieder heimisch wurde. Oder der Steinadler in großen Teilen der Alpenregion. Diese Wiederansiedlungsprojekte sind nur zwei von vielen und zeigen: Wir können mehr Wildnis zulassen. Man muss nur wissen, wie es geht.

Die Region

Rückkehr auf leisen Pfoten

Hartmut Jungius / WWF-Canon

Mal mit Hilfe des Menschen, mal ohne: Charismatische Raubtiere kehren zurück und bereichern unsere Artenvielfalt – so wird unsere Natur ein Stückchen wilder.

Der Wolf in Deutschland

Eine neue Chance für ihn und für uns.
© Wild  Wonders of Europe / Sergey Gorshkov / WWF

Was war noch gleich 1904? Einige denken jetzt zunächst an den Fußballverein Schalke 04, der 1904 in Gelsenkirchen seine ersten Dribbler auf das Feld schickte. In diesem Jahr wurde aber auch der letzte freilebende Wolf in Deutschland geschossen.

Rund 100 Jahre sollte es dauern, bis die Wölfe wieder begannen, bei uns heimisch zu werden. Die Menschen reagieren mit einer Mischung aus Angst und Hoffnung. Angst davor, dass Wölfe vielleicht unschuldige Pilzsammler angreifen könnten, aber auch Hoffnung, dass die Wölfe die Tierwelt in unseren Wäldern wieder regulieren.

Deutschland fragt sich seitdem: Soll der Wolf wirklich wieder bei uns leben? Mythen und Geschichten sind tief in unseren Köpfen verwurzelt. Das Märchen vom bösen Wolf, der die Kinder frisst oder der wahllos Tiere tötet, hält sich entgegen besserer wissenschaftlicher Erkenntnis hartnäckig. Die Geschichten sind da, die Fakten aber auch!

© Ralph Frank / WWF

Dennoch ist die Rückkehr des Wolfes in Deutschland ein Erfolgsprojekt! Der WWF setzt sich in diversen Projekten mit aller Kraft für den Wolf ein. Doch damit nicht genug. Kurzerhand nahm sich die WWF Jugend dem Thema an und rief das Projekt "Wolfsretter" ins Leben!

Fünf Jugendliche waren September 2011 in der Lausitz auf den Spuren des Wolfes unterwegs. Dort, wo die Rückkehr des Wolfes begann und wo ein Projekt entstand, das deutschlandweit seine Bahnen zog.

Was es damit auf sich hat? Erfahre jetzt mehr!

Achtung, Luchs gesichtet!

Pinselohr und Backenbart
© Roger Leguen / WWF-Canon

Diese einmalige Chance für den Luchs muss einfach genutzt werden, zumal die Bedingungen für ihn ideal sind.

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt im Osten Bayerns, an der Grenze zu Tschechien und ist 24.250 Hektar groß. Zusammen mit dem tschechischen Böhmerwald bildet diese Waldfläche die größte nicht zerschnittene Waldfläche Europas. Noch ist der Mischwald dort stark von der Forstwirtschaft geprägt. Doch weil er seit 40 Jahren sich selbst überlassen wird, entwickelt er sich allmählich zu einer Art Urwald.

In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Luchs wegen seines begehrten Fells und als Räuber von Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren und als Konkurrent für Jäger gnadenlos bejagt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden.

Doch vor mehr als 20 Jahren wanderten einige der Raubkatzen aus Tschechien wieder zurück in den Bayerischen Wald, aus Frankreich kamen Luchse in den Schwarzwald und in den Pfälzer Wald, und im Harz sowie im Nationalpark Hainich wurden in Gefangenschaft gezüchtete Tiere wieder angesiedelt. Überall dort können sie sich seitdem vermehren, weil sie heute, anders als früher, streng geschützt sind.

Trotzdem wirst du beim Spaziergang durch den Bayerischen Wald deshalb noch nicht so leicht einen Luchs sehen können. Nur in der abendlichen Dämmerung und nachts streifen die einzelgängerisch lebenden Raubtiere durch ihr Revier auf der Suche nach Beute. Ihre Augen sind sechsmal lichtempfindlicher als die eines Menschen. So können Luchse sich auch gut im Dunkeln orientieren - und rechtzeitig flüchten, bevor der Mensch sie überhaupt wahrnehmen kann.

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