Deutschland


mal ganz anders!


©  Florian Niethammer / WWF

Die Bedrohung

Deutschland, die Naturruine in Europa?

© Marike Boekhoff / NABU / WWF
Die Wasserstraßen Deutschlands sind vielerorts zu befahren © Marike Boekhoff / NABU / WWF

Der WWF kämpft nicht nur für Gorilla, Blauwal und Orang-Utan, sondern auch für die heimische Bachforelle, den Fischotter und den Biber.

Deutschlands Landschaft ist voller Autobahnen, Schienen und Betonplatten. Über 100 Hektar Boden verschwinden Tag für Tag unter unserer 'Siedlungsdecke'. Somit wird jeden Tag deutsche Wildnis, wie wir sie zum Beispiel noch in Teilen der Uckermark oder im Bayerischen Wald finden, immer wertvoller. Landwirtschaft und Tourismus in solchen Gebieten sind in Ordnung. Aber nur, wenn beides naturverträglich betrieben wird und wenn genug Platz für die Wildtiere bleibt.

Gefährlich: Flächenschwund und Tourismus

Warum ist gut gemeint nicht gleich gut gemacht?

© Ruediger Mauersberger/WWF

Wär' das nicht Idylle pur? Ein Hotel im Naturpark, ein Wellnesstempel im Grünen? Dann brauchen wir aber auch neue Straßen. Und an die Straßen gehören Tankstellen. Und Restaurants. Und Souvenirshops. Und ...

Wie alle guten Dinge im Leben kann man auch die National- und Naturparks in Deutschland überlasten, sobald man zu viel aus ihnen herausholen will. Die ausgewiesenen Gebiete sind Lebensraum für viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Zum Beispiel für die Sumpfschildkröte, die nur in ganz wenigen Ecken Deutschlands vorkommt. Oder die Bachforelle, der Fischotter, der See-, der Fisch- und der Schreiadler, der Schwarzstorch und der Kranich.

Sie alle sind der Reichtum Deutschlands. Nicht umsonst kommen viele Urlauber in die geschützten Gebiete. Denn diese bieten eine so einmalige Natur. Doch zu viel des Ganzen löst früher oder später einen Teufelskreis aus. Verträgt die Natur den Tourismus nicht und ziehen sich Tier- und Pflanzenarten zurück, bleiben auch die Touristen weg und damit versiegt die Einkommensquelle für die lokale Wirtschaft.

Ist ein umweltfreundlicher Tourismus möglich?

© Bernd Lammel / WWF

Ohne Tourismus geht es in vielen Gebieten nicht. Nehmen wir einmal den Naturpark Uckermärkische Seen, mit etwa 22 Einwohnern je Quadratkilometer eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Dort gibt es kaum noch Familien mit mehreren Kindern. Vor allem junge Leute wandern aus. Die Uckermark vereinsamt. Trotzdem leben hier weiterhin Menschen - mit einem großen Problem:

Die Arbeitslosigkeit in dieser Region ist sehr hoch. Die Menschen in der Uckermark wünschen sich einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach ihrem gesetzlichen Auftrag sollen Naturparks Natur und Arten schützen, gleichzeitig aber auch der Erholung dienen. Was liegt da näher, als Urlaubsangebote auszubauen?

Wenn allerdings das Ziel ist, einfach möglichst viele Menschen in den Naturpark zu locken, dann wird die Natur den Kürzeren ziehen. Besser ist ein 'sanfter' Tourismus': mit naturnahen Freizeitbeschäftigungen, umweltfreundlichen Produkten aus der Region und geschützten Wildnisbereichen. So hält man eine Balance zwischen Naturschutz und Nutzen aus der Natur.

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