Bleib aktuell!


Was gibt's


Neues?


Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Wölfe kehren zurück nach Deutschland


von sarahsolaika
04.06.2012
7
0
41 P

München (dpa) - Der Wolf hat in Deutschland kein gutes Image, davon zeugen Märchen wie «Rotkäppchen» oder «Der Wolf und die sieben Geißlein». Doch anders als in den Erzählungen der Brüder Grimm sind Wölfe extrem scheu und haben keinen Appetit auf Menschenfleisch.
 

«Der Wolf hat schlicht kein Interesse daran, mit uns zusammenzutreffen, wir sind ihm egal», sagt der in der Lausitz tätige Wolfsexperte Markus Bathen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Im Jahr 2000 galten die Tiere in Deutschland noch als ausgestorben. Heute leben hierzulande nach Schätzungen des NABU 14 Rudel mit durchschnittlich acht Tieren, vor allem in den östlichen Bundesländern. Bald könnte das erste Rudel in der Lüneburger Heide heimisch werden. In Baden-Württemberg wurde ebenfalls ein Tier gesichtet. Bathen ist überzeugt: «Wölfe wird es bald überall geben, in allen Bundesländern.»

Spaziergänger dürften trotzdem so gut wie nie einem Canis lupus, einem europäischen Grauwolf, in freier Wildbahn begegnen. «Menschen sind für Wölfe gefährlich, über Jahrhunderte haben immer die Tiere überlebt, die den Menschen aus dem Weg gegangen sind», sagt der Tierarzt Peter Blanché aus Großinzemoos in Oberbayern von der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe. Mehr Glück, einen Wolf zu sehen, haben Jäger, Waldarbeiter, Landwirte oder Naturfilmer, die oft im Wald sind. Auch Autofahrer sehen im Dunkeln bisweilen im Licht der Scheinwerfer ein Exemplar über die Straße laufen.

Trotz der Scheu der Tiere gibt es immer wieder Geschichten, in denen sich Mensch und Wolf nahe kommen. Eine der bekanntesten ist die Erzählung von Mogli. In Rudyard Kiplings berühmtem «Dschungelbuch» zieht ein Wolfsrudel das elternlose Kind groß und zeigt ihm, was ein Wolf zum Überleben können muss. Auch im realen Leben gibt es das.

 

Der Film zum Comeback

Eine dieser wahren Geschichten wurde nun mit wunderschönen Naturaufnahmen und einer etwas pathetischen, aber doch anrührenden Handlung verfilmt. In «Wolfsbrüder» (Kinostart 7. Juni) erzählt Regisseur Gerardo Olivares die wahren Erlebnisse von Marcos Rodríguez Pantoja, geboren 1946 in der spanischen Provinz Cordoba.

1953 zog der Siebenjährige mit einem Ziegenhirten als dessen Gehilfe in die Berge. Der alte Mann lehrte ihn alles, was er für das Leben in der Wildnis wissen musste. Als der Hirte starb, blieb Marcos alleine zurück. Zwölf Jahre lang lebte er dort, ohne eine Menschenseele zu treffen. Seine einzigen Freunde: Ziegen, eine Eule, ein Frettchen und Wölfe.

«Ich sah einige kleine Wolfsjunge in den Bergen spielen und habe mich ihnen genähert, um mit ihnen zu spielen», erzählt Pantoja im Presseheft des Films. Bis in ihre Höhle folgte er den Welpen. Die Wolfsmutter knurrte ihn erstmal an. Ein Riesenschreck für Pantoja, doch seine Angst war unbegründet. «Auf einmal kam die Wölfin näher und hat angefangen, mich abzulecken. Ab diesem Zeitpunkt wurde ich akzeptiert.»

Für den Wolfskenner Blanché eine ungewöhnliche Freundschaft, aber nicht ausgeschlossen: «Wölfe sind soziale Wesen, man weiß, dass sie gegenseitig ihre Welpen versorgen, und wenn einer verletzt ist, wird er vom Rudel mit versorgt, die lassen ihn nicht einfach sitzen», erklärt er. Deshalb sei ein Kontakt zu einem Menschen möglich, der viel in der Natur unterwegs ist. «Wenn sie sich an ihn gewöhnt haben, baut sich die Scheu der Wölfe ab. Dann wäre es sogar denkbar, dass die ihn mitfuttern lassen.»

 

NIemals ein Hund

Trotz der möglichen Annäherung: «Ein Wolf wird kein Hund», sagt Blanché. «So einem Wolf können sie keinen Gehorsam beibringen.» Das gelte auch für Tiere, die in Gefangenschaft groß geworden sind. Einfach auswildern lassen sich diese Tierpark-Wölfe aber trotz ihrer typischen Verhaltensweisen nicht ohne weiteres.

Deshalb sind Experten auch skeptisch, ob der kürzlich aus einem Gehege im oberpfälzischen Lohberg entflohene Pandur überleben wird. «Er braucht Glück, es kommt darauf an, wie schnell er lernt, Beute zu machen», sagt die Direktorin des Bayerwald-Tierparks, Claudia Schuh. Der zweijährige Rüde ist gerade in dem Alter, in dem er auch in der Wildnis selbstständig geworden wäre.

«Wenn sich Pandur nichts zutraut, wird er sich in die Wälder zurückziehen und verhungern», schätzt die Tierärztin. Läuft es dagegen gut, könnte er sogar ein Rudel gründen. Eine gute Voraussetzung für die Suche nach einer Wölfin bringt Pandur nach Ansicht Schuhs auf jeden Fall mit: «Er ist ein schöner Wolf!»

 

Quelle: http://www.wn.de/Welt/Vermischtes/Vermischtes-Woelfe-kehren-nach-Deutschland-zurueck

( Text = vollständige Kopie :) )

Weiterempfehlen

Kommentare (7)
Um einen Kommentar zu schreiben einfach registrieren oder einloggen.
Sortieren nach Aktualität:
05.06.2012
Jayfeather hat geschrieben:
den film werd ich mir ansehen!
05.06.2012
Killari hat geschrieben:
Klingt nach nem sehenswerten Film. :)
04.06.2012
Michellino hat geschrieben:
Ich werde diesen Film auf jedenfall angucken. Wölfe sind coole Tiere! Ich hoffe das sie hier wieder eine Chance bekommen zu leben. Es heißt ja das das auch Luchse wieder nach Deutschland kommen. Wir sollten alle der Natur eine Chance geben ihre alte Schönheit wieder zuerlangen und aufhören sie auszubeuten. Außerdem denke ich, dass Leute die Wölfe gefährlich und aggressive finden sich vorher erkundigen sollten bevor sie über etwas urteilen.
Alles in allem ein sehr informativer Bericht!
04.06.2012
Aquene hat geschrieben:
wow echt cool ich hab das plakat schon gesehen und mich hat interesiert worum es geht ich bin aber noch nicht dazu gekommen nachzuschauen gut das du den bericht geschrieben hast
04.06.2012
Fabia hat geschrieben:
Der Film hört sich echt super an :)
ist bestimmt spannend den zu gucken
04.06.2012
Anne hat geschrieben:
Toller Bericht!
Schön das du das reingestellt hast und den Film muss ich unbedingt anschauen, aber ich schließe mich der Meinung von Franzi an.
Aber trotztem toll das du den Bericht gemacht hast! :)
04.06.2012
Franzichen hat geschrieben:
eigentlich ein schöner Bericht ;)
mich hätte es aber gefreut wenn du den Text noch in deinen eigenen Worten umgeschrieben hättest
es ist zwar schön das du drunter geschrieben hast das es eine vollständige Kopie ist
aber ich fände es besser wenn du diesen Text nur als Quelle genutzt hättest und daraus einen eigenen Text gemacht hättest

sind nur ein paar Tipps ;) für deinen nächsten Bericht
Login
E-Mail


Passwort


Kostenlos registrieren
Mitglied werden
Könnte dir auch gefallen
Wiederansiedlung der Luchse...
Bald werden im Pfälzerwald die ersten 3 von 20 Luchsen ausgewildert, dabei handelt es sich ... weiter lesen
Der 1. Deutsche Waldtag in Berlin
Der 1. Deutsche Waldtag in ...
Eine Woche nach dem Jugendworkshop „Wald.Wir.Zukunft.“ der Schutzgemeinschaft De... weiter lesen
Die Greivögel von Hellenthal - Und wie mich Joko Winterscheidt inspirierte
Die Greivögel von Hellenth...
Es ist eine witzige Geschichte, wie ich darauf gekommen bin, diesen Artikel zu schreiben. Vor ei... weiter lesen
Entdecker Tag im Zoo Leipzig
Entdecker Tag im Zoo Leipzig
Im Rahmen des Entdecker Tags im Leipziger Zoo haben wir am 13.8. gemeinsam mit Annika Milde vom ... weiter lesen
"Müllfreier" - Monat / Woc...
Ich habe ja versprochen ein kleines wöchentliches Tagebuch bezüglich meines müllf... weiter lesen
Deine Ansprechpartner
Marcel
Marcel Gluschak
WWF Jugend Community Manager
zum Profil
Luise
Luise Neßler
WWF Jugend Community Moderatorin
zum Profil
MarcelB
Marcel Brüssow
WWF Jugend Redaktion
zum Profil
Ronja96
Ronja Post
WWF Jugend Aktionsteamer
zum Profil
HannahFee
Hannah Fesseler
hilft dir bei technischen Fragen
zum Profil
AndreaRentschler
Andrea Rentschler
hilft dir bei Fragen zur WWF Jugend Mitgliedschaft
zum Profil
NicoleB
Nicole Barth
hilft dir bei Fragen rund um die WWF Jugend Camps
zum Profil