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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Wildkatze- die Rückkehr auf leisen Pfoten


von Juliaaa
14.03.2010
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Ich weiß... es gibt diesen artikel schon, aber das andere war nur ein steckbrief, daher hier noch mal die ganze Geschichte:

Wildkatzen- Die Rückkehr
Täglich sterben bis zu 150, größtenteils unerforschte Pflanzen- und Tierarten aus.
 

Abstammung

Die europäische Wildkatze (Felis silvestris) ist eine schwer bedrohte Art. Sie gehört zur Ordnung der Raubtiere. Ihre Familie ist die, der Kleinkatzen. Außerdem gibt es noch drei Unterarten:
- die Falbkatzen (Felis silvestris lybica), welche die Steppen, Savannen und Buschgebiete in Afrika und dem Nahen Osten bewohnen
- die Steppenkatzen ( Felis silvestris ornata), welche die Busch- und Grassteppen, Buschwäldern und das Gebirge Asiens beheimateten und
- die Waldkatzen (Felis silvestris silvestris), welche in den Wäldern Europas, jedoch nicht in Skandinavien leben.
 

Unterschied zur normalen Hauskatze


In Deutschland versucht man nur seit einiger Zeit die Waldkatze wieder einzubürgern. Oft fällt es den Menschen schwer die Wildkatze von einer normalen Hauskatze zu unterscheiden. Doch wenn man sich diese beiden Arten, die nicht voneinander abstammen, näher anschaut erkennt man sofort, dass die Wildkatze ein längeres Fell, einen zotteligeren Schwanz mit vielen schwarzen Ringen die in einer schwarzen Spitze enden und einen plumperen Körperbau mit einem wuchtigeren Kopf hat. Außerdem ist die Fellzeichnung nie deutlich zu erkennen.

Allgemeines

Die Lebenserwartung einer Wildkatze liegt bei 11- 15 Jahren. Ihre Größe ist ähnlich der, der Hauskatze nämlich 50-75 cm. Das Gewicht kann 3 bis zu sogar 8 Kilo erreichen. Wildkatzen sind wie alle anderen Katzen Einzelgänger. Die Wildkatze besitzt einen nahen Verwandten. Den Luchs. Auch er soll in Deutschland wieder eingebürgert werden. Die Wildkatzen kommen nur in Laub- und Mischwäldern vor. Doch Achtung- nicht jeder Wald eignet sich als Lebensraum für die Wildkatze. Die Wildkatze bevorzugt Altholz mit Baumhöhlen. Außerdem liebt die Wildkatze warmes Klima, doch sie hat sich auch an das deutsche feucht-kühle Klima gewöhnt. Man sieht sie nie im tiefen Wald, sondern eher an den Waldrändern. Nur wenige bekommen die Wildkatze zu Gesicht, denn sie lebt sehr rück gezogen, ist dämmerungsaktiv und sehr scheu.
Die härteste Jahreszeit für die Wildkatzen ist der Winter. Durch ihre kurzen Beine kann sie sich nur sehr schlecht im Schnee fortbewegen. Umso schwieriger ist es für die Waldkatzen, da sie im Winter auch auf Paarungssuche gehen. Im Frühling ist es dann soweit. Zwischen März und September bekommt die Wildkatze ihre Jungen. Das sind 2-4 (maximal 6) Junge pro Wurf. In einem guten Mäusejahr kann auch noch ein 2, Wurf im Herbst stattfinden. In den ersten Wochen verbleiben die jungen Wildkatzen in der Wurfhöhle und ernähren sich von der Muttermilch. Nach der 5. Woche wagen sich die Kleinen dann zum ersten Mal nach draußen, wo sie direkt auf Erkundungstour gehen. Ihr Instinkt Mäuse zu fangen ist angeboren, doch die Feinkoordination muss noch geübt werden.

Verschwunden? Doch wie?

Doch wie konnte die Wildkatze aus den deutschen Wäldern fast vollkommen verschwinden? Zum einen daher, dass die Jäger sie als Konkurrent sahen, da die Wildkatze ein Raubtier ist. Doch mittlerweile ist es bekannt, dass sich die Wildkatze hauptsächlich von allen unterschiedlichen Arten von Mäusen ernährt und dass sie dadurch einen großen Nutzen für den Menschen haben, denn Mäuse sind Ernte Schädlinge.
Zum anderen stellt der Straßenverkehr eine große Bedrohung für die Waldkatzen dar. Genaue Zahlen wie viele Wildkatzen schon daran gestorben sind gibt es nicht, da viele Menschen denken es wäre nur eine Katze gewesen. Daher sind Infoveranstaltungen eine große Hilfe zur Ausbreitung der Wildkatzen-Bestände.


Außerdem sind die Lebensräume von vielen Autobahnen stark isoliert worden. So fehlte der Gen-Austausch und viele Katzen starben.
Aus diesen Gründen hat der BUND ein Projekt ins Leben gerufen, um die Gebiete, in denen Wildkatzen leben miteinander zu verbinden. Wie? Zum Beispiel durch Wildbrücken. Diese ermöglichen es, dass die Wildkatzen von einem zum anderen Wald kommen können, ohne überfahren zu werden. So wurde das Zuhause der Wildkatzen um ein Vielfaches ausgeweitet.
Viele Biologen versuchen den Geheimnissen der Wildkatze auf die Spur zu kommen. Dazu eignen sich zum Beispiel Fotofallen. Diese ermöglichen dem Verhalten der Waldkatzen neue Erkenntnisse zu liefern. Außerdem können DNA-Tests dazu beitragen Kreuzungen zwischen Haus- und Wildkatze festzustellen.

Rückkehr

In vielen Wäldern oder Nationalparks versucht man die Wildkatzen zu züchten um sie dann später wieder auszuwildern. Dies kann dazu beitragen, dass die Population der Wildkatze gestärkt wird. Außerdem können die Katzen so geimpft werden um Krankheiten im Wildkatzen-Bestand vorzubeugen. Wir alle hoffen, dass sich die Wildkatze bald wieder in deutschland wie zu Hause fühlt ;)

Foto: David Lawson / WWF UK

Text: Informationen aus vielen versch. Quellen

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Kommentare (4)
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Sortieren nach Aktualität:
27.10.2010
Nyuuchan hat geschrieben:
Dein Bericht ist echt coll gewoden.( ;
19.03.2010
Juliaaa hat geschrieben:
Daaaanke =D
16.03.2010
Juliaaa hat geschrieben:
Jo, wie findet ihr den bericht? Ist für die schule =)
14.03.2010
Taki hat geschrieben:
Jedes Wildtier soll wieder in Deutschland leben, wir brauchen eine Artenvielfalt
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