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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Wenn Roboter einen Teil der Natur ersetzen (müssen)


von MaRyLoU
13.05.2013
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„Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zuleide,
flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!“

Gut möglich, dass kommende Generationen beim Summen dieses Liedes nicht mehr an die gelb-schwarz-gestreiften Beinen denken oder an Biene Maya, sondern an „Robo-Bee“. Wer  oder was „Robo-Bee“ ist? Das erste fliegende Roboterinsekt von der Größe einer Hausfliege und vielleicht sogar ein Retter der Menschheit und Pflanzen. 

Entwickelt wurde „Robo-Bee“ von Forschern der Harvard School of Engeneering and Appied Sciene.  Seit 10 Jahren basteln die Forscher an der Roboterbiene rum, welche ursprünglich für Überwachungsmöglichkeiten, Rettungseinsätze und die Suche von Personen entwickelt wurde. Doch aufgrund des drohenden Problems des Bienensterbens  soll „Robo-Bee“ auch zum Bestäuben von Blüten eingesetzt werden sollen. Die Roboterbiene wiegt 80mg und schlägt 120x mit den Flügeln in der Sekunde. Ganz fertig entwickelt ist sie allerdings noch nicht. Noch fehlt es an einer geeigneten Batterie, die leicht genug ist, sowie ein „Computer-Hirn“. Der Energieverbrauch von „Rob-Bee“ entspricht dabei übrigens ungefähr dem Energieverbrauch der meisten echten Insekten.

Die weltweite Wirtschaftleistung der Biene und anderer blütenbestübender Insekten beträgt  ca. 153 Millionen Euro! Zudem ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier (nach Rind und Schwein) in Deutschland.

80% der Wildpflanzen, wie Himbeeren, Brombeeren, Hagebutte und Faulbaum, sind auf die Insektenbestäubung angewiesen

 

 

Sollte nun das Bienensterben trotz Pestizidverbotes (Pestizide sind einer der Gründe für das Sterben der Bienen) weiter voranschreiten – was eine Kataststrophe wäre – könne „Robo-Bee“ Abhilfe schaffen. Schon Albert Einstein hat erkannt wie wichtig die Bienen für unser Überleben auf der Erde sind.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ 

- "Summ, summ, summ! Bienchen summ herum! Such in Bluemen, such in Blümchen dir ein Tröpchen, dir ein Krümchen! Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!" - 

Durch das Bestäuben von Bienen reifen nicht nur Äpfel und Kirschen heran, sondern es sichert auch das ökologische Gleichgewicht. Die Erträge von vielen Nutzpflanzen sind stark von der Insektenbestäubung abhängig und steigert diese enorm.

 

 

Doch „Robo-Bee“ kann wirklich nur als Zusatzhilfe dienen  – ein kompletter Ersatz scheint nicht möglich zu sein. Alleine für einen einzigen Apfelbaum werden sehr viele Bienen benötigt und in einem Bienenstock wohnen alleine 60.000 bis 80.000 Bienen, wie der Präsident des österreichischen Imkerbundes, Johann Grauscher, erläuterte. 

Durch eingeschränkten Lebensraum, Pestizideinsätze und die Umwletverschmutzung verkleinern sich die Bestände von den Bienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlingen stetig. Die daurch entstehende abnehmende Blütenbestäbung sorgt dafür das manche Sträucher und Bäume keine Früchte bilden können und das wiederum gefährdet z.B. das Überleben vieler Vogelarten im Winter, die sich von Wildfrüchten ernähren. Daher ist die Biene für die Stavilität des Ökosystems und die Vielfalt der Wildflora von großer Bedeutung!

Hier könnt ihr euch erste Flugversuche von "Robo-Bee" ansehen:

Link zum Viedeo auf Youtube

Quellen: Bienenbedeutung, Robo-Bee, Bilder wikimedia commons

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Kommentare (11)
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03.10.2013
gelöschter User hat geschrieben:
Ach du sch...!
Wie konte es denn so weit kommen?!
Jezt wird die Natur schon mit Maschinen ersetzt!
Und das nur, weil wir alle zu dumm sind, uns eine Lösung zu überlegen, wie wir den Bienen helfen können !!
25.05.2013
Makanie hat geschrieben:
Ach ja...das gibt außerdem noch ein bisschen mehr schlecht abbaubaren Müll !
25.05.2013
Makanie hat geschrieben:
Das ist doch gestört! anstatt sich mit der Forschung von diesen Scheiß-Geräten zu beschäftigen, sollten sie vielleicht lieber mal überlegen, wie sie die Bienen retten können!!!!
21.05.2013
Carina hat geschrieben:
Danke fürs Nachsehen, Lou! :)
18.05.2013
lotte98 hat geschrieben:
na ja echt schade, dass es so weit kommen muss dass sogar die bieden durch roboter ersetzt werden :( aber wenn es wirklich keine anndere lösung mehr gibt
15.05.2013
MaRyLoU hat geschrieben:
@Carina: habs nochmal nachgelesen und das hier dazu gefunden:
"Ein wichtiger Meilenstein wurde erreicht als es möglich war, das Abheben der Drohne zu steuern. Wie man im Video sehen kann, können die Forscher durch zwei Steuerantriebe unter den Flügeln die Neigung und Richtung beim Starten kontrollieren bzw. bestimmen."

"Auch Robert Wood, Kevin Ma und ihre Kollegen an der Harvard University müssen ihre "RoboBee" noch über einen Draht mit Energie versorgen. Darüber hinaus hat das Gerät selbst keine Sensoren, mit denen es den Flug kontrollieren könnte. Vielmehr beobachten acht äußere Kameras den kleinen Roboter von allen Seiten und übermitteln einem Computer die Bewegungen der künstlichen Biene. Der Rechner kontrolliert wiederum den Einsatz der "Flugmuskeln". "

Also bis jetzt per Fernsteuerung .D Ich vermute mal sie wollen aber wie gesagt so ne Art "Computerhirn" bauen, sodass nicht der Mensch jede Biene einzeln steuern muss.
15.05.2013
Carina hat geschrieben:
Und wer steuert diese ganze Bienen? Oder steuern die sich von alleine (--> Stichwort "Computer-Hirn")?
14.05.2013
LSternus hat geschrieben:
Ein so kleines Roberterinsekt zu schaffen, dass inder Lage ist Pflanzen zu bestäube ist technisch zwar beindruckend, ABER es ist eine riesen SCHANDE für den Menschen, dass dieser Schritt überhaupt nötig ist!
14.05.2013
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Oh nein!!! Ich will keine Roboterbienen -.- Es wissen einfach immer noch zu wenig Menschen, dass wir momentan überhaupt ein Problem haben mit Bienen. Die sind einfach nicht im Bewusstsein drin. Hoffentlich kriegen wir noch die Kurve!
14.05.2013
Marielle hat geschrieben:
Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich sehe es eher wie Alina: Anstatt uns darauf zu konzentrieren, die wahren Ursachen des Bienensterbens herauszufinden, basteln wir lieber an elektrischem Ersatz?! Mir kommt das eher wie ne sinnlose Spielerei vor als einer wirklich sinnvollen Lösung...
13.05.2013
AlinaSky hat geschrieben:
Krass! Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll... Anstatt die Ursache des Problems in Anspruch zu nehmen, wird versucht Abhilfe zu schaffen... Es ist ja erstaunlich und in vielen Bereichen sicherlich von großem Vorteil, dass die Technik so weit fortgeschritten ist, aber elektronische Bienen??? Ich weiß nicht...überzeugt bin ich nicht...
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