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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Vom Tod direkt ins neue Leben!


von midori
27.09.2014
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"Das, was wir Tod nennen, ist in Wahrheit der Anfang des Lebens". 

Es scheint, als hätten sie sich die Worte des berühmten schottischen Essayisten und Historikers Thomas Carlyle zu Herzen genommen. Die beiden jungen Unternehmer Gerard Moliné und Roger Moliné haben einen Weg gefunden, Tod in Leben zu verwandeln.

Der Tod ist ein Thema, mit dem die meisten Menschen sich nicht gern beschäftigen. Wenn er uns zu nahe kommt, haben wir einen geliebten Menschen oder unseren allerliebsten tierischen Gefährten auf immer und ewig verloren. Sie haben aufgehört zu sein. Aber wer sagt, dass aus dem Tod nicht wieder Leben erwachsen kann?


Das Unternehmen der beiden jungen Männer heißt Bios Urn und ist Teil eines Design Studios. Es soll eine Verbindung zwischen Natur und Design schaffen und auf diese Weise zu Veränderung beitragen. Was genau ist aber die geniale Idee hinter dem Namen?

Bios Urn offenbart einen smarten, nachhaltigen und umweltfreundlichen letzten Weg, den ein Mensch zu gehen hat. Aus Tod wird neues Leben. Wie das funktionieren soll? Bios Urn ist die erste biologisch abbaubare Urne, die die Asche eines Toten in einen Baum verwandelt.

Die Urne ist zweiteilig strukturiert. Im oberen Teil liegt der Pflanzensamen in der Erde und schlägt erste Wurzeln aus, die dann bald darauf auch in die unterste, die Ascheschicht reichen. Von dort beziehen sie zahlreiche Nährstoffe und das kleine Bäumchen kann ungehindert wachsen. Der Topf zersetzt sich mit der Zeit.

Es ist sogar möglich, zwischen verschiedenen Baumarten zu wählen. Je nachdem, ob man lieber in einer Buche, einem Gingko oder einem Ahorn weiterleben möchte.

Und natürlich wird dieser Service nicht nur für Menschen angeboten, sondern ist auch für geliebte Tiere verfügbar.

Bislang haben 7000 Menschen weltweit ihre Asche in neues Leben verwandelt. Aber aus welchen Gründen sollte man diesen Weg wählen, statt sich einfach begraben zu lassen? Zum einen handelt es sich um eine innovative Idee. Es ist aber auch nützlich und ästhetisch, es ist selbsterklärend, ehrlich und diskret. Und vor allem bietet es eine langfristige und unabhängige Lösung. Und - es ist nachhaltig!

Die Urne kostet derzeit 75 US$. Natürlich kommen noch Transportkosten hinzu. Die Urnen werden in alle Ecken der Welt verschickt.

Natürlich gilt es zu bedenken, dass man nicht in jedem Land dieser Welt frei mit der Asche eines Toten tun und lassen darf, was man möchte. In Absprache mit den Behörden sollte es jedoch kein Problem sein, diese Idee auch in Deutschland umzusetzen. Eine ähnliche Alternative ist der sogenannte Friedwald oder auch Ruhewald. Dort bekommt jeder Verstorbene einen eigenen Baum statt eines Grabes und am Stamm des Baumes ist ein kleines Gedenktäfelchen angebracht. So ruht der Tote in Frieden in der Natur.

Und? Wie findet ihr diese Idee? Ich finde sie wirklich großartig! Es ist ein toller Gedanke, dass man einem neuen Leben Kraft schenken kann und dann als Teil dessen doch irgendwie auf dieser Erde verbleibt. Mein Baum wird eine Buche! ;o)

In diesem Sinne - 'there's life, after life.'

**********************
© Titelbild: Wild Wonders of Europe / Konrad Wothe / WWF
© Website Bios Urn

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Kommentare (13)
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Sortieren nach Aktualität:
29.09.2014
AlinaSky hat geschrieben:
Danke für den Bericht! ;) Die Idee gefällt mir - Einen Baum auf dem Grab, finde ich schöner als ein Grabstein. Auch der Gedanke, dass aus der Asche eines geliebten Menschen oder Haustieres, wieder neues Leben entsteht, ist irgendwie tröstlich!
29.09.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
29.09.2014
SarahU hat geschrieben:
Ich finde die Idee super!
Danke für den Bericht! :)
29.09.2014
regentag hat geschrieben:
Schöne Idee :) Die Stimmung in Friedwälder finde ich sehr besonders - und irgendwie tröstlicher als auf normalen Friedhöfen.
29.09.2014
Taki hat geschrieben:
Ich finde die Idee gut. Solange mir keiner den Baum Abholzt.
28.09.2014
MaRyLoU hat geschrieben:
Ich habe von dieser Idee schon einmal gelesen. Und obwohl der Gedanke am Anfang ein bisschen befremdlich klingt, finde ich die Idee sehr schön. Mal davon abgesehen, dass der Gedanke entsteht, dass man direkt in der Natur lebt und nicht als Asche in einer Urne lagert, ist es auch für die Zurückgebliebenen ein vermutlich tröstender Gedanke, wenn man ein junges Bäumchen wachsen sieht, dass aus der Asche eines geliebten menschen entsteht :o)
28.09.2014
Zweitagsfliege hat geschrieben:
Ich finde das auch eine gute Idee. Ich hatte mir so etwas wie mit so einem Friedewald schon mal überlegt. Vom Aussehehen her ähnelt diese Urne zwar irgendwie eher einem Softdrink-becher, aber wenn man erst mal ins Gras gebissen hat, dürfte es einem ja auch herzlich egal sein, worin man kurzzeitig darunter liegt, ;)
28.09.2014
Lisa18 hat geschrieben:
Das ist eine wunderbare Idee!! Ich glaube, ich weiß jetzt, wie ich beigesetzt werden möchte ;)
28.09.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Ich glaube für viele Menschen ist die Idee erstmal befremdlich.. Aber ich bin auch der Meinung bei längeren Überlegungen ist das wirklich eine fantastische Idee!
Toll, auch die Idee mit dem Ruhewald!
28.09.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Das ist genial! So lebt man doch irgendwie weiter.
27.09.2014
AliceimWunderland hat geschrieben:
Meiner definitiv ein Ginko!

Traurigerweise habe ich letztens auf einer Beerdigung mich genau das gefragt, also ob es eine abbaubare Urne gibt... Super! Danke für die Antwort Uli :)
27.09.2014
lolfs hat geschrieben:
Ich finde, die Idee hat was für sich. Zum einen "lebt" man weiter - ein schöner Gedanke. Zum anderen pflanz man gleich noch einen Baum. Das ist ja auch nicht so verkehrt.
27.09.2014
Ria2000 hat geschrieben:
Hey, das ist ja echt ne geniale Idee! Du stirbst, pflanzt aber zur lelben Zeit ein neues Leben, in dem du enthlten bist! Cool! :) Danke für den Bericht!
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