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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Tierische Gewinner und Verlierer des Jahres 2014!


von midori
05.01.2015
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Und täglich grüßt das Murmeltier! Da ist doch tatsächlich schon wieder ein Jahr vergangen. Ein Jahr, in dem der WWF tolle Erfolge verbuchen konnte und in dem die WWF Jugend ihr fünfjähriges Bestehen gefeiert hat! Wem das zugute kommt? Unserer Erde! Und deshalb möchten wir euch auch diesmal die tierischen Gewinner vorstellen, die dank eurem und dem Einsatz des WWF ein erfolgreiches Jahr verlebt haben. Natürlich gehören zu einer solchen Bilanz auch immer die Verlierer - ein Rückblick in Bildern.


Der Bestand der orange-roten Schmetterlinge ist auf ein Rekordtief abgesackt. Die Population ging innerhalb eines Jahres um 44 Prozent zurück! Mit dem Monarchfalter droht ein einzigartiges Naturschauspiel zu verschwinden. Jeden Herbst fliegen Abermillionen Falter von tausende Kilometer Nordamerika nach Mexiko - und kommen dort immer am Totensonntag an. Für die Mexikaner symbolisieren die Schmetterlinge die Rückkehr der verstorbenen Seelen. Doch damit könnte es bald vorbei sein.


Der Salonga-Nationalpark in Afrika gilt als letzter Zufluchtsort der Bonobos. Doch immer mehr Wilderer dringen in den Nationalpark ein. Bald könnte der Zugang zu dem fast unberührten Gebiet noch leichter werden: Die kongolesische Regierung hat für einen Teil des Nationalparks Konzessionen zur Förderung von Erdöl vergeben.


Laut Roter Liste 2014 finden sich 94 Prozent der Primaten in einer der drei höchsten Gefährdungskategorien. Darunter findet sich sowohl die größte Lemurenart, der Große Indri („vom Aussterben bedroht“), sowie die kleinsten Primaten der Welt, der Berthe-Mausmaki („gefährdet“). Lemuren sind durch Lebensraumzerstörung und Wilderei besonders gefährdet.


Auch schon 2013 belegte der Elefant einen Platz auf der Verliererseite. 2014 lag die Wilderei auf Elefanten in Afrika zum vierten Mal in Folge über der natürlichen Reproduktionsrate. Einzelne Populationen sind inzwischen vom Aussterben bedroht. In ganz Afrika leben derzeit schätzungsweise rund 430.000 Elefanten.


Der Bestand der vom Aussterben bedrohten Nördlichen Breitmaulnashörner hat sich weiter verringert. Mit dem Nashornbullen Suni starb 2014 in Kenia das wahrscheinlich weltweit vorletzte fortpflanzungsfähige Männchen dieser Nashorn-Unterart. Damit gibt es nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner.


Im Herbst kam es in Alaska zu einem ungewöhnlichen Schauspiel: Auf einem Strand lagen dicht an dicht 35.000 Walrösser. Normalerweise ruhen sich die Tiere auf Eisschollen aus. Doch das arktische Packeis hat sich 2014 – vermutlich aufgrund des Klimawandels – stärker zurückgezogen. Die Tiere mussten notgedrungen auf das Festland ausweichen.


Population und Lebensraum des Löwen in Afrika schwinden dramatisch. Der König der Tiere steht vielerorts vor dem Aussterben. Man schätzt die Zahl der Löwen in freier Wildbahn auf etwa 23.000 Tiere. Wie zuletzt im Januar 2014 eine Studie von Science belegte, stehen die Löwen in Westafrika vor dem Aussterben. In Indien gibt es nur noch Restbestände.

Glücklicherweise lassen uns die Gewinner des Jahres 2014 auf bessere Zeiten hoffen! Hier sind die tierischen Stars des letzten Jahres!


Das größte Tier überhaupt bekommt mehr Schutz: Chile hat vor der Küste des Landes ein 70.000 Hektar großes Schutzgebiet eingerichtet. Etwa 250 Blauwale kommen jährlich in den Golf von Corcovado im Süden Chiles, um dort ihre Jungen aufzuziehen. Seit 2005 hat der WWF für das Schutzgebiet gekämpft. Weltweit gibt es maximal 25.000 Blauwale.


Im Sommer stand plötzlich ein Elch in einem Dresdner Bürogebäude. Obwohl Deutschland längst Elch-Einwanderungsland ist, dürfte das auch zukünftig nicht an der Tagesordnung sein. Wildschäden oder Probleme im Straßenverkehr müssen wir trotzdem thematisieren. Wir brauchen Elch-Managementpläne, um die Rückkehr der hierzulande einst ausgerotteten Hirschart zu einem dauerhaften Erfolg werden zu lassen.


Der Ölkonzern SOCO International beendet die Aktivitäten zur Ölförderung im Virunga-Nationalpark. Damit ist die Gefahr für das UNSECO-Weltnaturerbe vorerst abgewandt. Die Region ist Heimat von etwa 200 gefährdeten Berggorillas. In einer globalen Kampagne hatte sich der WWF für den Nationalpark eingesetzt. Um die Heimat der Berggorillas dauerhaft zu schützen muss die Regierung des Kongos aber alle Öl-Konzessionen für Virunga zurücknehmen.


2014 war ein Rekordjahr für die Wiederansiedlung der Bartgeier in den Alpen. Mit zwei ausgewilderten Tieren und acht in der Wildnis geschlüpften bekommt die Population einen wichtigen Wachstumsschub. 1986 wurden Bartgeier in den Alpen durch den WWF ausgewildert. Heute gibt es wieder über 150 Tiere in den gesamten Alpen.

Zugegeben - es gibt im Jahr 2014 mehr Verlierer als Gewinner. Aber das muss nicht heißen, dass es im neuen Jahr genauso sein wird! Mit eurer tatkräftigen Unterstützung retten wir die Welt und all ihre wunderbaren Lebewesen mit jedem Tag ein bisschen mehr - eure Mitgliedschaften wirken. Auch dank eurer 3€ Mitgliedschaft im Monat können Blauwale, Elche, Berggorillas und Bartgeier in eine vielversprechendere Zukunft blicken! Danke, dass ihr euch für unsere Erde einsetzt. Wir freuen uns auf ein neues und aktives Jahr 2015 mit der WWF Jugend! :o)

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Monarchfalter © naturepl.com / Ingo Arndt / WWF-Canon
Bonobo © naturepl.com / Karl Ammann / WWF-Canon
Lemur © naturepl.com / Edwin Giesbers / WWF-Canon
Elefanten © Angela Carpinacci Francesco Lupi / WWF-Italy
Nördliches Breitmaulnashorn © Martin Harvey / WWF-Canon
Walross © Steve Morello / WWF-Canon
Löwe © Roger Hooper / WWF-Canon
Blauwal © naturepl.com / David Fleetham / WWF-Canon
Elch © Staffan Widstrand / WWF
Berggorilla © Angela Carpinacci Francesco Lupi / WWF-Italy
Bartgeier © naturepl.com / Markus Varesvuo / WWF-Canon

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Kommentare (13)
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Sortieren nach Aktualität:
19.01.2015
screamingeagle hat geschrieben:
Wow ich finde den Bericht echt eindrucksvoll und motivierend. Man sollte aber den "Verlierern" des Jahres nicht hinterhertrauern, sondern für ihren Fortbestand sorgen! Aber irgendwie finde ich den Namen Verlierer auch nicht so passend, da die betroffenen Tiere ja sicherlich am allerwenigsten für die Verringerung ihres Bestandes können. ..
10.01.2015
Kol1br1 hat geschrieben:
Die Fotos sind alle total schön.
09.01.2015
OekoTiger hat geschrieben:
Traurig, das es viele Verlierer gibt...
08.01.2015
Ria2000 hat geschrieben:
Ja, das ist echt schlimm! Es stand zweimal auch in der Zeitung, dass 2014 ein extrem schlechts Jahr für denNaturschutz war! :(
08.01.2015
julchen.blubb hat geschrieben:
Echt schöner Bericht :) vielen Dank!
Es ist wirklich sehr traurig wie viele "verlierer" es gibt, jedoch freue ich mich auch über die Gewinner und hoffe das wir alle gemeinsam darauf aufbauen können :)
07.01.2015
Jojo47 hat geschrieben:
Danke für den interessanten Bericht :) Es ist zwar traurig das es so viele "Verlierer" gibt, doch ich finde es gut nochmal klar vor Augen zu haben was wir in diesem Jahr versuchen sollten zu erreichen! Und natürlich freue ich mich über die Gewinner;)
07.01.2015
lonelyguy hat geschrieben:
Toller Bericht! Es ist gut zu wissen wer so "Gewinner" und "Verlierer" ist!
07.01.2015
luisabonn hat geschrieben:
Ich freue mich über die vielen Erfolge :)
jedoch hoffe ich , dass WIR 2015 noch mehr erreichen können.
06.01.2015
Etka91 hat geschrieben:
Vielen Dank fuer dein Bericht es ist wirklich Schade wie die Zahlen aussehen aber ich hoffe dieses Jahr werden wir Verlierer Seite helfen
06.01.2015
LSternus hat geschrieben:
Ich dachte erst die Verliererliste nimmt gar kein Ende, so viel zum frohen neuem Jahr...
Was mich überrascht, ist das der Berggorilla auf der Gewinnerseite steht. Allerdings eine angenehme Überraschung.
06.01.2015
Ronja96 hat geschrieben:
IEs macht mich einerseits sehr traurig diese Bilder und Zahlen zu sehen, aber andererseits freut es mich auch unheimlich für die "Gewinner" 2014. Wir werden dieses Jahr alles geben, damit die derzeitigen "Verlierer" nächstes Jahr auch Gewinner sein können.
06.01.2015
Laura619 hat geschrieben:
Mich macht diese Bilanz einerseits wahnsinnig traurig, andererseits lässt sie mich auch hoffen! Es ist toll, dass der WWF so viele Erfolge verbuchen konnte und ich verstehe nicht, warum es Menschen gibt, die sich nicht dafür interessieren und die Augen verschließen..
Auf ein erfolgreiches Jahr 2015! Wir schaffen das Leute!
05.01.2015
Sunlight hat geschrieben:
Danke für dieses Resümee! Auch wenn es mich sehr traurig macht, dass es 2014 so viele Verlierer gibt, sollten wir uns sicherlich erst mal über die Gewinner freuen und die Verlierquote als Anreiz für noch mehr Einsatz in 2015 nehmen... Auf die Zukunft von Monarchfalter, Bonobo, Lemur, Elefant, Breitmaulnashorn, Walross und Löwe! :)
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