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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
SZ Interview mit Janosch Arnold


von JanaMarie
02.08.2012
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27 P
Tags: Wolf

Hallo zusammen :)

Ich habe vor kurzem ein Interview in unserer lokalen Zeitung (SZ = Schwäbische Zeitung) gefunden. Ein Interview mit dem Referenten für Großsäuger des deutschen WWF. Es geht um die Wiedereinsiedlung von Bär und Wolf in Mitteleuropa. Das Interview ist vom 20. Juli 2012.

SZ: Ist es überhaupt wnschenswert, dass sich Bär und Wolf wieder im Alpenraum ansiedeln?  

Arnold: Ja, weil Bär und Wolf ein Teil unserer natürlichen Fauna sind.

SZ: Was sagen Sie Leuten, die der Meinung sind, dass Bär und Wolf zu gefährlich für das übervolle Mitteleuropa sind und der Mensch Vorragn haben sollte?                                                    

Arnold: Wir meinen, dass sauch heute noch ausreichend lebensraum vorhanden ist. Bär und Wolf brauchen auch keine reine Wildnis und kommen in unseren Kulturlandschaften durchaus zurecht.

SZ: Warum kommen die Tiere überhaupt wieder?   

Arnold: Die Lebensräume haben sich geöndert, es ist alles da, was sie brauchen, die Nahrungsgrundlage stimmt. Und außerdem greift der Schutz, Bären und Wölfe werden nicht mehr abgeschossen.

SZ:Ist eine Koexistenz zwischen Mensch und Wildtier möglich?

Arnold: Das Beispiel der Länder, in denen Bär und Wolf nicht verschwunden sind, zeigt , dass der Mensch mit ihnen konfliktarm zusammenleben kann. Voraussetzung ist, dass man ein tragfähiges Wildtiermanagement schafft.

SZ: Wie kann das aussehen?

Arnold: Ein solches Programm hat mehrere Säulen. Eine Säule ist die Öffentlichkeitsarbeit. Man muss Menschen aufklären, wie sie gefahrlos mit den Tieren zusammenleben können. Zudem muss man Konfliktherde identifizieren und entschärfen. Ganz zentral dabei ist, dass man den Schutz von Schaf- und Rinderherden gewährleistet. Wenn Schäden entstehen und Tiere gerissen werden, muss sichergestellt sein, dass Ausgleichzahlungen geleistet werden. Im Fall vom Bär kommt hinzu, dass man vermeiden muss, dass Bären sich an Menschen gewöhnen. In der Regel ist es so, dass bei Bären, die für Probleme sorgen, immer vorher Fehler gemacht worden sind.

SZ: Könte sich Deutschland gegen die Ansiedlung entscheiden - könnte man Bär und Wolf an der Grenze abschießen?

Arnold: Nein, das geht nicht, weil die Tiere einen strengen Schutz genießen - und zwar der FFH-Richtlinie der EU, die für uns Gesetzescharakter hat. Deutschland ist verpflichtet, den günstigsten Erhaltungszustand zu gewährleisten.

SZ: Was bedeutet das?

Arnold: Deutschland muss alles tun, damit die Tiere sich hier ansiedeln oder auch nur durchwandern können - und dass auf der anderen Seite die Probleme mit der Bevölkerung minimiert werden.

SZ: Sie haben das Ziel, bei Bör und wolf im Alpenraum "eine überlebensfähige Population" sicherzustellen. Was heißt das?

Arnold: Diese Region kann man nicht isoliert betrachten, auch der alpenraum wird von anderen Gebieten beeinflusst. Unser Ziel ist es, dass in diesem miteinander verbundenen Landschaften rund 1000 reproduktionsfähige Tiere leben. Es ist nicht wichtig, auf welcher Fläche es geschieht, sondern dass die Population zusammenhängt.

 

Ich hoffe ich habe nicht zu viele Tippfehler gemacht :D

 

                                                                            

 

 

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
10.09.2012
Chrisly hat geschrieben:
Ich les die Schwäbische Zeitung auch, das Interview hab ich aber wohl verpasst, gut es jetzt auf diesem Wege doch noch zu lesen !
03.08.2012
Meelyn hat geschrieben:
Ja sehr interessant und informativ. Danke! :)
Da muss wirklich was passieren in den Köpfen der Menschen damit das funktioniert, denke ich. Und die Wolfpfoten-Sprühaktion ist schon ein wichtiger Beitrag dafür.
03.08.2012
midori hat geschrieben:
Vielen Dank fürs Abtippen dieses informativen Interviews, liebe JanaMarie! Echt super, dass Du uns das nicht vorenthalten hast, denn es fasst ganz wunderbar alle Fakten und Fragen zusammen, die die meisten Menschen im Kopf haben! :o)
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