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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Stachlige Neuigkeiten aus der Tierwelt


von Girty
19.10.2011
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Ich habe vorhin in der Rheinpfalz einen Artikel gelesen, der mich wirklich freudig gestimmt hat. Und deshalb will ich ihn euch auf keinen Fall vorenthalten :) 

 

"In Deuschland gibt es dieses Jahr besonders viele kleine Igel. Das schöne, warme Wetter im Spätsommer hat für reichlich Nachwuchs gesorgt. Das berichtet Ingrid Seime. Sie arbeitet für den Naturschutzbund und kennt sich mit den Tieren gut aus. Sie sagt: 'Viele Igelweibchen haben Würfe von Jungen zur Welt gebracht, deutlich mehr als in anderen Jahren.'

Igel fressen gerne Insekten, Würmer, Spinnen und Schnecken. Sind sie einmal ausgewachsen, dann haben sie bis zu 8000 Stacheln und wiegen bis zu eineinhalb Kilogramm. Ingrid Seime nimmt Igelbabys auf, die ihre Mama verloren haben. Sie füttert sie vor dem Winter, damit sie möglichst viel Fett ansetzen. In den kalten Monaten schlafen die Tiere dann. Viele Menschen rufen bei der Igelexpertin an, weil sie einen kleinen Igel gefunden haben. Ingrid Seime ermuntert sie, den Igelbaby selbst über den Winter zu helfen. Denn die Tiere brauchen nicht viel. Sie sind genügsam. Die Menschen können ihnen Katzenfutter oder Hundefutter geben. Auch ein paar Regenwürmer oder gar eine tote Maus oder einen toten Vogel mögen die Stacheltiere.

Wer sich entscheidet, einen kleinen Igel durch den Winter zu bringen, der muss aber etwas beachten: Er 'sollte auf jeden Fall einen Balkon haben. Denn Igel stinken ganz schön', so die Fachfrau. Ingrid Seime aber warnt, vorschnell einen kleinen Igel mitzunehmen. Es muss sicher sein, dass die Mutter nicht in der Nähe ist. Solange die Babys nämlich noch gesäugt werden, haben sie selbst im Oktober noch gute Chancen, den Winter unbeschadet zu überstehen. Wirklich hilfsbedürftige Igel sind etwa daran zu erkennen, dass sie tagsüber unterwegs sind, abgemagert erscheinen und sich apathisch verhalten.

Ingrid Seime wohnt mit ihrem Mann in Jena im Bundesland Thüringen. Seit mehr als 15 Jahren kümmern sich die beiden schon um Igel. Zu sehr ins Herz schließen sie die kleinen Racker aber nicht. Denn nach dem Winter müssen sie Abschied nehmen. Dann werden die Igel freigelassen. Gartenbesitzer können übrigens helfen, dass möglichst viele Igel den Winter überleben. Wenn sie Laub, Zweige und totes Holz einfach bis zum Frühjahr liegen lassen, dann bekommen Igel ein Quartier, in dem sie den Winter verschlafen können."

 

Ich finde das ist eine ganzganz tolle Sache! Wir haben selbst ein paar Igel im Garten, die sich auf den Winter vorbereiten und meinen Katzen regelmäßig das Futter wegmampfen. Total lustige und goldige Tiere :D

Foto: © Anton Vorauer / WWF-Canon

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Kommentare (10)
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21.11.2011
LaLoba hat geschrieben:
Ich habe erst letztens abends einen Igel gesehen, der neben der Straße ins Gebüsch gehuscht ist. Das sind echt süße Tiere. Vielleicht kann ich meine Mutter auch dazu überreden, einen Blätterhaufen im Garten liegenzulassen ;-)
26.10.2011
Oekojule hat geschrieben:
Och wie niedlich! Hoffentlich bleibt das so! Wir haben bei uns im Garten auch immer wieder mal Igel. Das letzte mal saßen zwei am hellichten Tage mitten im Weg wie erstarrt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass die Kleinen nicht immer auf diese äußerst dumme Idee kommen, auf die Straße zu rennen. Jeder, der einen igelbewohnten Garten hat, sollte wirklich einen kleinen Zaun zur Straße aufziehen.
21.10.2011
BackToNature hat geschrieben:
Ich habe auch schon einen kleinen Igel durch den Winter gebracht. Ich war mit ihm bei einer Igelauffangstation (Tierarzt oder andere Naturschutzorganisation tut es auch) zum impfen und untersuchen. Ich habe ihn allerdings drinnen aufgepäppelt, weil er so krank und schwach war und ihn dann in eine Umzugskarton mit Isomatten umwickelt draußen Winterschlaf halten lassen. Im Frühjahr konnte er gesund und munter zurück in die Natur.
20.10.2011
Nivis hat geschrieben:
Ich will dieses Jahr auch einen Winteruntrschlupf in meinem Garten installieren :)
20.10.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Wie schön! :) Wir haben versucht Igel, die verletzt waren oder aufgezogen wurden, bei uns auszusetzen ( haben sehr großen Garten) aber sie sind leider nicht bei uns geblieben ...
20.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Sehr süßes Artikel :) Wir hatten mal 2 kleine Igel im Garten :)
20.10.2011
NightWolf hat geschrieben:
Das ist echt schön :) Nur leider werden Igel auch sehr oft Wirte vür Flöe und Zecken. Deshalb sollte man immer auch etwas vorsichtig sein, wenn man sich dazu entschließt einen Igel über den Winter durchzubringen. Am besten ist es immer ihn vorher zum Tierarzt zu bringen und erst einmal durchchecken zu lassen :)
20.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ich hab mal nen Igel gerettet der war mit über 20!!! Zecken übersät. Wir haben ihn völlig geschwächt gefunden aber nachdem wir die zecken gezogen hatten war er puzmunter :D
20.10.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Mich freuts wenn sie die Spinnen wegmampfen, dann muss ich sie nicht in der Wohnung einfangen und iwo aussetzen :)

Wir hatten mal eine Igelfamilie im Mülleimer (die großen, die dann von der Müllabfuhr mitgenommen werden) und die haben so viel Lärm gemacht, dass wir dachten es wären Einbrecher :)
Unsere Hündin war immer total beeindruckt wenn sie einen Igel gesehen hat und hat ihn den ganzen Abend aus sicherer Entfernung beobachtet. War wirklich süß :)
20.10.2011
midori hat geschrieben:
In Jena! In Thüringen!! Einwandfrei! :D

Wir haben auch schonmal einen kleinen Igel überwintert. War wirklich eine spannende Sache. Trotzdem muss man sich dazu ein wenig belesen. Ganz so einfach ist es auch nicht. Aber trotzdem schön, wenn man ihn im Frühjahr wieder aussetzt und sieht, wie er sich langsam davonschnuppert :o)

Es ist natürlich auch super, dass es wieder mehr kleine Igel gibt. Allerdings ist es nun leider auch so, dass Herbstwürfe nur eine geringe Chance haben, den Winter zu überstehen. Grade nach diesem Temperatursturz vor ein paar Tagen haben sie es sicher schwer. Ich drück ihnen aber die Daumen! ;o)

Danke für den Bericht! :o)
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