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Sensationelle Zwillingsgeburt bei den Bonobos im Wuppertaler Zoo


von Debora
10.06.2012
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19 P
Tags: NRW

Habt ihr davon schon gehört oder waren einige von euch bereits dort?

Zum ersten Mal in einem Zoologischen Garten sind im August 2011 im Zoo Wuppertal lebende Zwillinge, der seltenen und hochbedrohten Menschenaffenart Bonobos, auch Zwergschimpansen genannt, zur Welt gekommen.

Weltweit ist es erst die zweite Geburt von Bonobo-Zwillingen in einem Zoologischen Garten. Die 1. Zwillingsgeburt hat es am 19.03.1995 im Columbus Zoo, USA, gegeben. Dort kam aber nur eines der zwei männlichen Jungtiere lebend zur Welt. Bei Menschenaffen sind Zwillingsgeburten generell seltener als bei Menschen.

Die Mutter "Eja" hat beide hervorragend angenommen und zieht seitdem Zwillinge auf, was weltweit bisher noch nie vorher bei Bonobos geschah. Das Geschlecht der beiden gab die Mutter erst im Dezember preis, es handelt sich um zwei kleine Männchen. Die Tierpfleger tauften die beiden Jungs auf die Namen Azibo (was so viel wie "die ganze Erde" bedeutet) und Ayubu ("Ausdauer/Beharrlichkeit").

Kurze Information zu dem Bonobo:

Der Bonobo oder Zwergschimpanse (Pan paniscus) ist eine Primatenart aus der Familie der Menschenaffen (Hominidae). Gemeinsam mit dem Gemeinen Schimpansen bildet er die Gattung der Schimpansen (Pan). Von seinem bekannten Verwandten unterscheidet er sich durch sein friedlicheres Verhalten und eine zierlichere Statur. Trotz seiner Bezeichnung als Zwergschimpanse gleicht seine Größe annäherungsweise den Vorgenannten.

Verbreitung und Lebensraum:

Bonobos sind in der Demokratischen Republik Kongo endemisch, wo sie nur in den mittleren und südlichen Landesteilen vorkommen. Der Flussbogen des Kongo stellt die nördliche Verbreitungsgrenze dar, dieser kaum überquerbare Fluss bildet auch die Grenze zur Heimat der Gemeinen Schimpansen. Im Süden sind sie heute bis zu den Flüssen Kasai und Sankuru beheimatet. Früher reichte ihr Verbreitungsgebiet jedoch weiter nach Süden, vermutlich bis in den Norden Angolas.
Im Gegensatz zu den Gemeinen Schimpansen sind Bonobos auf Wälder beschränkt, sie bewohnen vorwiegend tropische Regenwälder.

Bedrohung:

Bonobos gelten als bedrohte Tierart, sowohl auf Grund des Verlustes ihres Lebensraumes als auch auf Grund der Bejagung durch den Menschen zum Verzehr (Buschfleisch). Die IUCN listet sie als stark gefährdet.
Schätzungen über die Gesamtpopulation sind kaum durchführbar. Als Beispiel für die Unsicherheit mag dienen, dass 1995 zwei Studien erschienen sind, von denen eine die Gesamtpopulation auf nur noch 5000 Tiere schätzte, während die andere berichtete, dass die Gesamtzahl größer als bisher angenommen sein und über 100.000 Tiere betragen könnte. Der WWF ging 2009 von höchstens 50.000 Tieren aus.
Zum Schutz der gefährdeten Menschenaffen hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo 2006 ein großes Regenwaldgebiet unter Naturschutz gestellt, das Lamoko-Yokokala-Reservat in der Provinz Équateur.

Das ist doch ein Besuch wert und wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr auch direkt das kleine fünf Monate alte Eisbärmädchen Anori besuchen.


Quellen:

http://www.zoo-wuppertal.de/aktuelles.html
http://www.zoo-wuppertal.de/aktuelles/details/browse/1/article/das-geheimnis-ist-gelueftet-die-bonobozwillinge-sind-zwei-jungs/7.html
http://www.zoo-wuppertal.de/aktuelles/details/browse/1/article/sensationelle-zwillingsgeburt-bei-den-bonobos-oder-zwergschimpansen/7.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bonobo

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Kommentare (3)
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13.06.2012
Debora hat geschrieben:
Hallo, danke fürs Lesen und für die Kommentare. Ich werde auf jeden fall mal dahin fahren.

@ LSternus: Ich habe auch den Bereicht von Rhino gelesen und mir das Video angesehen, sodass ich das auch nicht für richtig halte, dass die 2 keine Außenanlage haben und keine anderen Artgenossen. Leider konnte ich die Petition nicht mehr zuschicken.
Fakt ist aber, dass der Zoo auf Gelder angewiesen ist von der Stadt Wuppertal und von den Einnahmen der Besucher, wenn diese nicht kommen, hat der Zoo kein neues Kapital zur Verfügung für eine neue Außenanlage.

Denn in 2006 wurde unteranderem die völlig umgestaltete und vergrößerte Außenanlage für Gorillas wiedereröffnet. Die Anlage ähnelt in ihrer Bauweise der ebenso 2003 eröffneten Orang Utan-Freianlage und bietet ihren Bewohnern auf 525 qm einen naturnahen Lebensraum. Ein Bachlauf, Rasen, Bäume und Sträucher, künstliche Felsen und reichlich Klettermöglichkeiten gehören dazu. Das heißt, sie bemühen sich den Zoo umzugestalten.

Vielleicht findet der Zoo noch eine Möglichkeit einen Teil vom Gorilla-Gehege abzutrennen, um den Bonobos einen Zugang zum Frei-Gehege zu verschaffen, denn die haben ja schließlich Nachwuchs bekommen und brauchen daher auch wieder mehr Platz.
Vielleicht könnte man die 2 Schimpansen an einen anderen Zoo vermitteln, wo bereits andere Artgenossen sind, die eine Außenanlage zur Verfügung haben und damit sie nicht mehr in trauter Zweisamkeit bleiben müssen.
11.06.2012
Viveka hat geschrieben:
Tolle Nachrichten!
Da kann man der kleinen Familie nur noch alles Gute für die Zukunft wünschen (:
11.06.2012
LSternus hat geschrieben:
Das hört sich wirklich schön an, auch wenn ich mich an die Bilder aus den Primatengehegen aus dem Wuppertaler Zoo erinnere, die ich ihr in der Community gesehn habe, wundert mich schon, dass das der Zoo war.
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