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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Schützt unsere Moore


von RonjaJanina
10.03.2013
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Die Bekassine ist der Vogel des Jahres 2013. Sie soll die Botschafterin für Feuchtwiesen und Moore sein, denn diese werden immer mehr durch uns Menschen zerstört. Somit wird auch ihr Lebensraum und der von anderen Arten kaputt gemacht.

Lebensraum Moor

Moore gehören zu den gefährdesten Ökosystemen Deutschlands mit einer beeindruckenden Tier-und Pflanzenvielfalt. Viele von diesen Pflanzen und Tieren, die zeitweise oder ganzjährig auf Feuchtigkeit angewiesen sind, können nur hier überleben. Charakteristisch für unsere Moore sind Torfböden, die Wasser speichern wie ein Schwamm. Für viele Vogelarten dienen sie als wichtige Rast- und Brutplätze, denn die wasserreiche Umgebung schützt sie vor Fressfeinden. Die lockere obere Moosschicht steckt zudem voller Leben und ist ein reich gedeckter Tisch - ideal zur Nahrungssuche für viele Schnepfenarten wie die Bekassine.

Moore sind außerdem wichtige Kohlenstoffspeicher. Sie bedecken zwar nur drei Prozent der Landfläche unserer Erde, in ihnen lagert jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie in allen Wäldern zusammen. Für den Klimaschutz sind sie daher besonders wichtig. Denn wenn aus abgestorbenen Pflanzenresten Torf entsteht, wird darin Kohlenstoff dauerhaft gebunden. Zerstörte Moore setzen jedoch in extrem kurzer Zeit  enorme mengen von klimawirksamen Gasen frei, die zuvor Jahrtausende im Boden eingeschlossen waren. Dies gefährdet unser Klima.

Lebensraum Grünland

Grünland ist nicht gleich Grünland. Heute werden 90 Prozent des Grünlandes in Deutschland intensiv bewirtschaftet, sodass viele Vogelarten wie die Bekassine keine geeigneten Lebensbedingungen mehr dort finden. Außerdem werden viele Flächen entwässert , wo es dann später an Überflutungen mangelt. Sollten es Brutvögeldann doch mit der Brut wagen, wird der Erfolg meistens ausbleiben: die Mahdtermine sind oft zu früh angesetzt. Darum werden ihre Nester durch Traktoren und Mähwerke zerstört. Auch zu viele Viehdichten tragen ihren Anteil dazu bei.

Außerhalb von Schutzgebieten und renaturierten Flächen treffen Vögel kaum noch Bedingungen für die erfolgreiche Brut an.

Wie wir helfen können...

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: bunte Gärten ohne Torf. Der Torf in unserer Blumenerde entsteht im Moor. Für einen Meter Torf vergehen bis zu 1000 Jahre. Durch den Toefabbau zerstören wir die Moore und nicht nur unsere, denn wir lassen auch große Mengen Torf aus anderen Ländern importieren. Überhaupt kommen beim Torfabbau große Mengen von Treibhausgasen frei und so beschleunigen wir weltweit den Klimawandel. Indem wir also Blumenerde ohne Torf kaufen, werden wir nebenbei Artenschützer und Klimaschützer- das hört sich doch prima an!

Torffreie Erde gibt es z.B. von den Marken Euflor, Floragard, Florissa, Frux, Neudorff, Ükohum und Substral. Beim Kauf bitte darauf achten, dass die Erde wirklich zu 100% torffrei ist, denn torfreduziert oder torfarm bedeutet, dass noch jede Menge Torf in der Blumenerde enthalten ist!

Quellen: www.nabu.de  (dort könnt ihr noch mehr & genaueres über Moore erfahren)

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Kommentare (2)
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10.03.2013
Anne95 hat geschrieben:
Danke, dass du auf diese Problematik aufmerksam machst. Ich glaube, darüber müssen viel mehr Menschen informiert werden! Ich werde in Zukunft darauf achten, keine Pflanzenerde mit Torf zu kaufen.
10.03.2013
castronioni hat geschrieben:
Ich finde auch das man die letzten Moore und Sümpfe in Deutschland schützen sollte! Aber wann ist es eigentlich ein Sumpf oder ein Moor? Denn bei mir gibt es ein paar Stellen wo eig viel Schlamm ist und im Sommer auch Sumpfartige Pflanzen wachsen..
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