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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Papageien in Deutschland


von Jayfeather
10.07.2013
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Papageien in Deutschland? Unmöglich!

Das denken wohl viele Menschen, doch seit einigen Jahren kann man in Städten wie Heidelberg etwas Besonderes beobachten: Hunderte von Halsbandsittichen besiedeln die Stadt.

Der ursprünglich aus Afrika und Asien stammende Vogel hat gelernt mit unserem kälteren Klima zurechtzukommen und den Winter zu überleben. Immer wieder kommt es vor, dass Papageien aus Zoos und Privathaltungen entkommen. Die meisten Vögel sterben nach kurzer Zeit, doch der Halsbandsittich hat es geschaft zu überleben und sich sogar zu vermehren.

Der Halsbandsittich nistet in Baumhöhlen, die er selbst bauen kann und ernährt sich von Sämereien, Blüten und Nektar, Nüssen, Beeren und anderen Früchten sowie gelegentlich von Insekten und deren Larven. 

Einige Biologen wollen diese Art in Deutschland nun Ausrotten. Sie befürchten, dass die Papageien ökologische und wirtschaftliche Schäen hervorrufen könnten. Andererseits könnten sie anderen Höhlenbrütern nützlich sein, da diese die verlassenen Höhlen der Halsbandsittiche zum Nisten nutzen könnten.

Zurzeit wird überprüft ob der Halsbandsittich zur Schwarzen Liste hinzugefügt werden sollte. Ist dies der Fall wird seine Vermehrung z.B. durch Zerstörung der Brut oder Freigabe zum Abschuss verhindert.

 

Ich war sehr erstaunt, als ich heute im Fernsehen etwas übder den Halsbandsittich in Deutschland erfahren habe. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland freilebende Papageien gibt. Deshalb dachte ich mir ich schreibe einen Artikel darüber ;) Leider habe ich nichts aktuelles zu dem Thema gefunden. Die letzen Berichte, die ich gefunden habe sind von anfang 2012. Aber vielleicht hört man in nächster Zeit mal wieder etwas von den grünen Papageien.

 

Bild: http://www.natur-lexikon.com/Texte/mh/001/00024-Halsbandsittich/mh00024-Halsbandsittich.html

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Kommentare (13)
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04.08.2013
Svea97 hat geschrieben:
Es hätte schon was, diese Vögel mitten in Deutschland herumfliegen zu sehen ;)

Allerdings muss man den einheimischen Arten meiner Meinung nach den Vorrang geben. Falls die Sittiche diese also massiv verdrängen, sollte man etwas dagegen unternehmen, um die einheimischen Vögel zu schützen.
Obwohl die Vögel abzuschießen ziemlich "brutal" erscheint, die gehen schließlich nur ihrem natürlichen Verhalten nach und können im Grunde nichts dafür. Schließlich sind wir verantwortlich dafür, dass die Vögel hier ins Freie gelangt sind.
04.08.2013
Kerstin hat geschrieben:
Eine irgendwie witzig Vorstellung, im nächsten Baum einen knallbunten Sittich sitzen zu sehen.
Danke für den Artikel :-)
12.07.2013
Janine hat geschrieben:
@Taki: Sag mal, liest du eigentlich die Antworten, die wir in den Kommentaren auf deine Fragen geben? Oder die vorangegangenen Kommentare?? ;o)

Hier sind noch drei andere Artikel zu Neophyten in Deutschland. Und in den Kommentaren findest du noch weitere Ergänzungen:

Hier ein langer Artikel von Maide über sämtliche Arten:
http://www.wwf-jugend.de/entdecken/klima/artikel/invasion-der-tiere-und-pflanzen;1146

Hier geht es um Nandus in Mecklenburg-Vorpommern
http://www.wwf-jugend.de/entdecken/deutschland/artikel/na-du-nandu;2298

Hier werden die Waschbären erwähnt:
http://www.wwf-jugend.de/entdecken/deutschland/artikel/lebensraum-stadt;3020

Und hier ist noch eine Liste von Arten von Zerschmetterling.
http://www.wwf-jugend.de/entdecken/deutschland/artikel/herzlich-willkommen-oder-bitte-draussen-bleiben;4701

Der letzte Artikel nur der Vollständigkeit halber, Zerschmetterling hatte ihn ja weiter unten schon gepostet.

Hier auch nochmal die Liste, die ich dir schonmal als Antwort gepostet habe:

"Hier noch eine kurze Liste von in Deutschland lebenden Neozoen: Entlang des Rheins leben Halsbandsittiche (auch "kleiner Halsbandsittich"). Woher sie stammen ist nicht geklärt. An der Niederländischen Grenze, 80km nördlich von Münster, hat sich eine Kolonie von Chileflamingos angesiedelt. Auch ihre Herkunft ist unklar. In den Rheinauen bei Karlsruhe leben Ochsenfrösche, die ursprünglich aus Nordamerika kommen. Auch die Spanische Wegschnecke (eine Nacktschnecke), gehört eigentlich nicht in die deutsche Fauna. Sie ist aber mittlerweile eine der häufigsten Schneckenarten in Deutschland und richtet dementsprechend großen Schaden an. In Kassel leben seit Anfang der 1960er Jahre Waschbären. Ursprünglich sind sie in Nordamerika beheimatet. Mittlerweile haben sie sich auch über andere mitteleuropäische Länder ausgebreitet."

Viele Grüße!!
Janine :o)
11.07.2013
Taki hat geschrieben:
Welche Teirarten leben eingentlich noch in Deutschland die Nicht in Deutschland gelebt haben und Wo
11.07.2013
Ina2012 hat geschrieben:
Halsbandsittiche sind wirklich tolle Tiere. Hier in Köln sind sie schon vor einigen Jahren ausgebüchst und man kann immer wieder Schwärme von ihnen in der Stadt beobachten.

Vor 8 Jahren habe ich einen der kleinen Papageien bei mir aufgenommen nachdem er angefahren wurde und sein Flügel irreparabel verletzt wurde. Seitdem lebt "Greenday" ein zufriedenes, schönes Vogelleben in einem Großraumkäfig.

Ich drück diesen wirklich tollen und süßen Tierchen ganz fest die Daumen das sie nicht auf die schwarzen Liste kommen, dass wäre wirklich schade!
11.07.2013
Janine hat geschrieben:
@Jayfeather:
Ja, da hast du recht. So meinte ich das auch nicht :o) Wenn sie irgendwo in weiche Materialien Löcher/Höhlen reinknabbern können, dann tun sie das. Aber überwiegend nutzen sie bereits vorhandene Höhlen - vor allem in Platanen.

@katze13:
Man weiß nicht genau, wo die Vögel hergekommen sind. In Köln, Düsseldorf, Wiesbaden oder Bonn (z.B.) sind sie schon seit Jahren unterwegs und hier in Köln gab es auch Gerüchte darüber, dass sie aus dem Zoo ausgebüchst seien. Aber es konnte nie nachgewiesen werden, wo sie tatsächlich herkamen. Was man weiß ist, dass sie tatsächlich das erste mal in Köln gesichtet wurden und das schon Ende der 60er Jahre :o)
10.07.2013
Jayfeather hat geschrieben:
@ Janine:
sie können wohl wenn es sein muss ihre höhlen auch selbst bauen. in heidelberg z.B. haben sie in die Dämmung eines Pfelgeheimes ihre höhlen gebaut. aber wenn sie sie leichter bekommen können indem sie andere vögel vertreiben werden sie das wahrscheinlich tun....
10.07.2013
AlinaSky hat geschrieben:
Das ist echt interessant! Wäre schön wenn du uns über aktuelles auf dem Laufen halten könntest. Ich hoffe das sie bleiben können. Es sind wundervolle Tiere. Aber ich schließe mich Janine an: Wenn sie heimische Arten verdrängen sollte man ihre Vermehrung eindämmen. Was nicht heißen soll sie komplett in Deutschland auszurotten. Papageien in freier Wildbahn in Deutschland ist doch ein schöner Gedanke :)
10.07.2013
Niiura hat geschrieben:
Vorstellen kann ich es mir schon, hab aber noch nie einen freilebenden Papagei in Deutscholand gesehen. Schade, dass er sich hier nicht so einfügt, dass er bleiben kann...
10.07.2013
Traeumerin hat geschrieben:
Klingt wirklich interessant!
War schon oft in Heidelberg! Und die vögel sind oft in parks oder studentenwohnheimen!
Ich hoffe dass sie nicht auf die schwarze liste kommen, weil ich mein es stört doch keinen, vorallem den studenten nicht :) !
Meine cousine, studiert dort und sie hat erzählt das die vögel von dem zoo ausgebüchst sind, der gleich in der nähe ist!
10.07.2013
Zerschmetterling hat geschrieben:
Es gibt einige Tiere und Tierchen die, weil sie irgendwo ausgebüchst sind, oder als blinder Pasagier nach Deutschland gereist sind, hier zu finden sind. Sogar Flamingos, die ursprünglich aus Süd - oder Mittelamerika stammen.

Hier noch ein Bericht zu dem Thema, der auch die Frage stellt: ""Herzlich willkommen" oder "Bitte draußen bleiben"?":
http://www.wwf-jugend.de/entdecken/deutschland/artikel/herzlich-willkommen-oder-bitte-draussen-bleiben;4701
10.07.2013
Franzichen hat geschrieben:
Ist ja Interessant! :)
Ich hoffe sehr das die Halsbandsittiche nicht zur Schwarzen Liste hinzugefügt werden..wäre toll wenn du uns dann infomieren könntest wenn du dazu mal was neues weist!
Und ich finds echt interessant das sich so entflogene Vögel überleben und fortpflanzen können. Da frag ich mich ob das bei anderen entlaufenen Tieren auch so ist :)
10.07.2013
Janine hat geschrieben:
Ein Bekannter von mir forscht gerade an den Sittichen. Im Botanischen Garten in Köln habe ich beobachtet, wie die Halsbandsittiche die Blüten eines Pflaumenbaums fast komplett abgeknabbert haben. Sie nahmen die Blüten in den Schnabel, leckten den Nektar heraus und ließen sie auf den Boden fallen. In kürzester Zeit war der Baum fast kahl - Pflaumenernte ade!
Außerdem nehmen sie einigen Tieren die Bruthölen weg. Es ist ja nicht so, dass sie die Höhlen selber bauen, sondern bereits vorhandene nutzen. Dadurch kann es gut sein, dass heimnische Arten verdrängt werden. Neulich habe ich erfahren, dass zurzeit noch keine konkreten Unterlagen darüber, ob die Vögel tatsächlich viel Schaden verursachen, vorliegen. Ich bin mal gespannt!

Ich selber finde die Sittiche wunderschön und freue mich darüber, dass sie sich hier so wohlfühlen. Wenn sie allerdings heimische Arten verdrängen, muss man die Vermehrung der Sittiche eindämmen. Mir ist selber aufgefallen, dass sie sich in den letzten Jahren unglaublich vermehrt haben. Ich drücke ihnen die Daumen! :o)
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