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Genmais - bald auch in Deutschland?


von Wonneknubbel
11.02.2014
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Hallo liebe Community,

 

ich habe gerade einen Bericht gelesen, laut dem in Europa derzeit darüber beraten wird, den Anbau von Genmais zu erlauben...

www.youtube.com/watch

Deutschland will sich zwar enthalten, aber der Großteil der Länder wird wahrscheinlich dafürstimmen, weil viele Angst vor einer Auseinanderssetzung mit z.B. Mansanto haben.

Fakt ist doch aber, dass wir gut auffGenmais verzichten können. Wir werfen schon jetzt so viele Nahrungsmittel weg, dass wir einen Teil der hungernden Weltbevölkerung locker versorgen könnten. Also brauchen wir keine genveränderten Nahrungsmittel, die wahrscheinlich ohnehin nur krank machen. Außerdem wird dann doch nur noch mehr entsorgt und Menschen die Nahrungsmittel dringend brauchen, werden weiterhin Hunger leiden...

 

 

 

 

 

 

Man sollte auch nicht außer Betracht lassen, dass der Anbau von genveränderten Nahrungsmitteln in den USA dazu geführt hat, dass ein Unkraut entstanden ist, welches immun gegen die dort verwendeten Unkrautbekämpfungsmittel ist.

Die Frage, die ich mir dabei stelle ist, wenn der Anbau von solchen Pflanzen doch so offensichtlich schädlich für Umwelt und Verbraucher ist, wieso sind wir dann kur davor es zu erlauben?

Ich denke, weil man Geld damit verdienen kann... Entschuldigt diese Unterstellung, aber sind nicht die meisten Politiker und großen Betriebe der Landwirtschaft sowie die Pharmaindustrie auf Geld aus? Eine andere Erklärung fällt mir dazu momentan nicht ein... Denn warum sollte man sonst die Entscheidung, die gerade zum Thema gefällt wird weitgehend aus dem Pressewirbel fernhalten?

Ich kann nur hoffen, dass entweder von vorneherein dageggen gestimmt wird, oder aber, dass die europäische Bevölkerung dagegen wehren wird....

 

 

Quellen:

Kopp-Verlag

http://p5.focus.de

www.spiegel.de

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Kommentare (12)
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Sortieren nach Aktualität:
27.02.2014
Makanie hat geschrieben:
Die Politiker sollten sich vielleicht lieber überlegen, wie sie den Welthunger stoppen können, nicht, wie sie ihn auch noch fördern!
19.02.2014
Bjarne2000 hat geschrieben:
Ein klares nein danke. Ich finde es schon unerhört, dass ein solches Thema überhaupt diskutiert wurde, obwohl die Risiken für Umwelt und Gesundheit noch nicht einmal ansatzweise geklärt wurden.
13.02.2014
Juliecorn hat geschrieben:
Also ich stimme Tobi S zu. Dieses Thema hat Vor- und Nachteile, aber welcher Verbraucher will so ein Produkt wirklich zu sich nehmen. Und ob nun das Tier dieses Futter kriegt und wir es dann essen macht ja nun auch nicht so den großen Unterschied. Außerdem kann man sich doch auch nicht mehr auf die Etikettierung verlassen. Wer weiß, ob ich dann nen genmanipulierten Mais esse, oder nen Biomais, der aber im Endeffekt auch manipuliert ist. Die Kontrollen werden doch eh nicht gründlich genug durchgeführt. Als Verbraucher wird man nur über den Tisch gezogen und es wird einem noch schwer gemacht sich gesund und umweltfreundlich zu ernähren. Hauptsache der Umsatz stimmt und der Rest ist dann eigentlich auch egal...
12.02.2014
RichardParker hat geschrieben:
Der Genmais wurde offiziell zugelassen...
Ich finde damit geht man ein hohes, gesundheitliches Risiko ein! Aber die die Macht haben, haben es mit solchen Entscheidungen auch wirklich nicht leicht... Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieser Genmais mit äußerster Vorsicht zu genießen ist!

Vielen Dank, dass du das Thema zur Sprache bringst!
12.02.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Ich hab heute früh auch noch gelesen, dass der Genmais größtenteils nicht mal direkt für den Konsum der Menschen angebaut werden soll, sondern indiekt, da der größte Teil des Mais für die Massentierhaltung ist und für Biogasanlagen. In Punkto Massentierhaltung völlig überflüssig, die sollte meines Erachtens nach sowieso nicht weiter gefördert werden. Und für die Biogasanlagen finden sich mit Sicherheit auch andere Materialien.
12.02.2014
FranziV hat geschrieben:
Jetzt liegt es an der EU-Komission und die wird sowieso dafür stimmen! Ich kanns nicht glauben, dass Deutschland sich enthalten hat!! Selbst SPD und CSU waren dagegen!!
11.02.2014
TobiS hat geschrieben:
Ich finde die Betrachtung des Themas hier recht einseitig. Um zu einem kritischen Urteil zu gelangen, sollte immer auch die Gegenseite betrachtet werden.

Seit Jahrtausenden betreiben die Menschen Züchtung mit dem Ziel, bestimmte Eigenschaften von Pflanzen zu verbessern. die grüne Gentechnik könnte als konsequente Weiterentwicklung betrachtet werden, mit der die Eigenschaften noch präziser gesteuert werden können. Da 20 Jahre biologische Sicherheitsforschung keine Hinweise auf Risiken für Umwelt und Mensch ergeben haben, spricht auch nichts gegen diese konsequente Weiterentwicklung.

Dem steht entgegen, dass es bislang keine Langzeitstudien zu der Thematik gibt. Aus einem Versuch, bei dem Ratten über 90 Tage genmanipulierte Pflanzen verfüttert werden, lassen sich keine stichhaltigen Aussagen ableiten, ob eine genmanipulierte Pflanze nicht doch auf Dauer schädlich ist. Was jedoch als gesichert gilt, Insekten gegen denen die genveränderten Pflanzen resistent sein sollen, passen sich an. Daher müssen neue Pestizide entwickelt werden, was jedoch aufgrund eines Mangels an wirksamen Stoffen leichter gesagt als getan ist.

Um die wissenschaftliche biologische Sichtweise abschließend zu betrachten, soll an dieser Stelle schließlich auf den horizontalen Gentransfer eingegangen werden. Demnach würden artenfremde Gene auf einen anderen Organismus überspringen und diesen so schädigen. Dies ist jedoch nicht richtig. Denn der Mensch nimmt schon seit Jahrtausenden bis zu ein Gramm DNA pro Tag zu sich, ohne dass diese ihn geschädigt hätte. Auch natürliche Maissorten enthalten sogenannte artenfremde Gene. Wobei der Begriff artenfremd problematisch ist, da Gene immer aus den gleichen vier Basenpaaren der DNA bestehen.

Insgesamt bleibt natürlich ein Restrisiko beim Konsum von genveränderten Pflanzen bestehen, jedoch sollte man in der Diskussion um die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit plakativen und unwissenschaftlichen Aussagen immer kritisch gegenüberstehen. Das viel schwerwiegendere Problem ist aus meiner Sicht die ökonomische Logik, die hinter der grünen Gentechnik steckt.

Genverändertes Pflanzen sind in der Regel durch Patente geschützt. Einige wenige große Konzerne halten einen Großteil des Anteils am Saatgut-Weltmarkt. Bekanntestes Beispiel ist Monsanto mit 18 Prozent Anteil. Dies führt zu einer Art Preisdiktat. Dies ist ins Besondere deswegen problematisch, weil die Bauern die Samen der Ernte nicht für die Folgesaison nutzen dürfen, ohne erneut die entsprechenden Lizenzgebühren zu zahlen.

Für Bauern lohnt sich der Anbau aus drei Gründen nicht: Erstens, die oben schon angesprochenen hohen Folgekosten. Zweitens, ein erhebliches Rechtsrisiko, da der Bauer haften muss, falls genmanipuliertes Saatgut auf das Feld anderer Bauern gelangt, wie es @Pandafreundin bereits beschrieben hat. Drittens, sind die Verbraucher in der EU kritisch gegenüber genmanipulierten Pflanzen eingestellt, weshalb die Nachfrage entsprechend niedrig ist.

Es bleibt abzuwarten, wie die EU-Kommission in der Sache entscheiden wird und welche Maßnahmen Landwirtschaftsminister Friedrich noch ergreifen kann und wird. Es ist jedoch schade, dass die Bundesregierung und die EU die Interessen der Bürger in der Sache nicht berücksichtigen. 73 Prozent aller Westdeutschen und 63 Prozent aller Ostdeutschen Bürger lehnen die Gentechnik ab.


Quellen:
Boeing, N. (Angeklagt: Die grüne Gentechnik, in: Zeit Wissen , Nr. 3 vom April/Mai 2012, S. 92-95).
Freund, M. (Merkel macht den Weg für Gen-Mais frei, verfügbar unter: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/abstimmung-in-der-eu-merkel-macht-den-weg-fuer-gen-mais-frei/9463758.html (11.01.2014)).
11.02.2014
Jayfeather hat geschrieben:
Maisstärke ( und auch Kartoffelstärke) kann auch genutzt werden, um kompostierbare "Plastiktüten" herzustellen...
für den Verzehr fände ich den Mais auch unnötig. Aber so eine kompostierbare Tüte ist schon verlockend. Die gibt es momentan allerdings auch schon und das ohne gentechnik. Ist nur noch nicht so verbreitet
11.02.2014
Sonnenschein99 hat geschrieben:
Hier ist noch eine "Gegen die Abschaffung der Genfoodkennzeichnung":

http://www.petitionen24.com/gegen_die_abschaffung_der_genfoodkennzeichnung
11.02.2014
Wonneknubbel hat geschrieben:
Es gibt auch einige Petitionen gegen Genfood.....
Hier habe ich z.B. unterschrieben: https://www.foodwatch.org//de/informieren/gentechnik/e-mail-aktion/
Wäre schön, wenn ihr auch unterschreibt... ;D
11.02.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Auch ein dankeschön für das Video!
Das Thema Roundup hatten wir auch und ist ziemlich schädlich!
Das sollte auch abgeschafft werden...
11.02.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Danke für diesen Bericht, denn diesess Thema wird auf jeden Fall immer wichtiger!

Wir haben es gerade im Bio- Unterricht angeschnitten und ich weiß, dass die Konsequenzen nicht nur für die Umwelt schädlich sind... Wenn wir Menschen solche Nahrung einnehmen ist noch nicht ganz geklärt was bei uns mit den veränderten Produkten im Körper passiert.
Es heißt teilweise würde es einfach ausgeschieden werden, doch andere Forscher sprechen davon, dass die veränderten Gene sich in unsere Gene einsetzen... Und was das für Folgen hat ist noch ungeklärt!
Zudem gibt es in Amerika nach meine Info schon gentechnisch veränderte Rapspflanzen und diese werden oft in der Nähe von den Feldern der Biobauernhöfe angebaut - durch Wind wird dann dieser Raps auf dessen Felder geweht und das es ist festgestellt worden, dass der rein biologische Anbau dadurhc nicht mehr eingehalten werden kann und es den Abbau so "manipuliert".
Es gibt zwar gesetzlich festgelegte Richtlinien an die sich Rapsbauern halten müssen, doch diese sind eindeutig nicht genügend...

Ich finde die Vorstellung schrecklich gentechnisch veränderte Lebensmittel zu mir zu nehmen - und das dies in Deutschland eingeführt werden soll unterstütze ich auch nicht!
Nicht bevor man sich über alle Folgen im Klaren ist...
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