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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Erste Erfolge beim Biotopverbund


von Josephine
17.08.2012
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Vor mehr als einem Jahr habe ich einen Bericht zu der schwierigen Lage der Landschaftsschutzgebiete in Thüringen geschrieben. Es ging im Großen und Ganzen darum, dass allein die wichtigsten Schutzgebiete 17 % der Landesfläche einnehmen, diese aber mit einem großen Problem zu kämpfen haben: sie sind nicht miteinander verbunden. Straßen, Felder und Ortschaften trennen sie. Das verhindert die Wanderung der Tiere. Dadurch entstehen einige Probleme, z.B. können Tierarten schon aussterben, wenn in ihrem, recht kleinen, Gebiet das biologische Gleichgewicht verloren geht, oder sie sterben aus, weil sie keinen geeigneten Partner finden. Um dem entgegen zu wirken, sollten die Schutzgebiete nun verbunden werden. Den ganzen Bericht findet ihr hier.

Damals habe ich versprochen, euch über die weitere Entwicklung des Biotopverbundes auf dem Laufenden zu halten. Und das mache ich hiermit:
Der erste Waldkorridor wurde 2010 gepflanzt. Es handelt sich um einen 50 m breiten Abschnitt zwischen dem Hainich und den Hörselbergen. Der Erfolg war überwältigend! Obwohl die Bäume noch nicht sehr hoch gewachsen sind, kam vor wenigen Tagen eine wunderbare Nachricht: die erste Wildkatze hat den Weg vom Hainich in die Hörselberge hinter sich gebracht. So früh hat niemand damit gerechnet!

Aber auch andere Tiere nutzen mit Begeisterung das neue Stück Lebensraum. Schmetterlinge und Vögel haben die Artenvielfalt erheblich gesteigert, eventuell wird sogar der Luchs den neuen Waldkorridor verwenden.

Und noch eine herrliche Nachricht: dank Förder- und Eigenmitteln sowie vieler Spenden steht dem BUND nun ein Budget von 5,2 Millionen Euro bis 2016 zur Verfügung, um das Modellprojekt (denn um ein solches handelte es sich hier) in zehn Bundesländern zu wiederholen. Zunächst sollen weitere Waldkorridore in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen angelegt werden, die auf einer Länge von 20.000 km bisher isolierte Waldgebiete miteinander verbinden. Außerdem soll eine Gendatenbank angelegt werden, die die Wanderung der Wildkatzen leichter nachvollziehbar machen soll.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine vom 14.08.2012

Bildquellen: http://www.nationalpark-hainich.de/fileadmin/nph/media/Bildmaterial/Startseite/Diashow_Sommer/102_Hainich_10_12_03.jpg  
http://www.nationalpark-hainich.de/fileadmin/nph/media/Bildmaterial/Diashow/Wildkatze/Katzen02.jpg


 

 

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Kommentare (7)
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09.01.2013
david.s hat geschrieben:
die idee waldkorridore zu machen finde ich gut denn das aussterben der tiere in diesem gebiet wäre schrecklich und mit 5,2 millionen euro werden die noch viele weitere korridore machen
20.08.2012
Josephine hat geschrieben:
@ Viveka: Nicht nur die Gefahr, Überfahren zu werden, ist ein Problem für die Wildkatzen. Generell überqueren sie keine freien Flächen - egal ob es sich um eine Straße oder nur um ein Feld handelt. Wildkatzen benötigen immer den Schutz von Bäumen um sich zu bewegen.
19.08.2012
neongruenerengel hat geschrieben:
Super Neuigkeiten toll zu wissen das es dort weiter geht =)))))
18.08.2012
Peet hat geschrieben:
Danke für die Infos! Klasse, dass an solchen Projekten weiter gearbeitet wird :)
18.08.2012
LaLoba hat geschrieben:
Das sind ja mal super Neuigkeiten! Danke für die Infos!
17.08.2012
LSternus hat geschrieben:
Super, gerade für Wildkatzen sind Wanderkoridore wahnsinnig wichtig.
17.08.2012
Viveka hat geschrieben:
Super Nachrichten! Toll dass dem Bund die Förderungsgelder zur Verfügung stehen, um noch mehr Waldkorridore entstehen zu lassen! Es gibt immer noch viel zu viele Tiere, die beim Überqueren der Straßen sterben!
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