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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Die Gefahr der "Einwanderer"


von david.s
17.04.2015
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Was sind Einwanderer?

Die Einwanderer sind Arten, welche aus fremden Ökosystemen eingeführt wurden. Solche Arten nennt man Neobiota. Invasive Pflanzen nennt man Neophyten, wenn sie nach der Entdeckung Amerikas eingeführt wurden, Arten welche davor kamen sind Archäophyten. Da die Arten im neuen Lebensraum keine natürlichen Feinde haben, können sie sich unkontrolliert massiv ausbreiten und der heimischen Artenvielfalt schaden. Aber nicht nur exotische Pflanzen bedrohen die heimischen Ökosysteme, sondern auch Tiere und Pilze. Invasive Tiere werden als Neozoen und invasive Pilze werden als Neomyceten bezeichnet.

Beispiele für invasive Neophyten:

Kirschlorbeer:

  

Der Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde in Deutschland als Zierpflanze eingeführt. Er ist eine der beliebtesten Gartenpflanzen, da er immergrün ist und schöne Blüten trägt. Doch der Kirschlorbeer entkommt aus Gärten und verbreitet sich in der Wildnis. So wird er immer häufiger im Wald gesehen. Dort verdrängt er die heimische Pflanzenwelt, und trotzdem ist er im Baumarkt erhältlich.

Bekämpfung:

Junge Kirschlorbeer-Pflanzen kann man mit samt der Wurzel ausreißen und ältere muss man fällen und anschließend die Wurzel entfernen. Ist das nicht möglich kann man alle Jungtriebe abschneiden und das solange bis die Pflanze verhungert.

 

Japanischer (Stauden)Knöterich:

Der Japanische Knöterich stammt, wie der Name vermuten lässt ursprünglich aus Japan. Als Futterpflanze für Vieh und als Zierpflanze wurde er in Europa eingeführt, doch er verwilderte. Die Pflanze wächst sehr schnell und bildet innerhalb kürzester Zeit dichte Bestände in denen kaum eine andere Pflanzenart vorkommt. Vor allem an Ufern ist er anzutreffen und wegen seiner wenig feinen Wurzeln besteht Erosionsgefahr. Anders als der Kirschlorbeer ist der japanische Knöterich in Deutschland verboten.

Bekämpfung:

Der Japanischen Knöterich lässt sich nur sehr schwer bekämpfen, da er sich hauptsächlich durch seine Wurzeln verbreitet. Wenn man den Staudenknöterich einfach nur wegmäht sprießt er kurz danach wieder neu aus. Tut man dies allerdings unzählige Male verhungert er irgendwann, aber man muss aufpassen schon ein kleines vergessenes Stück der Pflanze reicht aus um eine Kolonie zu gründen. Die Pflanze mit samt der Wurzeln ausreißen ist auch wenig effektiv, da die Wurzeln sehr brüchig sind und im Boden bleiben und anschließend treibt die Pflanze wieder neu aus. 

 

Gemeine Robinie:

Die Gemeine Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde in Deutschland als Forstbaum, da er sehr gutes Holz liefert, eingeführt. Auch in Parks und Gärten findet man ihn häufig. Auch die Robinie ist schädlich. Vor allem an mageren standorten, weil sie den Boden mit Stickstoff anreichert. Somit können Magerpflanzen nicht mehr gedeihen und es wachsen überwiegend Pflanzen wie Brennesseln.

Bekämpfung:

Ähnlich wie beim Knöterich lässt sich auch die Robinie nur schwer bekämpfen. Ein einfaches fällen des Baumes bewirkt masives neuaustreiben, was das Problem verschlimmert. Effektiv, aber sehr aufwändig funktioniert es den Baum zu schälen. Die Rinde wird abgetrennt und dann muss mindestens Zwei Jahre gewartet werden. Danach kann der Baum gefällt werden und er treibt auch nicht wieder neu aus.

Invasive Neozoonen:

Invasive Tierarten sind in Deutschland z.B der Waschbär, welcher aus Nordamerika stammt. Im Karibischen Meer ist der Rotfeuerfisch eine große Bedrohung und im Mittelmeergebiet die Argentinische Ameise usw...

WELTWEIT GIBT ES UNZÄHLIGE INVASIVE TIER,PFLANZEN-UND PILZARTEN, WELCHE DIE DORTIGEN ÖKOSYSTEME BEDROHEN.

Was jeder tun kann:

1: Verzicht auf exotische Pflanzen für den Garten: Es gibt immer heimische Alternativen, welche den heimischen Arten nützen und nicht schaden. 

2: Informationen verbreiten: Je mehr Leute davon Wissen desto mehr wird gegen das Problem unternommen.

3: Geld spenden oder selbst helfen: Man kann Geld für die Entfernung von invasiven Arten spenden oder selbst mithelfen diese zu entfernen.

 

 

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Kommentare (3)
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Sortieren nach Aktualität:
19.04.2015
RichardParker hat geschrieben:
Sehr interessant, Dankeschön :)
18.04.2015
Luke24 hat geschrieben:
Ein sehr interessantes Thema, davon habe ich auch schon viel gehört. Aber weniger bzgl. der Pflanzen- als von der von dir ebenfalls erwähnten Tierwelt.
17.04.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Vielen Dank für den sehr informativen Bericht! Ich vermute mal, dass die Einfuhr des Japanische Knöterichs verboten ist, weil durch ihn eine erhöhte Erosionsgefahr besteht. Allerdings wundert es mich, warum nicht generell Einwanderer verboten werden, da sie ja (fast) immer dem heimischen Ökosystem schaden?
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