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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Deutschland: Das Schlachthaus Europas - Teil 2


von Greenlife
20.06.2016
4
7
99 P

 

Hier ist der zweite Teil zum Thema Massentierhaltung. Sorry, dass er erst jetzt kommt=) 
Für die, die den ersten Teil nicht gelesen haben: In ihm ging es hauptsächlich um das Leiden der Tiere, was sie alles leisten müssen und unter welchen Bedingungen sie gehalten werden.
In diesem Teil geht es um die Folgen der Massentierhaltung auf Umwelt und Menschen.

Die Umwelt
 
Für die Umwelt hat Massentierhaltung schwere Folgen:
-Es fallen besonders hohe Mengen an Ammoniak an. Dieses entsteht in den Exkrementen der Tiere und entweicht in die Luft. Wo Ammoniak in Böden und Gewässer gelangt, kann es zu einer Versauerung kommen.
-Massentierhaltung treibt den Klimawandel an. Um Anbauflächen für die Futtermittel zu bekommen, wird Regenwald abgeholzt. Die beanspruchte globale Fläche für Deutschlands Sojaimporte ist im Vergleich so groß wie Brandenburg.
-Die riesigen Mengen an Gülle, die anfallen, verursachen eine Nitrat-Belastung des Bodens, wodurch das Grundwasser nicht mehr trinkbar ist.
-Der Wasserverbrauch für die Fleischproduktion ist drastisch. Während für ein Kilo Brot „nur“ 1100 Liter Wasser benötigt werden, braucht man für einen Kilogramm Rindfleisch etwa 16000 Liter.
 

Die Menschen
 
Wie im ersten Teil bereits erwähnt, wird in das Tierfutter Antibiotika gemischt, damit Krankheiten und Seuchen in den Ställen gar nicht erst ausbrechen. Dies ist für uns Menschen allerdings ein Problem: Über das Fleisch der Tiere nehmen auch wir das Antibiotika in unseren Körper auf, was uns resistent gegen diese Arznei macht.
 
Zudem wird zur Fleischproduktion viel Getreide benötigt. Für einen Kilo Rindfleisch benötigt man rund 9 Kilogramm und – zum Vergleich – für einen Kilo Brot ein Kilo. Da die Anbauflächen hier nicht reichen und es von dort billiger ist, wird das meiste Futter aus „Dritt-Welt-Ländern“ importiert. Den Menschen dort fehlen die Anbauflächen, um ihre eigene Nahrung anzubauen. Während 40% der Weltgetreideernte an Nutztiere verfüttert werden, leiden 1,5 Milliarden Menschen an Fehlernährung, 100 Millionen sterben jährlich an Unterernährung.
Kurz: Würden wir in Europa nicht so viel Fleisch essen, gäbe es in den Entwicklungsländern mehr Anbaufläche und nicht so viele Menschen müssten hungern.

____________________________________________________________________________

Quellen (1. und 2.Artikel):

www.süddeutsche.de

www.kids.greenpeace.de

www.massentierhaltung-abschaffen.de

www.massentierhaltung-mv.de

Bildquellen (nur 2.Artikel):

1.Bild: PETA Deutschland e.V.

2.Bild: www.codecheck.info

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare (4)
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22.06.2016
Greenlife hat geschrieben:
Vegetarier sein ist nicht sinnlos, dass stimmt (Ich bin auch Vegetarierin), aber ich denke, dass es auch möglich ist, Fleisch zu essen und trotzdem auf das Wohl von Tier, Mensch und Umwelt zu achten. Man kann ja wenig Fleisch essen, und wenn, dann nur Biofleisch.
21.06.2016
MayaG. hat geschrieben:
Deshalb bin ich Vegetarierin!
21.06.2016
Orcara hat geschrieben:
Und dann sagen manche Leute: "Vegetarier sein ist doch sinnlos, die Tiere sterben sowieso. Nur weil ihr so sinnloses Mitleid mit den Tieren habt..."
Weiss jemand wie man einen Facepalm-Smiley aus Schriftzeichen bastelt?
20.06.2016
GreenLulu hat geschrieben:
Danke für den interessanten Artikel. Du hast sehr gut zusammengefasst, was für Auswirkungen unser hoher Fleischkonsum auf die Umwelt und die Menschen hat. Es ist wirklich wichtig, sich dies bewusst zu machen.
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