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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
Das grüne Wunder - Unser Wald


von Anne95
14.10.2012
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Das grüne Wunder. Das ist der Titel eines wirklich zu empfehlenden Films, den ich letzte Woche im Kino gesehen habe. Es laufen ja leider nur wenige Naturfilme in den Kinos, weil die meisten Besucher andere Filmgenres vorziehen. Was ich schade finde, da Naturdokus mindestens genauso schön sein können wie irgendwelche Komödien, die es schon 99 mal in etwas abgewandelter Form gibt...


Filmstart von Das grüne Wunder war am 13. September, Regie führt der bekannte Naturfilmer Jan Haft, Sprecher ist Benno Fürmann. Die Produktion des Films war sehr aufwändig und umfasste sechs Jahre Drehzeit (2005-2011), 70 Drehorte in Deutschland, Österreich und Dänemark, 100 Nächte im Tarnzelt, 15 Flugstunden mit dem Heißluftballon, 250 Stunden Rohmaterial, Pirschgänge mit der Kamera (um Tiere wie Hirsche, Wildschweine, Hirschkäfer uvm. zu filmen) und neueste Filmtechnik mit internationalen Kameramännern.


Der Film zeigt die ganze Schönheit des Ökosystems Wald und ist voller beeindruckender Bilder. Auch Tiere, deren Anwesenheit wir uns manchmal nicht bewusst sind, werden nicht übergangen.

„eine spektakuläre Entdeckungsreise durch den bekanntesten, schönsten und vielfältigsten heimischen Lebensraum, den Wald.“

Der Film lebt vor allem von den vielen Detailaufnahmen. Selbst kleinste Lebewesen werden in ihrem Lebensraum gezeigt, z.B. Waldameisen, die sich im Hut eines Pilzes einnisten.

Junge Störche oder Eulen im Flug in Zeitlupe oder der Fall eines Tautropfens auf ein Blatt sind ebenso beeindruckend wie das Wachsen und sich Öffnen von Knospen, Frühlingsblumen und Kiefernzapfen im Zeitraffer.

Tiere kann man aus nächster Nähe beobachten, dafür begibt sich die Kamera sogar in den Bau einer Fuchsfamilie und unter die Wasseroberfläche eines Tümpels, in dem Frösche laichen.

Die verschiedenen Verhaltensweisen, Lebensvorgänge und Lebensgemeinschaften der Tiere im Laufe der Jahreszeiten werden genau und verständlich erklärt, so, dass jeder sie verstehen kann ohne Biologe zu sein – eben so, wie ein guter Dokumentarfilm sein sollte.

Auch die Musik ist sehr berührend und passend zu den verschiedenen Situationen wie z.B. Kampfszenen oder das erste Verlassen des Baus der Fuchsbabys.

 Gegen Ende wird auch auf die Rolle des Menschen eingegangen und darauf, wie er den Wald verändert und beeinflusst (hat), z.B. durch das Ausrotten von Tierarten wie Wisenten oder durch gezielte Nutzung von Nadelwäldern, die sehr eintönig und anfällig sind und kaum so vielfältig wie die natürlichen Mischwälder.


„DAS GRÜNE WUNDER eine wissenschaftlich exakte und emotional packende Einladung, die aufregenden Lebensformen unseres Waldes mit geschärftem Bewusstsein neu zu entdecken.“

Fazit: Absolut sehenswerter Film!

Hier der Trailer:

Pressestimmen:

„Der Kinofilm »DAS GRÜNE WUNDER« gewährt atemberaubende Einblicke in das Familienleben der Waldbewohner.“ (Freiheit für Tiere)

„Auch Zuschauer, die sich nicht für „das stille Liebesleben“ der Fichten interessieren, werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. „Das grüne Wunder“ zeigt auf atemberaubende Weise das Zusammenleben von Pflanzen und Tieren. Im Zeitraffer sieht man Pilze und Erdbeeren wachsen, staunt über eine Hummel, die eine Maus aus ihrer Hölle vertreibt, und erfährt, dass sich der Eichelhäher mit Ameisensäure besprühen lässt, um Parasiten aus seinem Gefieder zu vertreiben. Lehrreich und faszinierend zugleich – ein wahres Kinowunder." (Cinema)

„Opulente Bilder […] – mit Entschleunigungsfaktor.“ (ZEIT Wissen)

„[…] schlichtweg genial.“ (Ein Herz für Tiere)

 

Quelle (auch Bilder): www.dasgruenewunder-derfilm.de/

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Kommentare (6)
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Sortieren nach Aktualität:
30.01.2014
Makanie hat geschrieben:
Cool!
und der Trailer ist auch toll. Es reißt einen direkt mit...
26.03.2013
JanaMarie hat geschrieben:
Bei uns in den Kinos lief der nicht mal, traurig aber wahr! Ich werde ihn mir jetzt aber aufjedenfall anschauen! Super Bericht :)
20.10.2012
Anne95 hat geschrieben:
Danke für eure Feedbacks! :-)

Und Janine: Einige Punkte kann ich verstehen, wie die Zeitreise. Aber ich wüsste nicht, wie man es anders hätte darstellen sollen, weil es die Wälder, die es vor tausenden von Jahren gab einfach heute (fast) nicht mehr gibt... Und eigentlich finde ich die Radgeschichten nicht soo schlimm. Okay, wenn ich so recht drüber nachdenke hast du recht, manchmal waren sie etwas unnötig, aber ich würde das jetzt nicht als unheimlich schlecht bewerten. Aber ich bin ja beeindruckt, wie viel dir da aufgefallen ist... :-) So intensiv habe ich echt nicht über den Film nachgedacht...
19.10.2012
NDelphine hat geschrieben:
Ich finde diesen Beitrag sehr interessant und werde mir den Film auf jeden Fall ansehen.
19.10.2012
Oekofreak hat geschrieben:
Super Beitrag - der Film steht ganz oben auf der Liste der Filme, die ich unbedingt noch sehen muss!!
14.10.2012
Janine hat geschrieben:
Liebe Anne, vielen Dank für deine Filmempfehlung :o)

Ich habe den Film auch gestern im Kino gesehen und muss sagen, dass ich nicht ganz so angetan war wie du. Die Aufnahmen fand ich absolut spitze, die Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen sind fantastisch. Mir kam es aber während des Films schon so vor, als seien einige der dargestellten Situationen inszeniert, was sich, als ich mir den Abspann ansah, bestätigte. Das fand ich störend, denn die Bilder eines Waldes sind eigentlich so toll, dass der Film auch sehr gut ohne gestellte Szenen klargekommen wäre.

Außerdem fand ich die Geschichte nicht konsequent erzählt. Da durch ein ganzes Jahr hindurch berichtet wird, hätte man eine runde Geschichte, einen Kreislauf, erschaffen können. Den Tiergeschichten fehlt aber dabei oft entweder der Anfang oder das Ende. Und es werden zwischendurch einfach Aufnahmen von einem Tier eingeblendet, von dem zuvor gar nicht die Rede war und dann verschwindet es wieder.

Zusätzlich wird ein paar mal versucht, den Rahmen des Films zu verlassen. Zum Beispiel durch die "Menschgeschichte". Dass man im Film mehrere tausend Jahre zurück reist, habe ich kaum gemerkt. Die Aufnahmen sind die gleichen wie zuvor, ein Unterschied lässt sich durch die Bilder nicht wahrnehmen, zumal die anschließende Gegenwart die einzige Spezies der "Vergangenheit" ebenfalls wieder zeigt. Mir ist völlig klar, was durch die Reise bezweckt werde sollte, aber ich finde dass man das viel besser hätte darstellen können. Mir fehlt in der Vergangenheit der dichtere, wildere Wald, der aber nicht in das Konzept des Films gepasst hätte, da computeranimierte, oder zumindest ganz andere Wälder hätten gezeigt werden müssen. Dadurch gelingt der kleine Ausflug in meinen Augen leider nicht.

Dass der Film so wissenschaftlich exakt ist, finde ich leider auch nicht, da ich mich bei vielen der Aufnahmen gefragt habe, was sie eigentlich zeigen.

Insgesamt finde ich, dass man außergewöhnlich starke und tolle Aufnahmen zu sehen bekommt. Leider fehlt dem Film aber ein wenig der rote Faden, was man hätte vermeiden können, wenn man sich stärker auf die Aufnahmen, als auf die Randgeschichten konzentriert hätte. Nicht dass die Geschichten ganz hätten außen vor gelassen werden sollen. Ich finde nur, dass wenn man eine Geschichte erzählt, sie auch konsequent und von Anfang bis Ende erzählt werden muss, und keine kleinen Ausflüge eingebaut werden sollten, damit man dem Zuschauer noch schnell eine weitere Botschaft mit auf den Weg gibt. Da müssten mehrere Filme gemacht werden. Dieser Film besticht vor allem durch seine Bilder - und mehr braucht er eigentlich nicht ;o)

Dennoch habe ich es genossen ihn mir anzusehen. Nicht zuletzt wegen einem kleinen Kind, das ein paar Reihen hinter mir saß und jedes mal voller Wonne gequietscht hat, wenn ein Wildschwein aufgetaucht ist :D
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