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Viele Vogelarten sind in Deutschland zu Hause. © J. Fieber / igreen media / WWF
... darum ihr Menschen, haltet mich wert!


von midori
30.12.2011
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Betrübt lässt sie sich auf ihren Küchenstuhl sinken. Sie legt die Hände in den Schoß und ihr Blick wird plötzlich ganz untröstlich. In ihre sonst so strahlenden Augen treten die Tränen und sie schluckt schwer. Dann hebt sie den Kopf und sieht mich mit bedrücktem Blick an. Die kleinen Fältchen um ihren Mund zucken leicht als sie ihn zu einem Schmollen verzieht.

„Uli… ich bin traurig“, setzt sie zum Erzählen an. So deprimiert habe ich meine Oma noch nie gesehen. Ich will wissen, was passiert ist. „Die machen meinen Wald kaputt“, murmelt sie verdrießlich und sieht mich dabei mit verzweifeltem Blick an, als wäre ich ihre letzte Rettung. Das mag im ersten Moment für einen deutschen Durchschnittsbürger keine schlimme Meldung sein. Für meine Oma gleicht es dem Weltuntergang.

Ich verspreche ihr, dass wir gleich nach dem Mittagessen den Hund anleinen und ihren Wald besuchen werden. Nun bin auch ich neugierig, was dort geschieht. Schließlich kenne ich den angrenzenden Wald seit meinen frühesten Kindheitstagen und verbinde ebenfalls schöne Erinnerungen mit ihm. Im Frühjahr habe ich in den rosa blühenden Blaubeerbüschen nach dem Osterhasen gesucht. Im Sommer haben uns die Mücken bei endlosen Spaziergängen im kühlen Wald gequält. Im Herbst durchkämmten wir das gesamte Unterholz nach Pilzen und im Winter, wenn eine dicke Schneedecke auf den Kiefern und Fichten ruhte, verstreuten wir Körbe voller gesammelter Kastanien und Eicheln für grunzende Wildschweine.

Wir ziehen uns die warmen Winterjacken an, wickeln uns den Schal um den Hals und schlüpfen in dicke Stiefel. Gleich nach dem Haus meiner Großeltern beginnt ein steiler Berg. Wenn man den Weg nach oben keuchend zurückgelegt hat, schlängelt er sich weiter durch Wiesen und Feld bis man schließlich am Waldrand angekommen ist. Meine Oma läuft diesen Weg fast täglich. „Hier finde ich Ruhe und Entspannung, kann meine Seele baumeln lassen. Der Wald ist mein Rückzugsgebiet in allen Lebenslagen, ich liebe ihn“, erzählt sie mir und wenn sie vom ihrem Wald spricht, fängt sie an zu schwärmen. „Der Wald ist keineswegs langweilig. Jeden Tag zeigt er ein anderes Bild – bedingt durch die Jahreszeiten, Sonne, Regen, Wind und durch sich selbst. Man muss nur hinschauen!“ Ihre Augen leuchten wieder und sie lacht. So kenne ich meine Oma. Durch sie habe ich die Natur in all ihren Farben und Formen lieben gelernt. Seitdem ich lebe, hat sie mir gelehrt für die Natur Respekt und Bewunderung zu empfinden und sie zu achten. All das lebt sie selbst und mit jedem ihrer Worte spricht sie es aus.

Wir schlendern weiter über den Feldweg. Die letzten Tage hat es leicht geregnet. Der Weg ist aufgeweicht und matschig. Ich bin froh, dass ich die dicken, alten Stiefel trage. Meine neuen wären längst hinüber. Über uns kreist ein Mäusebussard. Mit scharfem Blick sucht er nach kleinen Nagern, die übers brachliegende Feld sausen. Auf der eingezäunten Wiese neben uns liegt ein kleines rot-weißes Kälbchen im nassen, kalten Gras. Es ist erst vor wenigen Tagen geboren worden und schaut etwas griesgrämig drein. Das schönste Wetter hat es sich tatsächlich nicht ausgesucht, um den Sprung ins aufregende Leben zu beginnen.

Vor uns liegt nun in einigen hundert Metern Entfernung der Wald. Meine Oma bestaunt gern die mächtigen Bäume, die sich federleicht und manchmal auch quietschend im Wind wiegen. Tief unter ihren hohen Kronen, versteckt im vermoosten und erdigen Waldboden, wächst zwischen Kiefernnadeln und Tannenzapfen der kleine zierliche Nachwuchs. Er sieht wie ein flauschiges, weiches Büschel aus grünen Streifen aus und ich wundere mich, wie groß und stark diese winzigen Bäumchen einmal werden können. Ich kann verstehen, dass der Wald für meine Oma etwas Besonderes ist. „Der Wald ist mein Freund und für mich der »Doktor der Seele«“, sagt sie und betrachtet ihre alten, knorrigen Baumfreunde glücklich.

Wir nähern uns dem Waldweg und man kann schon von weiter Entfernung das Dröhnen der großen Maschinen hören, die sich am Wald zu schaffen machen. Normalerweise hätte man hier wohl schon den Ruf des Eichelhähers vernommen, der mit seinem Krächzen die anderen Tiere vor Menschen warnt. Heute ist dem nicht so. Wahrscheinlich ist er schon längst weiter fort geflogen, denn seinen Wald gibt es nicht mehr.

Ich möchte von meiner Oma wissen, warum ausgerechnet diese Stelle des Waldes abgeholzt wird. Während wir weiter den sandigen Weg entlang laufen, erklärt sie mir, dass der umliegende Wald, sowie Wiesen und Felder zu DDR Zeiten unter den Angestammten des Dorfes verteilt wurden. Aus diesem Grund ist der Großteil der nahen Natur in Privatbesitz. Meine Großeltern sind erst vor rund dreißig Jahren hierher gezogen und besitzen daher kein eigenes Land. Das kleine Stück Wald, dass nun den Holzrückern und Kettensägen zum Opfer fällt, gehört ursprünglich noch der Gemeinde. Und die Gemeinde… braucht Geld.

Aus diesem Grund krachen nun 80jährige Kiefern und Fichten mit einem ächzenden Seufzer auf den weichen Waldboden. Einige von ihnen, gerade einmal drei Jahrzehnte alt, hat meine Oma mit ihren Schulkindern noch selbst gepflanzt. Jeden Tag hat sie seitdem beobachtet, wie die Bäumchen größer und stärker werden, wie sie jedem Wetter trotzen und im Frühling neue Nadeln sprießen. Mit einem kurzen „Ratsch“ war nun alles vorbei.

Als wir am Waldrand ankommen, können wir schon die aufgestapelten Baumstämme sehen. Der sonst so zarte Duft des Nadelwaldes liegt heute intensiv in der Luft. Der Geruch des frisch geschlagenen Holzes dringt scharf in unsere Nasen, als wolle er auf ewig dort hängenbleiben und uns an dieses Bild erinnern. Es riecht nach Abschied. Auf der Lichtung parkt ein silberner Jeep. Sein Kennzeichen sagt uns, dass er aus Österreich kommt. Österreichische Firmen holzen unseren Wald ab, weil die Gemeinde Geld braucht. In meinen Jackentaschen balle ich die Fäuste. Es ist ein schreckliches Gefühl, wenn man einer Situation so machtlos gegenüber steht. Der Mensch hat keinen Blick für die Baumriesen, die wie Espenlaub zittern. Er verrichtet gefühllos seine Arbeit. Unsere mächtigen Kiefern sind nun in Stücke gesägt und auf große Stapel geschichtet – viele Haufen Profit.

Wortlos begutachten wir die Lage. Der Waldweg ist total von den schweren Maschinen zerfahren. Wir stehen völlig im Schlamm. Der Hund sieht aus wie ein kleines Ferkel. Kein Vogelzwitschern ist zu hören. In unserem Wald klafft ein riesiges Loch, wie eine Wunde im pulsierenden Grün. Wir gehen den Weg entlang tiefer in den Wald hinein. Am Rand der Strecke ziehen sich die Stapel entlang. Sie reichen über unsere Köpfe hinaus. Wir entdecken noch ein paar einzelne dicke Stämme, die rote Striche tragen. Sie werden den kreischenden Sägen noch zum Opfer fallen und dann ebenfalls in kleine Stücke geschnitten, fein säuberlich verladen, abgefahren.
 

 

Trotzdem atmen wir erst mal erleichtert auf und auf dem alten Gesicht meiner Oma zeichnet sich ein kleines Lächeln ab. Ehrlicherweise hätten wir es noch für viel schlimmer gehalten. Wir drehen unsere Runde im Wald und laufen den Weg dann wieder frohen Mutes heim.

Einige Tage später sollte uns dann doch noch der Schlag treffen. Meine Oma hatte sich mit einem Mann aus dem Dorf unterhalten, der ebenso entzürnt über den Kahlschlag war, wie wir. Als meine Oma nach diesem Gespräch ein weiteres Mal ihren Wald besuchte, hatte man eine tiefe Schneise geschlagen, die bis zu den Wolfsteichen reichte. Früher waren die Wolfsteiche eine kleine idyllische Lichtung mitten im Wald. Um die kleinen Tümpel schmiegte sich das grüne, weiche Gras und man konnte überall Spuren von Tieren entdecken, die zum Trinken gekommen waren. Diese Idylle war nun zerstört. Unser Wald war zerstört.

Das einzige, was meine Oma und mich tröstet, sind die flauschigen, weichen Büschel aus grünen Streifen, die in einigen Jahrzehnten wieder so groß gewachsen sein werden, wie ihre Vorfahren. Meine Oma wird das wohl leider nicht mehr erleben. Sie wünscht sich in Anbetracht der Werte, die der Wald für die Natur und die Menschen hat, dass seine Bedeutung wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen dringt. Ihr Denken und Handeln sollte mehr vom Schutz und maßvollem Umgang mit der Natur und des Waldes geprägt sein und nicht nur von Geld und Profit bestimmt werden.

 

 

 

Im gemütlichen kleinen Haus meiner Oma hängt eine schmale Holztafel an der Wand. Auf ihr finden sich die Zeichnung eines Baumes und eines Eichhörnchens und ein kleiner, aber bedeutsamer Spruch.

»Ich bin der Wald, ich bin uralt.
Ich hege den Hirsch, ich hege das Reh.
Ich schütz euch vor Sturm,
Ich schütz euch vor Schnee.
Ich wehre dem Frost, ich wahre die Quelle.
Ich hüte die Scholle, bin immer zur Stelle.
Ich bau euch das Haus, ich heiz euch den Herd.
Darum ihr Menschen haltet mich wert «


********

Eine Reportage von Ulrike Leupold
Bilder © Ulrike Leupold / Jonas Leupold
Video © WWF
 

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Kommentare (33)
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09.09.2014
Zerschmetterling hat geschrieben:
Ein wirklich großartiger Bericht.
Der Wald von dem du erzählst, und wie du von ihm erzählst, erinnert mich an einen schönen, sehr besonderen Wald, der, wie bei dir, ebenfalls bei meinen Großeltern steht. Ein paar Schritte nur und wir sind da.
Glücklicherweise ist der Wald nicht bedroht.
25.05.2012
raubkatze hat geschrieben:
Ich werde auch immer ganz traurig, wenn ich Bauarbeiter sehe, die Wald abholzen. Überall hinterlassen sie Schmutz und kahle Stellen im Wald.
Wenn gerodet wird, warum denn nicht nachhaltig?
08.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Dein Artikel ist richtig fesselnd & richitg gut geschrieben:) ! Aber auch so schrecklich traurig.
05.02.2012
midori hat geschrieben:
Ich freue mich, dass Euch der Artikel gefällt und bedanke mich für Eure lieben Kommentare. Meine Oma hat mir erzählt, dass der letzte große Holzstapel abtransportiert wurde. Hoffen wir, dass der Wald nun endlich seine Ruhe hat..
05.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
05.02.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Was für ein schöner Titel. Was für ein schöner Text. Was für ein trauriger Inhalt.
02.02.2012
Annikally20 hat geschrieben:
Ich finde den Artikel richtig ergreifend! Man würde am liebsten sofort was dagegen tun :(
02.02.2012
anni95 hat geschrieben:
Ich bin von deiner Oma begeistert!
Der Bericht ist echt schön geworden, aber der Inhalt ist total traurig... Es scheint, Menschen werden nie lernen, dass man von Geld allein nicht leben kann.
02.02.2012
anni95 hat geschrieben:
Ich bin von deiner Oma begeistert!
Der Bericht ist echt schön geworden, aber der Inhalt ist total traurig... Es scheint, Menschen werden nie lernen, dass man von Geld allein nicht leben kann.
01.02.2012
Anne95 hat geschrieben:
Dein Text ist richtig toll geschrieben! Leider sehr traurig das mit dem Wald. :(
29.01.2012
Stoffie hat geschrieben:
wow. was für ein super bericht. traurig das eure gemeinde die bäume nur abholzt weil sie geld braucht....... :(
schade das deine oma das vielleicht nicht mehr erleben wird wenn in ein paar jahrzehnten alles nahgewachsen ist...
20.01.2012
Girty hat geschrieben:
Wow. Ein wirklich total gelungener Text, der geht einem total ans Herz. Grooßes Lob. Wirklich.. einzigartig! :)
10.01.2012
Janine hat geschrieben:
Oh man Uli, dein Text ist so wunderschön.. und so traurig.. Ich glaube, dass das die allerschönsten Zeilen sind, die ich je von dir gelesen habe. Sie stecken voller Liebe und das bei einem so dramatischen Thema. Das hast du ganz wundervoll gemacht! Ich musste beinahe weinen, als ich am Ende angekommen bin. Das Gedicht ist so wahr. Ich kannte es vorher gar nicht. Das sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen. Danke, dass du es hier mit uns teilst.
07.01.2012
FabianN hat geschrieben:
@Urmeli: Es gab jemanden, der Unterschriften sammelte, doch leider hat es nicht gereicht ;(
06.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
@eagle4nature: Für ein Stadion soll der Wald abgeholzt werden?? Ich bin selbst Fußballanhängerin und spiele selbst auch sehr gerne, aber BITTE WAS?! Das geht ja mal gar nicht. Gibt es Aktionen dagegen?
05.01.2012
FabianN hat geschrieben:
Danke für die echt gelungene, aber traurige Reportage!!!

Wir wurden vor kurzem auch geschockt: Der Wald unseres Dorfes sollte gefällt werden, weil die Fußballmannschaft unseres Dorfes aufgestiegen ist und nun mehr Menschen in ein neues Stadion reinpassen müssen ;( Ich war so traurig und wütend! Obwohl ich Fußball mag, finde ich es nicht gut, dass sowas gemacht wird....

Trotzdem vielen Dank, dass Du über dieses immerzu wichtige Thema schreibst ;)
04.01.2012
Lautlos hat geschrieben:
Hallo ihr Lieben.
Der Text war wirklich sehr schön, und auch sehr traurig. Ich möchte dazu aber einiges bemerken: Waldarbeiten sind wichtig und nützlich. Natürlich nicht, um Profit daraus zu schlagen, sondern zu gewährleisten, dass der Wald sich ständig erneuern kann. Ich lebe auf einem Bauernhof und mein Vater ist jeden Tag im Wald draußen. Für jeden Baum, der geschlagen wird, wird ein neuer gepflanzt, und es wird darauf geachtet, das System nicht zu stören. Würde der Staat Deutschlands Landwirtschaft auch nur annähernd unterstützen, müsstet ihr um den Wald nicht trauern. Der Landwirt achtet auf das Land, das er besitzt, er mäht ehrenamtlich die Streuwiesen zu den geeigneten Zeiten, damit keine brütenden Vögel gestört werden. Er arbeitet mit und für den Wald.
04.01.2012
Carina hat geschrieben:
Ein schreckliches Thema, aber wunderschön geschrieben...
03.01.2012
HannaS hat geschrieben:
Ein trauriger, aber sehr eindrücklicher Bericht und ein wunderbares Gedicht! Danke, Uli!
02.01.2012
lotte98 hat geschrieben:
ich finde es auch total schlimm aber dein bericht ist echt schön... so rührend...
bei uns werden auch hin und wieder mal bäume gefällt aber das schlimme ist,wenn man noch nicht mal bescheid gesagr bekommt!ich war mit ner guten freundin unterwegs zum reiten,als wir das geräusch von motorsägen hörten.wir dachten uns nichts dabei und sind weitergeritten,da normalerweise ein schild aufgestellt wird,wenn es gefährlich werden könnte,als plötzlich ein baum direkt vor und auf den weg knallte.die pfede ham sich erschreckt und mein hund ist auch weggerannt.als die pferde sich beruhigt hatten und wir den hund gefunden hatten stellten wir die forstarbeiter zur reden dann bekamen wir gesagt das es ihnen zwar leid tut aber das wir selbst schuld sind wenn wir auf so einem unsicheren weg reiten und zum glück sei ja nichts passiert.
ich finde wenn überhaupt waldarbeiten(ich bin dagegen) dann sicher!!!
01.01.2012
AkutoNakama hat geschrieben:
Uli du hast diesen Bericht wirklich sehr gut geschrieben.
Da es auch meinen Oma ist, habe auch ich viel Zeit in diesem Wald verbracht, wodurch ich auch viele Erinnerungen und Erfahrungen mit diesem Wald teile.
Ich denke man sollte sich, wie auch schon einmal unten erwähnt, nicht nur auf die Abholzung der Regenwälder, welche ebenfalls schrecklich ist, sonder auch gegen die Lokale Abholzung beachten. Ich hoffe, dass die Menschen den Wald in Zukunft in Ehren halten, wobei jeder seinen eigenen Anteil dazu beitrage muss.
01.01.2012
Anni09 hat geschrieben:
Du hast echt ne tolle Oma! :)

Natürlich ist es traurig wenn Bäume gefällt werden und schön aussehen tut es erst recht nicht. Allerdings können wir uns in Deutschland noch glücklich schätzen, denn für jeden gefällten Baum muss mindestens ein neuer gepflanzt werden (könnten aber auch mehr sein, bin mir da nicht so sicher). Brasilien, Indonesien & Co. könnten mal wenigstens annähernd so wirtschaften wie wir in Deutschland. Optimal ist es natürlich nicht, aber der Bedarf an Holz wird immer mehr und ich persönlich finde es besser mit Holz zu heizen als mit Öl. Holz ist immerhin ein nachwachsender Rohstoff.

Dennoch ist jeder einzelne Baum wertvoll und jeder gefällte Baum ein Verlust.

Schöner Bericht
01.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Mit jedem Baum der fällt stirbt auch ein Teil der Menschheit........wie können wir nur unseren eigenen Lebensraum für Profit abholzen? Wälder sind so etwas tolles, dass es für mich eine Selbstverständlichkeit ist sie zu achten und zu schützen.

Wenn ich im Wald bin fühle ich mich zuhause und frei. Die Luft, die Geräusche und Gerüche.....das alles gibt einen Frieden, der mit Sägen zerstört wird. Echt traurig........ :(
31.12.2011
Sarah25 hat geschrieben:
Uli! Das ist echt eine traurige Geschichte, aber ein super Bericht! Auch sehr wachrüttelnd! ;)
31.12.2011
midori hat geschrieben:
Es freut mich, dass euch die Reportage gefällt :o) Auch wenn das Thema eben leider alles andere als berauschend ist.

@Glühwürmchen

Das ist eine gute Frage. Prinzipiell heimisch wären in ganz Deutschland ja eigentlich Buchenwälder. Thüringen besteht aber zum Großteil aus Nadelwäldern, in denen vorrangig Kiefern, Fichten und manchmal auch Tannen wachsen. Insofern würde ich diese Bäume jetzt schon als "heimisch" und "ursprünglich" bezeichnen. Es wurden auch einige Weißtannen neu gesetzt, die aber eigentlich kein Verhältnis zu dem bilden, was abgeholzt wurde. Zudem wurden sie in Hinblick auf den Klimawandel gepflanzt, da sie kalte Winter nicht so gut vertragen und es in unseren Gefilden ja sowieso milder wird.

Manchmal läuft man durch Thüringens Wälder und sieht eindeutig, dass es sich dabei nur um Forstwirtschaft handelt, weil die Bäume wirklich in Reih und Glied stehen und irgendwie kein typischer Waldboden existiert. Das ist ehrlich traurig :o(
30.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Toller Beitrag.. der Wald verzaubert so viele aber dennoch schauen sie einfach weg :/
30.12.2011
MaRyLoU hat geschrieben:
Ein schöner Artikel. Nicht umbedingt der Inhalt, denn der ist traurig, aber die Art wie du ihn geschrieben hast zeigt einem sehr deutlich das gefühl für den Wald.
30.12.2011
MaRyLoU hat geschrieben:
Ein schöner Artikel. Nicht umbedingt der Inhalt, denn der ist traurig, aber die Art wie du ihn geschrieben hast zeigt einem sehr deutlich das gefühl für den Wald.
30.12.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich kann euren Kummer sehr gut verstehen. Aber eine Frage: Sind die Nadelhölzer bei euch heimisch? Bei uns hat der Strum sie alle umgelegt, aber wir haben uns damit getröstet, dass sie eigentlich nicht ins Ökosystem gehören. Wie ist das bei euch? Würde mich echt interessieren...:)
30.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
30.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Das ist wirklich ein toller Artikel, der zeigt wie wichtig JEDER Wald ist nicht nur der Regenwald sondern auch unsere Wälder in Deutschland. Ich hoffe, dass es nicht noch schlimmer wird und dass dort wieder viele neue Bäume wachsen. Wir haben auch einen so tollen Wald um die Ecke und er wurde zum Teil auch abgeholzt. Das ist jedes Mal ein Schlag ins Gesicht, wenn man sowas mitbekommt. Das Video ist auch wunderschön...
30.12.2011
Josephine hat geschrieben:
Uli, dein Bericht ist wundervoll - auch wenn das Thema keineswegs wundervoll ist. Die Abholzung ist auch bei uns ein enormes Problem, unser winziges Dorf war sogar schon in der Tagesschau, weil hier in großem Stile Holz illegal gerodet wurde. Und als meine Mutter und ich einmal in einen Ort in der Nähe wandern wollten, haben wir uns trotz Karte jämerlich verlaufen, da es wegen des Holzabbaus alle 150 m eine Schneise im Wald gab und wir nicht mehr wussten, welcher der ganzen Wege jetzt der ist, der uns zum Ziel bringt. Und die Rodungen werden nicht weniger.
Es ist einfach traurig.
30.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
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