DIE RAUBKATZE
Meister der Vielfalt
Der Tiger ist nicht nur der König des Dschungels, sondern auch der asiatischen Savanne, der Berge, der Mangrovensümpfe und der russischen Taiga. Dort herrschen ganz unterschiedliche Umweltbedingungen. An eine besonders kalte Region sind die Tiere ganz anders angepasst, als an eine mit tropischer Hitze.
Das spiegelt sich auch im Aussehen der Tiere wieder. So schützt den Amurtiger ein besonders dickes Winterfell vor dem Erfrieren. Der Sumatra-Tiger hingegen kühlt sich gelegentlich im Wasser ab. Er hat sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen und ist ein guter Schwimmer.
Welche Tiger-Unterarten gibt es?
Heute leben noch sechs verschiedene
Unbestritten ist, dass Amurtiger, Indochinesischer Tiger, Bengal- oder Indischer Tiger und Sumatra-Tiger jeweils eine eigene Unterart bilden. Bei dem Malay-Tiger sind sich die Forscher darüber nicht ganz einig. Er stellt jedenfalls die Verbindung von den indonesischen zu den Festland-Unterarten dar. Der Südchinesische Tiger ist zwar als eigene Tiger-Unterart registriert, wurde allerdings schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesichtet.
Der weiße Tiger, den man von den beiden Magiern Siegfried und Roy kennt, stellt übrigens keine eigene Tiger-Unterart dar. Er ist vielmehr eine genetische Mutation. Alle in Gefangenschaft lebenden weißen Tiger stammen vom selben Männchen ab, das vor fast sechzig Jahren in Indien gefangen wurde.
Wo kommen Tiger in freier Wildbahn vor?
In dreizehn Ländern Asiens
Die gelben Flächen auf der Karte zeigen das frühere Verbreitungsgebiet der Tiger. Einst waren sie von der Türkei über Russland und China bis nach Bali verbreitet. Doch in den vergangenen 150 Jahren haben sie über 90 Prozent ihres Lebensraumes eingebüßt.
Die orangefarbenen Flecken auf der Karte markieren das heutige Verbreitungsgebiet. In freier Wildbahn kommt der Tiger nur noch in dreizehn Ländern Asiens vor: Bangladesh, Bhutan, China, Kambodscha, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland, Thailand und Vietnam.
Was wissen nur die Wenigsten über den Tiger?
Fünf Dinge die man nicht so schnell vergisst
Die Jungensterblichkeit liegt bei wilden Tigern bei etwa 60 Prozent.
Ein wilder Tiger kann etwa 18 bis 27 kg Fleisch auf einmal fressen. Auf dem Speiseplan von Tigern stehen je nach Region zum Beispiel Wildschweine, Hirsche, Rehe oder Tapire.
Weibliche Tiger machen ihre Paarungsbereitschaft durch laute Rufe deutlich. Sehr laute Rufe...
Tiger hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ihre Duftmarken können drei bis vier Wochen überdauern.
Es kann vorkommen, dass ein männlicher Tiger die Jungen eines Weibchens tötet, wenn er nicht der Vater ist.
schreibt für die WWF Jugend Redaktion, einer besonders aktiven Gruppe von Community-Autoren.
zum Profil















