Ich habe heute morgen auf ARD den Film "Zwei Brüder" von Jean-Jaques Annaud gesehen und wollte ihn hier einmal vorstellen.
In dem Film geht es um zwei Tigerjunge (Kumal und Sangha), die gemeinsam im Dschungel heranwachsen, aber schon ziemlich bald durch die Menschen voneinander getrennt werden; Nachdem der Jäger McRory den Vater der Jungen erschossen hat, findet er den kleinen Kumal, der kurze Zeit später an einen Zirkus verkauft wird.
Sangha hingegen wird von Raoul, dem Sohn des Gouverneurs, aufgenommen. Aber auch er wird von Raouls Eltern weiterverkauft.
So kommt es, dass die beiden ausgewachsenen Tiere ein Jahr später in einer Arena gegeneinander kämpfen sollen. Doch die Geschwister erkennen sich wieder und es gelingt ihnen gemeinsam auszubrechen.Die Menschen sehen die beiden Tiere als Bedrohung und McRory nimmt es sich zur Aufgabe, sie zu erlegen. Als jedoch er und der Junge Raoul von den Tigern erkannt werden, bringt er es nicht übers Herz sie zu töten.
Der Film endet mit einem Appell, die wenigen noch wild lebenden Tiger zu bewahren und vor der Lebensraumvernichtung durch die Holzindustrie zu schützen.
Mir haben an dem Film besonders die großartigen Tieraufnahem gefallen. Allerdings zeigt der Film auch sehr deutlich den rücksichtslosen menschlichen Umgang mit der Natur und anderen Lebewesen. Im Film gab es noch ein Happy-End, doch die Wirklichkeit sähe anders aus.
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Aber er wird mir bestimmt gefallen!
"In einem Interview gab Regisseur Jean-Jacques Annaud an, höchstens zehn Prozent von dem zu zeigen, wie eine Zirkusdressur einen Tiger gebrochen hätte. Am Filmset selbst wurde mit mehreren Tieren gearbeitet, insgesamt 30 Tiger, darunter 18 Tigerbabys, die mit ihren Trainern nach Kambodscha eingeflogen wurden. Die Tigerbabys waren sieben bis zwölf Wochen alt und stammten größtenteils aus Zoos in Frankreich und Thailand. Unterstützt wurden die Dreharbeiten vom indischen Tigerexperten Valmik Thapar.
Das Filmteam richtete sich laut Annaud nach den Tieren: ?Wenn einer nicht wollte, hörten wir entweder auf oder arbeiteten mit einem Double weiter. Außerdem richteten wir uns ganz nach dem Temperament der Tiere. Einer ist ängstlicher als ein anderer, ein anderer wiederum bewegt sich mehr als der trägere Bruder. Wir konnten sie ihren Fähigkeiten gemäß einsetzen und hatten neben den wissenschaftlichen Beratern mit Thierry Le Portier einen der erfahrensten Tiertrainer dabei.? Le Portier hatte bereits bei Der Bär mit Annaud zusammengearbeitet und nutzte eine Kombination aus Stimm-, Ton- und Handsignalen um die Tiere die zu dirigieren. Gedreht wurde in einem eingezäunten Areal, wobei Regisseur, Kameramann und Crew aus einem Käfig heraus filmten. Die Öffnungen für die Kameras wurden nur mit Kaninchendraht gesichert. Die menschlichen Darsteller wurden in einer zweiten Aufnahme ?eingepasst?."
Scheinbar haben sie sich also bemüht, die Tiere gut und respektvoll zu behandeln und sie auch nicht zu zahmen Schoßhündchen zu machen.
Aber trotzdem finde ich es nicht gut, dass sie (Wild)Tiere für solche Dinge missbrauchen.
Vor allem, jeder weiß, dass diese Tiere vom Aussterben bedroht sind.
Die beiden Tiger gehören in ein Zuchtprogramm zur Arterhaltung und nicht in die Hände von solchen skrupellosen Menschen, natürlich ist das nun eine Unterstellung meinerseits und wahrscheinlich kümmert man sich gut um die Beiden, aber trotzdem hier geht es um das PRINZIP.
Ich denke schon, dass es ihnen richtig gut geht. Ansonsten hätten sie auch nicht solches Vertrauen und würden diesen ganzen Kram gar nicht erst mitmachen.