Geschnitzte Holztiger weisen mir den Weg zum Tigergehege. Es geht eine kleine Anhöhe hinauf, bis man davor steht: mit großen Nadelbäumen und felsig erstreckt es sich über eine Fläche, die ungefähr so groß wie ein Sportplatz ist. Ein Teil davon ist mit einem Elektrozaun abgetrennt, hier lebt ein Vielfraß, eine Marderart aus der nördlichen Taiga.

Es dauert gute 5 Minuten, bis man das Areal umrundet hat und bald entdecke ich die Tiger. Am 28. Februar 2011 wurden hier sibirische Tigerzwillinge geboren. Sie haben sich mit ihrer Mutter in den Schatten zurückgezogen. Träge bewegt sich hier mal eine Schwanzspitze oder dort das Ohr der wachsamen Tigermama. In gut 20 Metern Entfernung zu den Besuchern lassen sie sich durch nichts stören. Sibirische Tiger leben mit Temperaturen bis zu -40°C, die sommerliche Hitze ertragen sie geduldig.

Der Tierpark Eberswalde ist der einzige in Brandenburg, der Mitglied der Stiftung Artenschutz (eine Gemeinschaftsinitiative von 45 angesehenen Zoologischen Gärten, Tierparks und Naturschutzorganisationen) ist und sich somit um den Erhalt von aussterbenden Tierarten bemüht. Unsere Tiger sind die Sieger, verkündet ein Plakat. Es wirbt damit, dass das neue Tigergehege einer eiszeitlichen Gletscherlandschaft nachempfunden ist und somit dem Lebensraum des sibirischen Tigers (bewaldete Flusstäler mit felsigen Hängen), so gut wie möglich entspricht
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Trotzdem ist mein Gedanke beim Verlassen des Parks, dass es hoffentlich bald mehr solchen Tigernachwuchs in der Freiheit geben wird.
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und ich denke für gefangenschaft haben es die tiger ganz gut. das könnte auch ungemütlicher sein, was jetzt nicht heißt, dass die gefangenschaft gut ist!
@anais: du willst doch jetzt nicht echt als proargument für zoos angeben, dass ja sonst viele leute statt dessen nach afrika fliefen würden. ich meine klar würden sich die emhscen iwie trotzdem zugang zu diesen tieren verschaffen, aber das als argument gelten zu lassen ahlte ich für fraglich.
davon mal ganz abgesehen finde ich es gut,w enn sich an den haltungsbedingungen wenigsten step-by-step etwas verändert. von heut auf mrogen geht eben so gut wie nichst.
und wie gesagt das ziel von zoos ist ein anderes wie das von tiergärten/~parks.
zoos dienen eher der bildung, forschung, erholung und dem naturschutz, zum beispiel durch nachzucht seltener tiere und deren auswilderung, sind aber ausgehend von einer tierschutz- oder tierrechtsposition umstritten... tierparks bezeichnen hingegen eher (historisch bedingt) eben eine "ansammlung" von tieren mit weiterer parklandschaften.
ich will ja nicht so weit gehen, dass zoos weitaus besser sind nur verfolgen die wenigstens einen anderen ansatz also die tierparks, die wirklich nur auf profit aus sind.
Wenn es so gut wie möglich Artenrecht ist find ichs inordnung, bevor so en Tier ausstirbt...