So hilft der WWF!


Eine runde Sache


für die Fischerei


© Cat Holloway / WWF-Canon

Hilfsprojekte

So hilft der WWF.

© Jürgen Freund / WWF Canon

Beifang ist verwerflich. Beifang ist unwirtschaftlich. Beifang zerstört die Meeresumwelt. Aber: Beifang ist kein unlösbares Problem. Es gibt sie: Lösungen für eine beifangfreie Fischerei. Viele Wissenschaftler haben bereits Ideen, wie die Fischerei cleverer werden kann. Es gibt 'schlaue Netze', die schon erfolgreich getestet wurden.

Auch die Politik muss handeln. Die Fischerei vor unseren Küsten wird in Brüssel geregelt. Die EU muss die illegale Fischerei stärker bekämpfen und nur noch nachhaltige Techniken unterstützen. Es darf sich für Fischer nicht mehr lohnen, unerwünschten Beifang einfach wegzuwerfen, um mehr Platz an Bord für die eigene Zielart zu haben. Der WWF veröffentlicht Studien, hilft neuen Fangtechniken auf die Beine und spricht gezielt mit Politikern, damit bessere Gesetze für die Meere verabschiedet werden.

Eine andere Fischerei ist möglich.



Verhindern, dass uns die falschen ins Netz gehen.

Mit guten Ideen kann man Leben retten.
© Quentin Bates / WWF-Canon

Sie sind oft so einfach, und doch genial: technische Tricks gegen den Beifangtod. Der WWF organisiert regelmäßig Wettbewerbe für 'schlaue' Fanggeräte, die "Smart Gear Competition". Die Erfindungen, die hierbei entstanden sind, haben schon vielen Tieren das Leben gerettet.

Allein durch eine Veränderung der Hakenform konnte der Beifang von Schildkröten um 90 Prozent verringert werden - jetzt gilt es, die so genannten Circle Hooks an alle Tunfischjäger weiterzugeben. Es gibt Netze mit akustischen Signalen, die Wale und Delphine auf Abstand halten. Mit einfachen bunten Streifen an den Netztauen können Seevögel verscheucht werden. Durch "Notausgänge" in Schleppnetzen können Schildkröten und Meeressäuger das Netz wieder verlassen, bevor es an Bord gezogen wird. Der WWF berät Fischer, die auf solche neuen Techniken umrüsten wollen.

Mit Aktionen das Thema Beifang in die Medien bringen.

Der WWF kämpft mit seiner Beifang-Kampagne für lebendige Ozeane.
© Klaus Behnisch / WWF

Was für ein Horror auf den Meeren abgeht, ist vielen nicht bewusst. Das wollen wir ändern. Deshalb ist der WWF mit Fotos und Filmen, Aktionen und Studien unterwegs - in den Medien, in den politischen Ausschüssen und auch auf der Straße. "Meerestiere sind kein Müll!" - unsere Botschaft ist so einfach wie wichtig!

Mit Tauchern und Künstlern haben wir diese Botschaft in die Zeitungen gebracht. Nachdem die Sportler durch Bodypainting in Meereslebewesen verwandelt wurden, tauchten sie für mehrere Minuten (ohne Sauerstoffflasche!) in ein Schwimmbecken und verfingen sich in einem großen Netz. Die Performance stand unter dem Motto "Stoppt den Beifang", das Bild ging in die Medien, sogar im Ausland.



© Ezequiel Scagnetti / WWF

Da staunten die EU-Politiker nicht schlecht, als plötzlich ein Müllwagen direkt vor dem Gebäude des EU-Rats parkte, aus dem eine drei Meter lange Fischflosse ragte. Drum herum standen Mülltonnen, bis zum Rand gefüllt mit Seesternen und Fischen. Bei dem starken Bild allein blieb es natürlich nicht: Unsere Fischereiexperten treffen sich mit den wichtigsten Politikern, um sie von unseren Argumenten zu überzeugen.

Hilfe für die Beifangopfer.

Damit die letzten nicht aussterben, kümmern wir uns um ihr Überleben.
© Des Syafrizal / WWF-Canon

Auf der indonesischen Insel Bali rettet der WWF das Leben tausender Meeresschildkröten. In der dortigen Aufzuchtstation, dem Turtle Conservation and Education Center, arbeiten Hafiz und seine Kollegen vom WWF Indonesien gegen den illegalen Handel mit Schildkröten. Hier werden Schildkröteneier aus Nestern ausgebrütet, die ansonsten an den Stränden geklaut werden. Nach mindestens vier Wochen werden die Baby-Schildkröten ins Meer entlassen. Sie haben eine lange Reise vor sich.



© Des Syafrizal / WWF-Canon

Die ersten kommen erst in 15 Jahren wieder an Land, um dann selbst zum ersten Mal Eier zu legen. In der Zwischenzeit sterben hoffentlich möglichst wenige von ihnen als Beifang. Um diese Wahrscheinlichkeit möglichst gering zu halten, geht der WWF auf alle Fischer zu und überzeugt sie nach und nach von den Vorteilen des Circle Hook. Den Fischern ist das nur recht. Denn nach ihrem Glauben bringt es Unglück, eine Schildkröte an Bord zu holen.



© Michel Gunther / WWF-Canon
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