Als das Containerschiff Rena im Oktober auf ein Riff schlug und zu sinken drohte, war das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Durch die stürmische See ist nun das eingetreten, was viele bereits befürchtet hatten. Das Schiff ist auseinander gebrochen und teilweise versunken.
Das noch im Heck befindliche Öl fließt dabei ungehindert ins Meer und verteilt sich durch den Sturm unaufhaltsam. Die Seevögel werden diesem schwarzen Gold wohl als erstes zum Opfer fallen, alle weiteren Folgen werden erst in naher Zukunft absehbar sein. Langfristig werden das Riff und die sensiblen Lebensräume an Flussmündungen verdreckt werden und sich erst über die kommenden Jahre langsam wieder säubern.
Stephan Lutter, Meeresschutzexperte vom WWF Deutschland schätz die Lage so ein: Viele Seevögel sind derzeit in der Mauser und halten sich deshalb nicht im Wasser auf. Damit sinkt glücklicherweise das Risiko, dass sie verölen.
Neben dem Öl ist eine weitere nicht unbedenkliche Problematik aufgetreten. Durch das Abrutschen des Schiffshecks vom Riff bahnen sich laut WWF weitere physische Schäden an den emfpindlichen Riffstrukturen an. Wenn das Wrackteil am Meeresboden bleibt, werden giftige Substanzen wie z.B. restliches Öl langsam und schleichend austreten so Stephan Lutter.
Die zahlreichen Container, die in den letzten Wochen und Monaten ins Meer gestürzt sind, enthalten teilweise brisante Inhalte, die sich jetzt im Meer ausbreiten. So zum Beispiel Milchpulver, welches große Lebensgemeinschaften am Riffkörper ersticken können. Ebenso Muscheln und Bodenlebewesen.
Wie sich das Ganze weiter entwickelt und welche Konsequenzen daraus gezogen werden, werdet ihr natürlich in naher Zukunft erfahren. Bis dahin können wir nur das beste hoffen.
Quelle: WWF Deutschland
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Alle sehen zu, wie wieder etwas schreckliches passiert, das die umwelt aufs neue massiv schädigt ...
Man denkt doch die Leute würden lernen (vll. tun sie das ja auch, aber wo bleibt der Erfolg?