Einsatz für die Natur!


Mit Tempo auf


die Zielgerade!


© R. Isotti, A. Cambone - Homo Ambiens / WWF-Canon

So hilft der WWF

Voller Einsatz in Asiens faszinierenden Ökoregionen

© Mauri Rautkari / WWF-Canon

Der WWF setzt sich stark für die faszinierenden Ökoregionen Asiens ein. Er bildet Wildhüter aus, geht gegen den Klimawandel vor, schützt Wälder vor der Abholzung, bewahrt Tierarten vor dem Aussterben, hilft der lokalen Bevölkerung und klärt sie in Umweltthemen auf, geht mit Regierungen in den Dialog und sucht nach Lösungen, die rasch und praktisch umsetzbar sind - für Menschen und Natur in Asien!

Leopardenland und Wildhüter:

Amur-Region und ihre Großtiere auf vielen Wegen schützen
© Hartmut Jungius / WWF-Canon

Üppige Urwälder bis zum Horizont: Entlang des Bikin-Flusses erstrecken sich schier endlose Laubmischwälder mit rund 400 verschiedenen Baumarten. Auch die Tierwelt ist enorm vielfältig: Amur-Tiger, Leopard, Elch, Braunbär, Moschushirsch, Asiatischer Schwarzbär und viele weitere Arten teilen sich einen Lebensraum, den der WWF zusammen mit dem Volk der Udege beschützt und bewahrt. 461.154 Hektar, eine Region knapp doppelte so groß wie das Saarland, haben sie gepachtet, um ihn für 49 Jahre vor den illegalen Holzeinschlägen zu bewahren.

Im gesamten Einzugsgebiet des Bikin-Flusses - etwa 1,3 Millionen Hektar weit und damit fast so groß wie Schleswig-Holstein - konnte der WWF in Zusammenarbeit mit der indigenen Bevölkerung der Udege ein Einschlagsmoratorium durchsetzen.

Die durch das Waldschutzprojekt vermiedenen CO2-Emissionen sind inzwischen berechnet worden. demnächst sollen erste Erlöse aus dem Verkauf von Kohlenstoffzertifikaten erzielt werden. Diese Erlöse sollen zum einen der lokalen indigenen Bevölkerung zugutekommen und zum anderen den zukünftigen Schutz der Bikin-Wälder mitfinanzieren.

Insgesamt rund 4,5 Millionen Hektar der gesamten Amur-Region wurden mit WWF-Hilfe seit 1993 unter Schutz gestellt. Heute stehen 500.000 Hektar zusätzlich vor der Ausweisung und rund 4,6 Millionen Hektar sollen noch bis 2020 hinzukommen.

Ein vom WWF unterstützter Stab mutiger Wildhüter hat den Bestand an etwa 450 verbliebenen Amur-Tigern seit rund 15 Jahren stabil gehalten. Die Wilderei ging zurück - nicht nur auf Tiger, sondern auch auf dessen Beutetiere wie Wildschweine, Rehe, Sikahirsche und Rothirsche. Bei der letzten Tiger-Zählung wurde sogar ein leichter Anstieg des Bestandes nachgewiesen.

Nach zwölf Jahren Vorarbeit des WWF entstand in der Primorje-Region der Nationalpark "Leopardenland", der an Nordkorea und China grenzt. In naher Zukunft soll der Bestand von gegenwärtig 30 Amur-Leoparden auf 50 ansteigen. Platz genug ist vorhanden: Im 262.000 Hektar großen Nationalpark mit seiner 30.000 Hektar großen Kernzone unternehmen nun WWF Russland und die Länder, die an der Einrichtung des Gebietes beteiligt sind, größte Anstrengungen, um den Amur-Leoparden vor dem Aussterben zu retten. In der gesamten Amur-Region ist die Zahl der Amur-Leoparden in den vergangenen fünf Jahren um fast das eineinhalbfache auf 48 bis 50 Exemplare angestiegen.

Die Samen der Koreanischen Kiefer - auch "Nüsse" genannt - sind eine wichtige Nahrungsquelle für Tiere und Menschen. Der WWF fördert daher die nachhaltige Nutzung dieser "Nüsse" und anderer Waldprodukte und unterstützt regionale Betriebe, diese Naturprodukte eines Tages auf dem internationalen Markt zu vertreiben.

Hilfe für das Dach der Welt:

Klimawandel bremsen – Bevölkerung helfen
© Steve Morgan / WWF-Canon

Majestätisch - das Wort beschreibt am ehesten die imposanten Berge und Gletscher des Himalaja. Doch der Artenreichtum ist nicht minder beeindruckend, vor allem unterhalb der Baumgrenze - von haushohen Rhododendrenwäldern bis zu fantastischen Arten wie Kragenbär, Goldlangur oder dem Satyrtragopan, einem seltenen Fasan.

Bereits seit mehr als 40 Jahren setzt sich der WWF erfolgreich für den Naturschutz im Himalaja ein. Dort hat der WWF bereits in den achtziger Jahren Naturschutz mit klassischer Entwicklungshilfe verbunden, als den Bewohnern der Annapurna Conservation Area erstmals die nachhaltige Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen ermöglicht wurde.

Der WWF bemüht sich um die Wiederaufforstung der Region mit einheimischen Baumarten, um isolierte Schutzgebiete miteinander zu verbinden. Hierdurch werden wertvolle Ökosysteme vernetzt, wodurch wichtige Lebensräume und Wanderkorridore für Tiere und Pflanzen entstehen. Isolierte Populationen seltener Tierarten können so wieder miteinander in Verbindung treten. Das stärkt die genetische Widerstandskraft. Zugleich werden dadurch Berghänge wieder befestigt, die in der Vergangenheit durch unkontrollierten Holzeinschlag entwaldet wurden und nun durch Erdrutsche bedroht sind.

Die Wiederaufforstung schafft zudem Arbeitsplätze für die regionale Bevölkerung. Außerdem unterstützt der WWF den Bau kleinbäuerlicher Biogasanlagen, so dass nicht mehr so viele Wälder für Feuerholz gerodet werden. Biogas ist ein alternativer, leicht verfügbarer Brennstoff, der größtenteils aus Rinderdung gewonnen wird.

Zugleich plädiert der WWF in Indien gegen den Anbau von Biokraftstoffen in großem Stil . Denn der Flächenverbrauch durch riesige Monokulturen würde Artenverlust bedeuten und die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme verringern.

Um den Klimawandel abzubremsen, übt der WWF vor allem Druck auf nationale Regierungen aus, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern und eine nachhaltige Lebensweise zu fördern. Auch im Himalaja: Denn die größte Gefahr droht dem Gebirge und seinen Bewohnern durch die Ausnutzung seiner natürlichen Ressourcen. Millionen Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Sie sind abhängig von den Holz- und Wildtiervorräten, um ihr tägliches Überleben zu sichern. Sie brauchen eine Perspektive, um ohne Raubbau der Natur ihre Existenz zu sichern.

Das Wunder von Minshan und der Große Panda:

Große Anstrengungen für eine außergewöhnliche Region
© Fritz Pölking / WWF

Eine atemberaubende Artenvielfalt und verschiedene Landschaftstypen machen die Bergregion Minshan zu etwas Besonderem - und deshalb besonders schützenswert. Mit einer Größe von etwa 34.000 Quadratkilometern, was in etwa der Größe Nordrhein-Westfalens entspricht, erstreckt sich Minshan im Südwesten Chinas im oberen Verlauf des Jangtse-Flusses. Der höchste Punkt ist in 5.588 Meter Höhe.

Die extrem hohen Berge sind es, die seit der Eiszeit artenreiche Laub- und Nadelwälder regelrecht abgeschirmt haben vor der "Außenwelt". In einem regenreichen Klima und einer Landschaft mit vielen Flüssen und Seen konnten so Tierarten überleben, die anderswo bereits ausgestorben sind: beispielsweise der Golf-Stumpfnasenaffe, die Sichuan-Waldeule, der Takin (ein urtümlicher Paarhufer) und seltene Pflanzenarten wie die Chinesische Eibe.

Doch das berühmteste Tier Minshans ist der Große Panda, für den die Bergregionen vielleicht die letzte Überlebenschance sind. Von den insgesamt noch 1.600 wild in Chinas Wäldern lebenden Pandas sind 720 dort zu Hause. Geschützt werden sie und die anderen seltenen Arten durch mehr als 20 Pandareservate in der Minshan-Region.

Bereits 1981 wurde mit Hilfe des WWF der Bau eines Schutz- und Forschungszentrums für den Großen Panda im 200.000 Hektar großen Wolong-Reservat begonnen. Seither unterstützt der WWF die chinesische Regierung, den Panda-Lebensraum mit seinen Bambusvorkommen zu erhalten und zu vergrößern. Ein nationales Schutzprogramm für den Großen Panda wurde ins Leben gerufen, in dessen Rahmen seither insgesamt 62 Reservate eingerichtet wurden. Wilderei und illegaler Holzeinschlag in Panda-Regionen wurden deutlich reduziert. Bis 2015 soll die Waldschutzfläche nochmals deutlich auf drei Millionen Hektar - der Fläche Belgiens - vergrößert werden. Es gibt also Hoffnung für den Großen Panda!

Knapp eine Million Menschen leben in Minshan - viele davon unter der Armutsgrenze. Daher benötigen sie oft Produkte des Waldes, um zu überleben. Doch dies schadet dem Ökosystem und seinen Bewohnern. Deshalb wurden der Bevölkerung moderne Methoden der nachhaltigen Waldnutzung und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft vermittelt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Allein in der Provinz Sichuan haben inzwischen rund 600 Menschen in der Überwachung der Reservate, in Forschung und Verwaltung sowie im zunehmenden Natur-Tourismus durch die Pandas eine lohnende Beschäftigung gefunden. Das will der WWF weiter ausbauen und für die dortige Landbevölkerung weitere nachhaltige Einkommensquellen schaffen.

Better Cotton Initiative am Ganges:

Bessere Baumwolle, besseres Wasser
© Fritz Pölking / WWF

Heute werden fast drei Viertel des Flusseinzugsgebietes für Ackerbau genutzt - überwiegend für Baumwolle. Häufig werden Pestizide und Chemikalien verwendet und extrem viel Wasser verbraucht - zu Lasten der Natur und der Menschen. Deshalb ist der WWF in den Staaten Uttar Pradesh und Uttarakhand aktiv, um eine nachhaltigere Nutzung der Wasserressourcen des Ganges zu erreichen.

Seit 2007 engagiert sich der WWF mit seiner "Better Cotton Initiative" zusammen mit Produzenten und Händlern sowie unabhängigen Organisationen, um einen umweltverträglicheren Anbau zu fördern und einen Zertifizierungsstandard wie beispielsweise das MSC-Siegel oder FSC-Siegel einzuführen.

Ziel ist es, Verschwendung zu verhindern und künftig weniger Wasser zu nutzen. Außerdem sollen weniger Pflanzenschutzmitteln verwendet werden, damit die Böden und der Ganges nicht durch giftige Abwässer geschädigt werden.

Durch eine bessere Wasserqualität könnte sich langfristig auch die Gesundheit von Millionen Menschen verbessern. Zudem ließen sich dadurch die Ökosysteme entlang des Ganges und ihre Arten besser bewahren. Das will der WWF durch seine Modellprojekte aufzeigen.

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