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Vom Amur


bis zum Himalaya


© naturepl.com / Juan Carlos Munoz / WWF-Canon

Asien

Unterschiedlicher und vielfältiger können Lebensräume nicht sein

© Fletcher & Baylis / WWF-Indonesia

Von unwirtlich eisig über staubtrocken bis tropisch feucht: Asiens Lebensräume sind enorm vielseitig. Viele von ihnen strotzen vor Artenvielfalt. Selbst im kalten Himalaja sind zum Beispiel mehr als 10.000 Pflanzenarten bekannt, ein gutes Drittel existiert nur dort. Das rund 3.000 Kilometer lange und fast neun Kilometer hohe Gebirge reguliert entscheidend das Klima der gesamten Region. Riesige Flüsse wie der Ganges, Indus und Jangtse entspringen dort. Mit ihrem Artenreichtum sind sie Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Doch die Lebensadern werden vom Menschen arg strapaziert: Allein der Ganges ist einer der zehn am stärksten gefährdeten Flüsse der Welt.

China mit rund 1,35 Milliarden Menschen ist nicht nur bekannt für Kung Fu und Ein-Kind-Politik. Chinas beheimatet auch eine riesige Artenvielfalt. Große Pandas, Kamele, Ginseng und Tiger leben dort in verschiedensten mittlerweile gefährdeten Lebensräumen.

Vom Nordosten Chinas über die Mongolei bis hin ins ferne Ostrussland erstreckt sich die Amur-Region mit noch unberührten Laub- und Nadelwäldern. Diese sind Lebensraum für Wölfe, Tiger, Leoparden sowie Braunbären, Kragenbären, Luchse, Elche, Wölfe, Sikawild, Schneeschafe, Rotwild sowie viele weitere Säugetierarten.

Faszinierende Artenvielfalt

Vom schönsten Säugetier der Welt bis zu den Raubkatzen der Amur-Region

Roter Panda © Susan A. Mainka / WWF-Canon

Als "schönstes Säugetier auf Erden" wurde der Rote Panda von seinem Entdecker Frederic Cuvier bezeichnet. In der Himalaja-Region leben die letzten Vertreter dieser Art - mittlerweile weniger als 10.000 Tiere. Sie leben in den Bergregionen Indiens, Bhutans, Nepals, Myanmars sowie in Chinas Provinzen Tibet, Sichuan und Yunnan, meist in einer Höhe zwischen 1.500 und 4.200 Metern. Obwohl sein Gebiss darauf hindeutet, dass der Rote Panda zu den Pflanzenfressern gehört - er frisst gerne Bambus - ernährt er sich in seltenen Fällen auch von Insekten, Jungvögeln, Eiern und Kleinnagern. Er gilt als einziger Vertreter der so genannten Katzenbären. Wilderei, Überweidung seines Lebensraums durch Nutztiere und Abholzung gefährden das Überleben dieser Art.

Der Amur-Tiger

Der Amur-Tiger ist die weltweit größte Katze. Er kann bis zu 310 Kilogramms schwer und bis zu 2,20 Meter lang werden. Sein Fell hat eine typische rotbraune Grundfärbung und schwarze Streifen. Das dichte und lange Winterfell schützt die Tiere bis zu Temperaturen von minus 45 Grad Celsius, während das kurze, luftige Sommerfell Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius erträglich macht.

Der Amur-Tiger ist meist nachtaktiv und ein Überraschungsjäger. Sein Bestand war bis zur Mitte des 20. Jahrhundert durch Überjagung seiner Beutetiere und großflächige Lebensraumzerstörung drastisch auf wenige Dutzend Tiere geschrumpft. Durch intensive Schutzbemühungen auch des WWF erholte sich sein Bestand auf heute schätzungsweise 450 Tiere.

Amur-Tiger © naturepl.com / Edwin Giesbers / WWF-Canon

Der Amur-Leopard

Nur noch 35 bis 40 Amur-Leoparden leben in den Laub-, Misch- und Nadelwäldern im Fernen Osten Russlands und im Nordosten Chinas. Damit besteht höchste Aussterbegefahr! Nach zwölf Jahren Vorarbeit des WWF hat die russische Regierung an ihrer chinesischen Grenze im Fernen Osten im April 2012 einen neuen Nationalpark eingerichtet, um die letzten 30 dort lebenden Amur-Leoparden zu schützen und eine bessere Voraussetzung für Nachwuchs zu schaffen.

Die seltene Wildkatze ist ein Einzelgänger und begibt sich nur in der Paarungszeit in Gesellschaft. Danach bekommt das Leopardenweibchen im Frühling bis zu sechs Junge, die drei Monate lang gesäugt werden, zwei Jahre mit ihrer Mutter zusammenbleiben und mit vier Jahren geschlechtsreif werden. Auch ihr Lebensraum ist stark gefährdet, wogegen der WWF mit verschiedenen Schutzprogrammen dagegen hält.

Amur-Leopard © naturepl.com / Lynn M. Stone / WWF-Canon

Der Große Panda

Das Wappentier des WWF ist nur in den lichten Laub- und Nadelwäldern Asiens mit Bambus als Unterholz zu finden. Nur etwa 1.600 Tiere leben über sechs Bergregionen im Südwesten Chinas verstreut und gelten als "stark gefährdet". Die chinesische Regierung hat der Abholzung der Baumbuswälder 1998 ein Ende gesetzt. Bisher konnte jedoch noch nicht erforscht werden, wie sich die Bestandsgröße weiterentwickelt.

Der Große Panda gehört zur Familie der Großbären (Ursidae), obwohl er, im Gegensatz zu den anderen Großbären, keinen Winterschlaf hält, einen "falschen Daumen" besitzt und sich kaum von Fleisch ernährt. Der 85 bis 125 Kilogramm schwere Große Panda ist fast ausschließlich Vegetarier und bevorzugt Bambus-Blätter und -Stängel. Da Bambus nur wenige Nährstoffe enthält, müssen die Bambusbären bis zu 16 Stunden am Tag 20 bis 30 Kilogramm davon verdrücken, um satt zu werden.

Großer Panda © Bernard De Wetter / WWF-Canon

Der Ganges- oder Indus-Delfin

Er ist fast blind, doch im trüben Wasser von Ganges, Brahmaputra und Megha ist sein Echolot viel nützlicher, um sich zu orientieren oder Beutetiere wie Fische oder Garnelen aufzuspüren. Ganges- und Indus-Delfine schwimmen auf der Seite. Dabei schleift eine ihrer riesigen Flossen im schlammigen Flussbett. Forscher gehen davon aus, dass ihnen dieses Verhalten bei der Futtersuche hilft. Da der Delfin mit seiner schmalen, spitzen Schnauze nicht kauen kann, verschlingt er seine Beute - Fische und Garnelen - ganz.

Wie der Irawadi-Delfin ist der Ganges-Delfin recht selten: Nachdem um 1980 der Bestand auf rund 5.000 Tiere geschätzt wurde, beträgt er heute nur noch etwa 1.800 Tiere. Die Weibchen des Ganges-Delfins sind mit 2,60 Meter etwas größer als die Männchen mit 2,10 Meter. Die Tiere werden bis zu 30 Jahre alt.

Ganges Fluss-Delfin © Francois Xavier Pelletier / WWF-Canon

Der Schneeleopard

Keine Großkatze klettert höher als er: Bis hinauf zu 5.500 Metern ist der Schneeleopard in der Himalaja-Region und anderen Gebirgsmassiven Zentralasiens zu finden. Durch seine kurzen Vorderbeine, die dicken Pranken und die gut ausgebildete Brustmuskulatur ist er ein geschickter Kletterer und perfekt an seine Umgebung angepasst. Sein langer, dicker Schwanz dient zur Balance und sein weiß-graues Fell mit den dunklen Ringen tarnt ihn perfekt in seinem verschneiten, felsigen Lebensraum, wenn er sich an seine Beutetiere anschleicht.

Auf dem Speiseplan des Schneeleoparden stehen Huftiere wie beispielsweise Steinböcke oder Blauschafe, große Vögel oder Murmeltiere. Der Ruf des Schneeleoparden ist ein sehr lang gezogenes Heulen und wird von manchen Bergbesuchern als Schrei des Fabelwesens Yeti gedeutet. Noch leben schätzungsweise 4.300 bis 7.200 Tiere in der Wildnis. Doch leider erzielen sein Fell und seine Knochen hohe Preise auf dem Schwarzmarkt, so dass Wilderer zunehmend seinen Bestand gefährden. Da Schneeleoparden auch Ziegen, junge Yaks und andere Nutztiere reißen, kommt es immer wieder zu Konflikten mit Hirten und Bauern.

Schneeleoparden sind die einzige Art ihrer Gattung und mit allen anderen Leoparden nur entfernt verwandt.

Schneeleopard © Bruce W. Bunting / WWF-US
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