Nicht wegschauen!


Sonst wird Asiens


Natur zerstört!


© Elma Okic / WWF-Canon

Die Bedrohung

Countdown für Asiens Naturschätze

© Global Warming Images / WWF-Canon

Der artenreiche Ganges ist Fluss und "lebendige Göttin" zugleich. Nach dem Glauben der Hindu reinigt das Wasser Körper und Geist. Doch mit mehr als 400 Millionen Anwohnern ist sein Einzugsgebiet extrem dicht besiedelt. Täglich leiten Fabriken mehr als eine Milliarde Liter Abwasser ein, angereichert mit hochgiftigen Chemikalien.

China ist der weltgrößte Verursacher von Treibhausgasen und zugleich der größte Konsument für Produkte aus bedrohten Arten. Seit das Ausmaß und die Folgen von Umweltschäden wie Smog nicht mehr zu übersehen sind, steht das Thema Umweltschutz bei der chinesischen Regierung weit oben auf der Agenda.

Die Nachfrage nach Rohstoffen wie Holz, Erzen und anderen Mineralien wird immer größer - und bedrängt die biologische Vielfalt der Amur-Region. Die Wälder dort werden vor allem durch nicht-nachhaltige und illegale Einschlagpraktiken geschädigt.

Im Himalaja bringt der Klimawandel bereits heute eine fatale Trockenheit - mit schlimmen Folgen für Bevölkerung und Ökosystem. Millionen von Menschen leben jetzt schon unterhalb der Armutsgrenze und haben längst aus schierer Not einen Großteil der Wälder gerodet. Wir dürfen Asiens Naturschätze nicht verlieren!

Woran leidet die Amur-Region?

Unter den rücksichtslosen Eingriffen des Menschen.

Die Bevölkerung wächst ebenso wie der Bedarf an Rohstoffen. Der Reichtum an Holz und Bodenschätzen vieler noch unberührter Regionen Asiens lockt immer mehr Menschen an. Doch die Ausbeute erfolgt oftmals brutal und ohne Rücksicht auf die biologische Vielfalt, Nachhaltigkeit oder ökologische Zusammenhänge. Die Amur-Region ist dadurch massiv in Gefahr, ihren Naturreichtum unwiederbringlich zu verlieren.

Der Holzeinschlag etwa wird zumeist im Raubbau illegal und unkontrolliert vorangetrieben. Das so gewonnene Holz wird beispielsweise für Papier, Zellstoff oder andere Holzprodukte genutzt. Bei der Gewinnung von Mineralien wiederum, vor allem Erzen, werden alte Abbautechniken verwendet, die riesige Naturräume zerstören und sowohl die Gewässer als auch die Böden der Region mit giftigen Stoffen belasten. Zurück bleibt eine trostlose Landschaft.

Weil Kontrollen fehlen und Korruption herrscht, gibt es auch bei legalem Abbau keine Renaturierung, die eigentlich vorgeschrieben ist. Viele von Profitgier getriebene Konzerne verhalten sich verantwortungslos gegenüber der Natur der Amur-Region, der sie offenbar keinen Wert beimessen.

© John E. Newby / WWF-Canon

Der Leiter der russischen Forstbehörde, Pyotr Diuk, bestätigte vor versteckter Kamera die Machenschaften der "Holz-Mafia". Korruption, legale Versteigerung (korrekt?) von illegal gefällten Bäumen und das kriminelle Roden innerhalb von Schutzgebieten sind mehr oder weniger an der Tagesordnung. Das mutige Engagement des WWF konnte bisher eine großflächige Abholzung verhindern.

Waldbrände nehmen besonders dort zu, wo verstärkt Landwirtschaft betrieben wird: Die nicht verwertbaren Ernterückstände werden rücksichtslos abgebrannt und die Feuer können sich unkontrolliert auf die angrenzenden Wälder ausbreiten.

Die Wilderei ist ein weiteres großes Problem. Sie gefährdet den Bestand ganzer Arten! Einerseits werden Wildarten wie Rehe, Hirsche und Wildschweine wegen ihres Fleisches als Nahrungsmittel gejagt. Andererseits werden Arten auch wegen ihrer Felle und Knochen getötet. Bei Wilderern besonders begehrt sind Körperteile des Amur-Tigers und Amur-Leoparden. Auf dem chinesischen Schwarzmarkt werden sie zum Teil als Medizin verkauft und bringen besonders viel Geld.

Die wachsende Nachfrage nach Wildfischen und Kaviar führt zu immer mehr illegaler Fischerei. Außerdem sind umstrittene Staudammprojekte und Ölpipelines in der Region des Amur-Tigers geplant, deren Verwirklichung Bewohner und Umwelt der Amur-Region weiter belasten würden.

Wilderei und illegaler Holzschlag gefährdet die Amur-Region extrem - nicht nur Tiere und Pflanzen sind betroffen, sondern auch Menschen!

Was passiert, wenn der Himalaja sein Eis verliert?

Es drohen Sturzfluten und Trockenzeiten.
© WWF-India

"Dort, wo der Schnee wohnt" bedeutet die Bezeichnung Himalaja in Sanskrit, der alten Sprache indischer Brahmanen-Priester. Das könnte bald Vergangenheit sein. Denn zwei Drittel aller Gletscher des Himalaja schmelzen durch die globale Erderwärmung! Der Khumbu-Gletscher beispielsweise ist in rund 50 Jahren um mehr als fünf Kilometer geschrumpft. Möglicherweise, so Klimaforscher, könnten die meisten Gletscher im Himalaja bereits in 40 Jahren komplett verschwunden sein.

Das Klima Zentral- und Südasiens wird vom 3.000 Kilometer langen und höchsten Gebirge der Welt beeinflusst. Im Süden des Hauptkamms regnen sich herangewehte Wolken im jährlichen Rhythmus ab, während das Klima auf dem Hochplateau von Tibet eher trocken ist. Abgesehen von den Polarregionen beherbergt das Himalaja-Gebirge die größte Anzahl an Gletschern, aus denen riesige Flüsse, wie beispielsweise der Ganges, der Indus und der Yangtse entspringen. Mehr als 80 Prozent der lokalen Bevölkerung der Himalaja-Region beziehen Wasser zum Trinken und zum Bewässern ihrer Felder von den Gletschern.

Doch das immer weiter voranschreitende Verschwinden der Schneefelder und Eisflächen hat zur Folge, dass es in der Trockenzeit immer weniger Wasser gibt. Davon sind allein am Ganges rund eine halbe Million Menschen betroffen. Umgekehrt würden in Zukunft verstärkt die Niederschläge nicht mehr als Eis gespeichert, sondern direkt die Täler fluten - mit unabsehbaren Folgen für Dörfer und Natur.

Ganze Lebensräume wie die Feucht- und Nebelwälder und ihr Artenreichtum sind gefährdet! Das sind auch schlechte Voraussetzungen für die etwa zehn Millionen Viehhalter in der Region des Himalajas, die bereits heute teilweise unterhalb der Armutsgrenze leben.

Ökosysteme können sich zu einem gewissen Grad dem Klimawandel anpassen. Doch bei der gegenwärtigen Erwärmungsrate müssten sich die Vegetationszonen in nur zehn Jahren um rund 200 Meter nach oben verschieben. Das erscheint Experten nahezu unmöglich.

Die beste Strategie, den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, ist daher, die Widerstandsfähigkeit des ökologischen Systems zu stärken und gleichzeitig der genetischen Verarmung Einhalt zu gebieten.

Chinas Industrie schädigt die Umwelt immer mehr…

und tritt damit in unsere westlichen Fußstapfen!
© Hartmut Jungius / WWF-Canon

Die Industrialisierung Chinas schreitet mit riesisigen Entwicklungssprüngen voran und hat mittlerweile westliches Niveau erreicht. Hurra? Nein, denn inzwischen ist das "Reich der Mitte" auf der Überholspur in Sachen Umweltschädigung! Bereits auf dem Klimagipfel in Mexiko vermeldete die Nachrichtenagentur Xie Zhenhua: "Wir sind jetzt weltweit auf dem ersten Platz beim Emissionsvolumen". China ist außerdem der größte Konsument für Produkte aus bedrohten Arten und entsorgt laut der chinesischen Akademie der Wissenschaften im Fluss Yangtse 14 Milliarden Tonnen Abfall in einem Jahr. Nach Angaben der chinesischen Regierung werden allein 25 Millionen Bäume im Jahr zu Einweg-Essstäbchen verarbeitet.

Die Kehrseite des Wirtschaftswunders: Ein grauer Smog-Himmel über Peking zeigt die immense Luftverschmutzung Chinas. Laut einer chinesischen Statistik verursacht die Luftverschmutzung in der Stadt Peking mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr. Verseuchte Flüsse, sinkende Grundwasserspiegel und der immer weiter schwindende Lebensraum für die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt gefährden die Ökosysteme des viertgrößten Landes der Erde.

Abgeholzte Heimat: Nur noch etwa 1.600 Große Pandas leben in letzten, kleinen Waldinseln inmitten von Äckern, Straßen und Siedlungen. Allein in der dicht besiedelten Provinz Sichuan wurde in den 1970er und 1980er Jahren die Hälfte des Lebensraumes des Pandas zerstört. Die letzten Rückzugsgebiete des Großbären sollen jetzt durch die Schaffung grüner Korridore verbunden werden. Das ist besonders wichtig, damit die Pandas wieder zu ihren Futterquellen wandern können und der genetische Austausch zwischen den verschiedenen Populationen möglich ist.

Aufgrund der hohen Strafen werden Große Pandas nur noch selten gewildert, doch verenden die "Bambusbären" immer wieder in Fallen, die für andere Tiere aufgestellt werden.

China braucht Unterstützung, um seine Umweltprobleme zu lösen und seine biologischen Schatzkammern zu bewahren!

Der Ganges am ökologischen Scheideweg

Der extrem verschmutzte und verbaute Fluss braucht Hoffnung.
© Mauri Rautkari / WWF-Canon

Für Hindus gilt er als heiliger Fluss: Der mehr als 2.500 Kilometer lange Ganges versorgt einen großen Teil Indiens und Bangladeschs mit Wasser für Leib und Seele. Doch trotz der wichtigen Funktion des Ganges (Sanskrit "Ganga") wird ihm schwer zugesetzt. Täglich werden mehr als eine Milliarde Liter Abwasser mit giftigen Chemikalien von Arsen bis Quecksilber aus Fabriken eingeleitet. Es wimmelt von Kolibakterien, weil Haushaltsabwässer vor allem aus Millionenstädten wie Neu Delhi und Kalkutta weitgehend ungeklärt eingeleitet und traditionell Leichen im Ganges bestattet werden. Der Ganges ist nicht der einzige Fluss, der von Menschen verseucht wird: Vier weitere asiatische Flüsse - Jangtse, Mekong, Saluen und Indus - zählen zu den zehn am stärksten gefährdeten Flüssen der Erde.

Im Flusseinzugsgebiet des Ganges lebt ein Zwölftel der Weltbevölkerung - Kleinbauern, Fischer und Arbeiter in der Großindustrie. Vor 150 Jahren begann die intensive Ausdehnung der Landwirtschaft. Dabei gingen mehr als 80 Prozent der ehemaligen Waldflächen im gesamten Einzugsgebiet verloren. Heute werden fast Dreiviertel der Flächen des Flusseinzugsgebietes zum Ackerbau genutzt - vor allem für Getreide und Baumwolle. Fast die Hälfte der bewässerten Landwirtschaftsfläche Indiens liegt im Ganges-Einzugsgebiet.

Weitere Bedrohungen sind die Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise die Errichtung von Staudämmen oder der Ausbau für die Schifffahrt.

Dem Ganges wird außerdem viel mehr Wasser entnommen, als nachfließen kann! Allein im Bundesstaat Uttarakhand laufen 220 Wasserkraftprojekte, die den natürlichen Abfluss des Flusswassers stören. Nur noch 5 Prozent der früheren Wassermenge erreichen heute das große Mündungsgebiet in Bangladesch.

Für Mensch und Natur müssen wir die Wasserqualität verbessern und die Flussökosysteme erhalten!

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