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© Martin Harvey / WWF-Canon
Dagegen sind wir machtlos!


von Lisa18
09.02.2015
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Wer glaubt, Erdbeben kommen nur alle paar Jahre mal vor, hat sich gewaltig geirrt! Allein in den letzten 24 Stunden gab es 102 Beben weltweit! Die meisten sind jedoch so schwach, dass wir sie gar nicht spüren. Zum Glück! Denn wenn jede Erschütterung so stark wäre, dass Häuser einstürzen, Menschen sterben und Tsunamis und Erdrutsche ausgelöst würden, hätten wir selbst in Deutschland keine ruhige Minute mehr.


Doch wie entstehen diese Naturgewalten überhaupt?
Dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe. Diese reichen vom Kontinentaldrift über vulkanische Aktivität bis hin zu menschengemachten Sprengungen und Bergstürzen. Dabei unterscheidet man zwischen tektonischen Beben, See- und Frostbeben. Doch was genau dabei passiert, sehen wir uns jetzt mal an.

©Wikipedia.org

Wie ihr bestimmt wisst, besteht die Erde aus verschieden großen Kontinentalplatten (siehe Bild), die permanent in Action sind. Dabei stoßen sie immer wieder aneinander, sodass es zu Spannungen zwischen den Gesteinen kommt. Bewegen sie sich aufeinander zu, entsteht eine Kompressionsspannung. Das Gestein wird zusammengestaucht und der Block entweder nach oben oder nach unten verschoben.
In der Fachsprache spricht man hier von der Kollisions- oder Subduktionszone (siehe Bild) (die auch sehr schwere Erdbeben auslösen kann).
Wenn die tektonischen Platten auseinanderdriften, entsteht eine Zugspannung (Extension). Die Blöcke werden auseinandergezogen und verschieben sich nach unten.
Hier spricht man auch von der Spreizungszone (siehe Bild).
Bei der Blattverschiebung gleiten die Platten seitlich aneinander vorbei.
Dieses Phänomen nennt man auch Transformverwerfung (siehe Bild).

©Wikipedia.org

Wie so vieles in der Natur kommen auch diese Phänomene nie so eindeutig vor wie im Geographiebuch. Bei einem Beben spielen in der Regel alle Plattenbewegungen mit. Frei nach dem Prinzip, jeder darf mal. Die Energie, die dabei freigesetzt wird, kann mehr als Hundertfachen einer Wasserstoffbombe entsprechen. Die Energie breitet sich im Normalfall mit einer Geschwindigkeit von ca.3, 5 km in einer Sekunde aus! Bei sechs Beben wurde bereits Überschallgeschwindigkeit gemessen! Da wird jeder Formeleins-Rennfahrer blass vor Neid!

 

©Wikipedia.org     Unübersehbar: Eine Wasserstoffbombe


Doch woher weiß man das? Gute Frage, hier kommt die Antwort: Die Erdbebenwellen, die bei jedem Erdbeben entstehen, können mithilfe von Seismographen aufgezeichnet werden. Mit ihnen kann man den Ort des Hypozentrums (Erdbebenherd), also wo der Ursprung von solch einen Beben liegt, genau lokalisieren.

©Wikipedia.org    Erdbebenzentrum


Vorhersagen sind leider nicht möglich. Die Seismologen können lediglich Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Regionen aufstellen. Doch wie so oft, können uns auch hier die Tiere helfen, denn sie spüren schon weit im Voraus die Gefahr. Hunde fangen an zu bellen, Mäuse, Ratten und Kröten kommen in Scharren aus ihrem Löchern, Bullen unterbrechen ihre Paarung und sie allesamt nehmen Reißaus. Wenn sich dann auch noch der Erdboden neigt, sollten auch wir ganz schnell das Weite suchen.

©WWF

Nun aber schnell hinterher!

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik#mediaviewer/File:Tectonic_plates_de.png

http://en.wikipedia.org/wiki/Castle_Bravo#mediaviewer/File:Castle_Bravo_Blast.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/Epizentrum#mediaviewer/File:Epicentrum-hypocentrum-schema.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik#mediaviewer/File:Tectonic_plates_de.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Plattentektonik#mediaviewer/File:Tectonic_plates_de.png

 

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Kommentare (6)
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10.02.2015
Julia99 hat geschrieben:
Danke für sen interessanten Artikel: )
Über das Thema und noch andere Naturkatastrophen hab ich letzte Woche Referat gehalten, nur speziell auf Japan bezogen :)
Es ist immer wieder erschreckend, wie wenig Kontrolle die Menschen doch über die welt haben. Wobei das wahrscheinlich sogar gut ist
10.02.2015
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den interessanten Artikel! Es ist schon irgendwie merkwürdig, wenn man sich überlegt, wie viele Beben es eigentlich gibt. Aber zum Glück spürt man die ja nicht alle.
09.02.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Irgendwie schon, besonders wenn man bedenkt, dass uns nun auch hier in DE vermehrt solcher Naturgewalten drohen dank des Klimawandels.
09.02.2015
RichardParker hat geschrieben:
Vielen Dank für den tollen und interessanten Artikel Lisa, wenn das mal keine Naturgewalten sind, dann weiß ich es auch nicht. Ein wenig erschreckend, dass wir so wenig Einfluss darauf haben können!
09.02.2015
Lisa18 hat geschrieben:
Da hast du absolut recht! Trotzdem finde ich diese Naturgewalten gerade, weil der Mensch nichts dagegen tun kann, faszinierend. Zu den Gewalten zählen natürlich auch die Vulkane, Tornados und Stürme aller Art.
09.02.2015
LSternus hat geschrieben:
Das nenn ich mal Naturgewalten!
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