Sommerparadies Arktis!


It's getting'


hot in here!


© Paul Nicklen / National Geographic Stock / WWF-Canada

Die Bedrohung

Ein doppelter Teufelskreis bedroht die Arktis.

© Kevin Schafer/WWF-Canon

Dank unseres verschwenderischen Lebensstils haben wir die natürlichen Ressourcen in vielen Teilen der Welt schon fast verbraucht. Eine Folge unseres Verbrauchs an fossilen Energien ist bekanntlich die Erderwärmung. Diese Erwärmung bedroht die Arktis und damit den Lebensraum vieler Tiere. Tragischerweise verringert die Erwärmung aber auch den "Schutzwall der Arktis", das zugefrorene Meer. Jetzt, wo der arktische Ozean nicht mehr die meiste Zeit des Jahres mit Eis bedeckt ist, können ihn große Schiffe immer länger und häufiger befahren. Die Erdöl- und Erdgasvorkommen der Arktis könnten bald abgebaut werden - und ihre Nutzung das Klima zusätzlich belasten.

Tödliches Duo: Menschliche Gier und Klimawandel.

Die Arktis steht vor der Ausbeutung

© Kevin Schafer/WWF-Canon

Es gibt dort große Erdöl- und Erdgasvorkommen, jede Menge Erze, aber auch große Fischgründe. Die sind aber gut geschützt, mag man meinen - schneidende Kälte, Schneestürme, vereiste Meere... Von wegen! Weil durch den Klimawandel die Ressourcen immer leichter zugänglich werden, drängen immer mehr Menschen nach Norden. Wir dürfen nicht zulassen, dass daraus ein "Goldrausch" in der Arktis wird! Die Umwelt dort ist äußerst empfindlich. Wenn wir uns einfach von allem bedienen, wird die Arktis sehr schnell eine tote Eiswüste sein.

Die Arten des Nordens zahlen den Preis

Wir empfinden die Kälte des Nordens vielleicht als lebensfeindlich, doch es gibt einige Arten, die nur unter den arktischen Bedingungen überleben können - Eisbären, Walrösser, Grönlandwale, Narwale oder Eismeer-Ringelrobben. Die Erderwärmung ist die größte Gefahr für die Arktis - vor allem hier schlägt sie gnadenlos zu. Für die Eisbären wird es zu warm - ihre Welt schmilzt ihnen praktisch unter den Pfoten weg. Zugleich weichen immer mehr Arten nach Norden aus, weil es in ihrer Heimat zu warm wird. Doch so einfach geht das nicht! Wo die Temperatur vielleicht wieder stimmt, muss nicht unbedingt die richtige Nahrung auftauchen. Manche einwandernde Arten haben gegen die anderen Lebewesen keine Chance, andere vertreiben wiederum alle einheimischen Tiere. So schnell, wie sich die Erde aufheizt, kann sich die Natur nicht umgewöhnen. Viele Tiere bleiben bei der fieberhaften Suche nach der richtigen Temperatur auf der Strecke.

Kennt jeder: Im schwarzen Auto wird's besonders heiß

© Sindre Kinnerod/WWF-Canon

Die Arktis ist ein gigantischer Kühlschrank. Oder wissenschaftlicher gesagt: ein globaler Klimaregler. Solange die Arktis eine Eiswüste ist, reflektiert sie einen großen Teil der Sonnenenergie, die unseren Planeten aufheizen würde, wieder zurück ins All - so bleibt es bei Eisbär und Co. schön kalt. Das grelle Weiß von Schnee und Eis funktioniert also quasi wie ein gigantischer Spiegel. Der dadurch gewonnene Unterschied zwischen kalten Polen und warmen Tropen ist der Motor unseres Klimasystems. Wenn aber die Pole weniger Wärmestrahlung zurückwerfen können, weil sie schrumpfen, kann das für die ganze Erde - auch für uns in Deutschland - üble Folgen haben. Eis und Schnee schmelzen, es gibt mehr dunkle Flächen, die die Wärme speichern, und das weltweite Klimasystem wird gestört.

Klimaschutz = Arktisschutz = Klimaschutz

@ Klein & Hubert/WWF

Jeder redet über CO2. Das Gas, das wir überall in viel zu großen Mengen in die Luft pusten. Dadurch beschleunigen wir den Klimawandel - er ist längst kein rein natürliches Phänomen mehr, sondern auch das Ergebnis unseres Handelns. Und deshalb läuft die Erderwärmung viel zu schnell ab und bedroht jeden Landstrich in der Welt - allen voran die Arktis. Doch dabei bleibt es nicht! Wenn sie sich weiter aufheizt, taut der Boden jenseits der Eisfelder immer mehr auf. Die vielen dort eingefrorenen Mikroorganismen erwachen quasi aus ihrem ewigen Winterschlaf und beginnen, Methan freizusetzen - ein weiteres gefährliches Treibhausgas. Als Treibhausgas wirkt Methan sogar mehr als 20 Mal so intensiv wie CO2. Das ist das Teuflische an der Sache: Ein sich selbst verstärkender Prozess.

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