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© Staffan Widstrand / WWF
Sänger der Meere - Grönlandwale


von Maide
13.01.2010
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Einer der am meisten vom Aussterben bedrohten Tiere sind Grönlandwale. Waren es von der letzten Zählung 60.000 Tiere, gibt es zurzeit leider nur noch knapp 3.000 von diesen einzigartigen Tieren. Grönlandwale gelten als die langlebigsten Säugetiere der Welt. Sie könne bis zu 200 (!!) Jahre alt werden, können eine Länge von 18 Metern erreichen und wiegen circa 100 Tonnen. Seit 1946 stehen diese Giganten der arktischen Meere unter Naturschutz. Verständlich.


Für die Grönlandwale heißt es jetzt, ihren Bestand zu sichern. Dafür haben sie eine Methode, die man schon von Nachtigallen kennt. Grönlandwale besitzen nämlich den Spitznamen „Nachtigallen der Meere“. Sie verfügen über eine besondere Gesangstechnik, die man von Walen bisher überhaupt nicht kannte. Forscher der Universität Kopenhagen berichteten über ihre Entdeckungen an der westgrönländischen Disko-Bucht, wo sie mit Unterwassermikrofonen diese Tiere belauscht haben. Das Ergebnis: Während der Paarungszeit singen die Tiere mehrstimmig miteinander und jedes Jahr zur Paarungszeit erfinden sie sich eine neue Melodie. Das heißt, jeder ihrer Gesänge sind einmalig, kein einziger wird noch einmal wiederholt. Dadurch wollen sie wohl immer neue Partner anlocken.


Wale sind die größten Säuger auf der Welt und leider ist nicht nur der Bestand der Grönlandwale gefährdet. Die Liste der gefährdeten Wale ist schier endlos lang, obwohl viele von diesen Tieren bereits unter Naturschutz stehen. Wale sind extrem intelligente Tiere. Es gibt sogar eine Walart, die eine Art Sprache entwickelt hat, in Form von Ultraschallwellen. Je nachdem, wo genau der Wal herkommt, besitzt er sogar einen ‚Dialekt‘.


Manche Menschen werten dies aber nicht als besonders und jagen dennoch Wale. Die berühmtesten Walfänger dieser Welt sind da wohl die Japaner. Sie behaupten, sie brauchen die Wale für wissenschaftliche Zwecke. Aber viele andere Studien und Untersuchungen über Wale funktionierten auch prima ohne jeglichen Walfang. In Wahrheit ist Walfleisch eine Delikatesse in Japan, genauso wie Primatengehirn oder halbfritierter, aber noch lebender Fisch.


Der WWF setzt schon Maßstäbe beim Verbot vom Walfang. Es gibt aber noch viele andere Organisationen, die sich darauf spezialisiert haben, den Walfang weltweit abzuschaffen.
 

Für mehr Infos:


http://www.wdcs-de.org/
 

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Kommentare (3)
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20.01.2010
tierfreund1994 hat geschrieben:
meiner meinung nach ist es wichtig den Walfängern zu verdeutlichen, dass das Töten der Wale (mit Harpunen) nicht nur ein qualvoller Tod für das betroffene Tier ist, sondern auch den Bestand der Tiere von Tag zu Tag verringert. Allerdings glaube ich persönlich nicht daran, dass dies möglich ist.Schließlich bringt der Walfang den Jägern viel Geld ein .Die einzige Lösung ist ein nationales oder sogar internationales Verbot , aber ein solches Verbot gibt es nach meinen Kenntnissen nicht.Sonst wäre es in Japan nicht möglich Walfleisch zu kaufen.
16.01.2010
nera8 hat geschrieben:
@ Tasha: Ich habe mal einen Artikel gelesen in dem stand, dass Greenpeace versucht hat gegen Walkämpfer zu kämpfen indem sie mit kleinen Luftkissen Booten vor dem Schiff der Walfänger hergefahren sind, damit sie nicht auf die Wale schießen konnten. Allerdings wurde ein Boot (wenn ich mich richtig erinner) trotzdem fast von einer Harpune getroffen. Außerdem hat Greenpeace Wasser versprüht, damit die Walfänger nicht mehr richtig sehen konnten. Da die Tierschützer dabei ihr Leben riskiert haben waren alle erwachsen.
16.01.2010
Jana hat geschrieben:
@Tasha: ich weiß nicht, ob du dass im radio oder in der zeitung mitbekommen hast, aber vor ein paar tagen ist in der antarktis ein kleineres boot von japanischen walfängern gerammt worden, die ebenfalls nur zum `wissenschaftlichen walfang` die tiere fangen. das kleinere boot gehörte der seashepherd an. das ist eine organisation, die sich beispielsweise gegen den walfang einsetzten und dafür mit ihren schiffen durch die meere fahren, um die wale zu schützen. aber sie haben auch projekte zum schutz von robben, haien und den galapagos-inseln. auf jeden fall ist das boot der sea shepherd gesunken und beide beteiligten geben der jeweils anderen seite die schuld. hier ist noch die seite mit dem bericht : http://www.seashepherd.org/news-and-media/sea-shepherd-news.html
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