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© Staffan Widstrand / WWF
Geht der eine kommt ein anderer.


von KatevomDorf
24.03.2011
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Kaum ist Knut nicht mehr im Gespräch finden sich neue kleine knuddelige Eisbären. Diesesmal jedoch nicht in Berlin, sondern wir lassen unseren Blick in den Zoo von Nürnberg wandern.

Dort genießten die Zwillinge Gregor und Aleut am gestrigen Mittwoch ihren ersten "Freigang". Die beiden am 02.Dez 2010 geborenen Eisbären hatten das Glück- anders als bei Knut und Flocke- nicht von der Mutter verstoßen zu werden. Und erblickten nach vier Monaten die farbenfrohe Welt

Gegen 8.00 Uhr betrat Vera das Freigehege, die in den vergangenen Tagen vermehrt am Riegel der sogn. "Wurfhöhle" gekratzt und laut gerufen hatte. Zunächst allein inspizierte sie das Gelände und dann nach einer halben Stunde folgte der Nachwuchs auf tapzigen, aber kräftigen Pfoten.

Dazu sagt der Stellvertretende Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau:

"Es ist traumhaft gelaufen",

denn wichtig ist es hier doch anzumerken, dass Vera (die Mutter) im ersten Anlauf bei Flocke im Jahr 2007 merh schwierigkeiten hatte. Aus diesem Grund mussten nach vier Wochen auch Pfleger als Mutterersatz einspringen.

 

Die beiden zeigtenaber keine Scheu und tobten vergnügt auf Steinen und im Wasser herum. Stets im Begleitung der Mutter.

 

 

 

Problematisch Finde ich die Sache trotzdem, denn auch wenn die beiden bis jetzt noch ohne menschliche Hilfe aufgezogen wurden, werden sie unter höchster Wahrscheinlichkeit dort nicht glücklich werden. zum einen weil sie zur Adolensenz von einander getrennt werden müssen. denn sonst passiert eventuell ähnliches wie bei Knut. Es ist wider des natürlichen Verhaltens von Einbären in Rudeln oder Verbänden zu leben. Vor allem die Männchen sind ausgeprägte Einzelgänger. lediglich die Weibchen, wenn sie Jungtiere haben bleiben mit ihnen max. 2 1/2 Jahre zusammen um sie zu säugen. Während dieser Zeit erlernen die Jungtiere Jagdverhalten und der gleichen um sich dannach alleine durhcs Leben zu  kämpfen.

Und genau dieser Fehler wurde bei Knut gemacht, denn geschlechtsreif werden die männchen erst mit frühestens 4 Jahren. Knut hingegen lebte mit 4 (?!?) Weibchen in einem Gehege. Da kann noch ncihst gutes bei rum kommen.

Ich bind er Meinung in einem Zoo, wie es der in Berlin ist, sollte es doch fachkundiges Personal für sowas geben. Wenn die Tiere schon nicht in der freien Natur leben dürfen, dann sollte wenigstens ihrem Sozialverhalten nachgegeben werden. Warum schließen Menschen so schnell immer von sich auf andere? Nur weil es auch Säugetieren sind? Ich begreif' es nicht, wie man nur so -im meinen Augen- fahrlässig handeln kann.

 

Quellen:

-http://www.frankenfernsehen.tv/default.aspx?ID=458&showNews=945207

-http://www.infranken.de/nachrichten/topthema/Zoo-tiere-Mittelfranken-Biologie-Knut-Tod-Geburt-Nuernbergs-Zwillinge-auf-Entdeckungstour;art555,144358

-MOZ vom 24.März 2011

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Kommentare (10)
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25.03.2011
KatevomDorf hat geschrieben:
@farfalla: ich muss ja sagen ich komme mit deinen ansichten nicht ganz zurecht. ich glaube du neigst dazu die sachen sehr spitz und etwas übertrieben zu sehen. klar du hast recht kein tier stirbt direkt an stress, aber er kann ausgschlaggebender faktor sein. da gebe ich ginkotraum recht. meinst du nicht auch?
@marcel: okay. dann lasse ich das eben außer acht, da es nicht bestandteil der disskusion ist, da es dein glauben ist und meiner nicht.
das was du über die medien sagst ist mir schon länger aufgefallen und stört mich ganz gewaltig. da ist nichts mehr mit objektiver berichterstattung. alles ist immer schlimmer als vorher...
kleine anmerkung: knut war eigentlich genau genommen nur halb berliner. zur anderen hälfte war er neumünsteraner. da gab es schon seit Knuts geburt querelen...
25.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
@Kate13: Das war kein Argument, sondern eine Lebensweisheit. Der ewige Kreislauf des Leben und Sterbens, entweder man glaubt daran oder nicht. Das hat nichts mit "Argumenten" in einer von mir nicht beigetretenen Diskussion zu tun. :P
@Farfalla: http://www.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dl_76EFymZGk&h=9d1a5

Jetzt eher allgemein, man muss doch schon echt paranoid sein, wenn man denkt, dass die Presse versucht Knuts Tod zu überspielen. Jedes Ereignis wird von den Medien völlig übertrieben dargestellt. Das fing heute übrigens schon wieder an: ZDF sagt, in ihrer ersten Mitteilung, "Die Lage in Japan spitzt sich zu" - wenn ich sowas höre, frage ich mich nur, was war denn vorher? Anscheinend nichts ernstes, wenn sich die Lage aus Sicht des ZDF's erst JETZT zuspitzt...das ist aber ein anderes Thema :D Es gehört doch einfach zur Pflicht der Medien über alle Ereignisse genau zu berichten. Wer nach Knut sucht, findet Artikel zu Knut, wer sich für die Zwei kleinen interessiert, wird Artikel über die im Web finden. Viel wichtiger ist doch die Frage, wie kommt der erste Freigang bei den Menschen an, sehen sie parallelen zu Knut, oder haben sie ihn vergessen. Aber wie schon gesagt, Knut war ein Berliner. Die Berliner gehen immernoch in den Zoo und wenn da ein Knut fehlt, dann werden sie nicht an zwei kleine Eisbären in Nürnberg denken. Ein Teil wird Berlin jetzt fehlen. Das kann niemand trotz eines ersten Freigangs leugnen.
25.03.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Das weiße Leistenkrokodil der Wilhelma wurde damals ja auch ausgestopft, weil es dem Rosenstein geschenkt wurde (das finde ich jetzt nicht so schlimm, da es sehr recht alt war) und nun als zoologisches Ausstellungsstück dient.
Aber Knut auszustopfen, weil er ein "Maskottchen" ist... das ist für mich was anderes... das ist abstoßend. Als ob er ein "Ding" wäre.

@Farfalla:
Ich gebe dir recht, dass Stress alleine nicht tötet, aber es gibt eine Gehirnkrankheit bei Tieren, die in verbindung mit Stress zu einem ziemlich langsamen und qualvollen Tod führt. Tiere mit dieser Krankheit sind auch viel anfälliger für Stress, also sie empfinden in Situationen Stress, in denen ein normales Tier total entspannt wäre.
Welche Hirnerkankung Knut genau hatte, weiß ich ja nicht, aber diese "Pseudo-Tierschützer" könnten, immerhin in gewissen Maßen vielleicht recht haben.
24.03.2011
Farfalla hat geschrieben:
Ich finde daran nicts Verwerfliches, wenn Knut ausgestopft werden soll. Was soll daran schlimm sein?
Ich fand es eher nervig, dass gleich die ganzen Pseudo-Tierschützer (die von Biologie und Tiermedizin meistens 0 Ahnung haben) auf die Barrikaden gingen und sagten, Knut sei auf Grund des "Stress" gestorben ... kein relatives junges Tier stirbt an Stress, entweder es hat eine Vorerkrankung und wird ohnehin daran sterben, oder es ist gestresst, aber ansonsten gesund und das Schlimmste, was das Tier bekommt, ist eine Magenschleimhautentzündung.
24.03.2011
KatevomDorf hat geschrieben:
@marcel: also wiedergeburt klingt mir etwas suspekt zumal die beiden ja schon im dezember geboren wurden... also ich dein, für mich romantisierendes, argument nicht wirklich ernst zu nehmen.
ich muss ja sagen, dass nürnberg offensichtlich mehr richtig gemacht hat als berlin, wenn jetzt die meister erst jetzt von ihnen erfahren. ich finde das ist wichtig und wirkt sich hoffendlich auf deren lebendsqualität später aus.weniger stress heißt ja auch immer mehr "glücksgefühle" ergo alles entspannter und somit besser. oder nicht. aber das ist wahrscheinlich auch mehr wunschdenken von mir als praktikable realität, denn iwie müssen sich die tiere ja auch rechnen (also deren erhalt ect.)
und marcel: ich denke aber das genau ist der fall. die richten ihre "ohhh süüüß" gefühle nun auf einen anderen eisbär den meisten ist doch dabei egal ob das ein anderer ist und warum der "alte" nicht mehr zu sehen ist. zu mal ja auch die medien wie schon in einem anderen kommentar erwähnt schnell von " nicht-aktuellen" themen ablassen nur,w eil es irgendetwas neues gibt... einfach nur engstirnig!!!
24.03.2011
Gluehwuermchen hat geschrieben:
Ich sehe das als nicht so schlimm an. Wenn man Tiere schon im Zoo hält, ist es ja auch irgendwo logisch, wenn man Rummel macht, sobald es Nachwuchs gibt. Es ist doch natürlich, sich über Babys zu freuen, das kann man nicht abstellen. Dass Zoos allgemein eine fragwürdige Sache sind ist natürlich wahr, steht dann aber wieder auf einem ganz anderen Blatt...
24.03.2011
MarcelB hat geschrieben:
Da muss ich dir, Marco leider widersprechen, ich denke die Eisbären hätten auch trotz des Todes von Knut extreme Aufmerksamkeit bekommen. Ich verbinde das mit einer Art von Wiedergeburt. Einer geht und Zwei kommen wieder. Der Kreislauf des Lebens schließt sich. Ich verstehe gar nicht was das Problem von dir Kate13 ist..Ein Eisbär stirbt zwei neue "kommen". Das kann man doch völlig getrennt zur Kenntnis nehmen! Ich denke kein Mensch der vorher Knut geliebt hat ist so blöd und vergöttert jetzt die beiden, so Scheiße ist unsere Gesellschaft nicht, zudem die ja in völlig getrennten Bundesländern existieren/ten.
24.03.2011
KatevomDorf hat geschrieben:
also ich denke schon, dass über die beiden berichtet werden wird. gestern bei den zwillingen war es eben so, dass sie und ihre mutter wirklich die letten vier monate in ruhe gelassen werden konnten, weil die mutter sie ja angenommen hat. wäre dem nicht so hätten auch für die beiden pfleger gefunden werden müssen.
hinzu kommt, dass es wie gesagt die entcheidung der mutter was ins gehege zu gehen und nicht menschengelenkt. da bleibt keine zeit presse zu organisieren.
hmmm. marco... also eisbär ist eben für viele eisbär. so wie eben irgend ein hamster durch einen anderen ersetzt werden kann. also laut der ansicht von vielen. ist jetzt nciht meine persönliche meinung. das will ich betonen.
24.03.2011
KimBeere hat geschrieben:
ja es ist einfach nur grausam was mit den ganzen Tieren in den Zoos geschieht,... wir sperren sie in kleine Käfige nur damit man sie angucken kann und tja dabei springt ja (zum Glück?!?!.... für die Zoos) Geld heraus.

Was mich heute extremst schockiert hat, ist dass Knut jetzt ausgestopft werden, und dann ins Museum gestellt werden soll...weil er ja angeblich als Maskotchen dient.

Bitte????? :OOO
ich verstehe nicht was in den Menschen die so was machen vorgeht. -.-
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