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© Staffan Widstrand / WWF
Der Streit um die Arktis – endlich zu Ende?


von Maide
28.04.2010
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Die fünf Anrainerstaaten der Arktis Dänemark, USA, Kanada, Norwegen und Russland streiten sich seit Jahrzehnten, welcher Teil der Arktis rechtmäßig ihnen gehört und wo die Grenzen liegen. Vor allem Norwegen und Russland haben sich ziemlich in die Haare gekriegt. Es ging um den Grenzstreit an der Barentssee und dem nördlichen Polarmeer.


Aber jetzt, nach 40 Jahren, soll es eine Einigung gegeben haben.
Die unterschriebene Erklärung wurde zwar versucht, bis zuletzt geheim gehalten zu halten, doch jetzt, nach der Bekanntgabe vom Ende des Streites, sind die russischen Journalisten sich einig und bezeichnen dieses Geschehen als eine wahre Sensation!


Auch der russische Präsident Dmitri Medwedjew scheint sichtlich erleichtert zu sein, und behauptet auch selber, dass viel zu viel Zeit für Grenzstreitigkeiten verschwendet worden ist, was auch die Beziehung zu den Ländern erschwert habe. Doch dank der Einigung sei das Problem endlich gelöst worden.


Doch worum geht es eigentlich in diesem Streit?
Wer will schon das bisschen an schmelzendem Eis?
Es ist weniger eine Frage der Ausweitung des Territoriums, mehr aber eine ökonomische. Es geht um mindestens 10 Milliarden Tonnen Brennstoff. Die fischreichen Gewässer besitzen rund ein Viertel aller weltweit vorhandenen Erdöl- und Erdgasvorkommen. Wenn die Klimaprognosen eintreffen sollten, ist im Jahr 2040 die Arktis eisfrei und man könnte diese Bodenschätze nutzen. Und wie die Vergangenheit uns schon gelehrt hat, dienen Brennstoffe gerne als Zünder für Streitigkeiten.


Wie genau jetzt die betroffenen Gebiete der Arktis unter den beiden Ländern aufgeteilt werden soll, bleibt noch offen.


Schade dabei ist wiedermal, dass niemand an die eigentlichen Ureinwohner der Arktis denkt, denen fairerweise eigentlich die Bodenschätze gehören und welche schon seit Jahrhunderten gegen ihre Unterdrückung kämpfen. Sie müssen sich in naher Zukunft wahrscheinlich auf eine Umsiedlung einstellen, in Namen des Öls und des Gases.

 

Quelle:
http://www.tagesschau.de/ausland/arktis112.html
Bild:
http://www.photolib.noaa.gov/htmls/corp1098.htm
 

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Kommentare (10)
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08.05.2010
MaRgIt hat geschrieben:
@strongbad:
naja ganz so einfach is des glaub net
im pazifik zum beispiel haben jetzt schon viele mit dem erhöhten Meeresspiegelzu kämpfen! bis jetzt sind es "nur" stumfluten aber bald werden viele inseln ganz überschwemmt und damit unbewohnbar!
Du kannst auf 300m höhe weiterleben wie immer, aber diese Menschen verlieren ihre heimat und müssen auf das festland umziehen. Insgesammt wir bewohnbares Land geringer werden weil nicht nur die inseln überschwemmt werden werden sondern auch küstengebiete!
selbst wenn man dann nach öl bohren kann, ist das ein grund diesen menschen ihre heimat weg zu nehmen. Letzentlich können wir es nicht entscheiden ob die Arktis schmilzt oder nicht! aber wir können ja wenigstens versuchen mir etwas klimabewussten handeln den vorgang wenigstens nicht zu beschleunigen!
08.05.2010
StrongBad hat geschrieben:
@ Margit
eigentlich ja garnicht :D
Wenn die Arktis schmilzt, steigt der Meeresspiegel um ca 4-5 meter an
außer in küstennähe, können wir dann in deutschland so weiterleben wie bisher
ich lebe zum beispiel auf einer höhe von 300 meter über NN...
und es stimmt - zu sagen, jo, in 40 jahren ist die arktis weg, dann können wir da endlich öl pumpem - ist schon ein bisschen paradox, aber andererseits - wenn sie dann weg ist, dann hat man ja auch nichts mehr zu verlieren, also kann man da ja auch nach öl bohren...
01.05.2010
MaRgIt hat geschrieben:
JA also was wollen die eigentlich mit dem Öl ?!?!?!
Wenn die Arktis (und zwangsweise dann auch teilweise oder ganz die Antarktis) abgschmolzen ist, dann stehen die doch eh alle unter Wasser! Ich habe da mal etwas drüber gelesen, ist aber schon eine weile her=(
aber aufjeden Fall steigt der Meeresspiegel, wenn das Eis schmilzt und dann wenn die alle unter Wasser stehn können se sich ihr Öl sonst wo hin stecken!!!
01.05.2010
Janine hat geschrieben:
Es ist einfach nur dreist. Ich halte da ja sowas von nichts von, wenn einer sagt "Dieses Gewässer gehört den Vereinigten Staaten von Amerika!". Eigentlich will ich nur ein wenig paddeln, den Ozean genießen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Ich will mich an einen See legen und den Enten zuhören. Aber ich muss Eintritt zahlen. Ich muss Geld dafür bezahlen, dass ich mich an einen See legen will. Das geht einfach nicht in meinen Kopf.
Die Arktis aufteilen. Gut. Ich warte noch auf den Tag, an dem man sich keinen Milimeter mehr bewegen kann, weil alles irgendwem gehört.
Und ich verstehe es nicht, dass man nicht einfach mal seine Finger weglassen kann.
Aber hey! Vielleicht findet ja jemand Öl! Und kann dann alles abpumpen! Das wird super!
01.05.2010
nera8 hat geschrieben:
Oh toll, ich schalte gleich mal die Heizung an, dann kommen sie vllt schneller an ihr Öl ran -.-
01.05.2010
GreenSmarty hat geschrieben:
Na Hauptsache irgendjemand profitiert auch vom Klimawandel, wenn wir dann diese Brennstoffe auch verheizt haben können wir vielleicht Palmen um Garten pflanzen, wär doch auch nicht schlecht? (Sorry, bei solchen Meldungen kommt dann nur noch Sarkasmus durch!)
30.04.2010
Gerry hat geschrieben:
"Wenn die Klimaprognosen eintreffen sollten, ist im Jahr 2040 die Arktis eisfrei und man könnte diese Bodenschätze nutzen."
Oh man. Dazu kann man nichts sagen.
30.04.2010
Ro hat geschrieben:
Hey. Wie kann man nur jetzt schon die Arktis aufteilen und sich freuen, wenn sie dann endlich aufgetaut ist, um sie dann noch mehr zu zerstören??!! :-o echt, typisch Mensch!
29.04.2010
Flora212 hat geschrieben:
wie kann uns etwas gehören was schon milliarden vorher existiert hat ?
29.04.2010
midori hat geschrieben:
Am schlimmsten finde ich, dass man aus der Tatsache, dass die Arktis irgendwann abgeschmolzen sein wird, Profit schlagen will. Wo bleibt da der Wille, um den Klimawandel zu verhindern?!
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