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Das "Bärtierchen" oder auch: "kleiner Wasserbär"


von Punky
21.04.2012
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Das Bärtierchen (Tardigrada)  - ein kleiner Überlebenskünstler

Das kleine Bärtierchen ist vielleicht gerade mal einen Millimeter groß und zählt zu den ältesten Lebewesen unseres Planeten. Es soll sogar noch älter als die Dinosaurier sein und ist bis heute noch überall zu finden. Egal ob in der Arktis, im Himalaya, auf einem Vulkan oder in den Tiefen eines Sees; das Bärtierchen ist dort. Man könnte sagen, dass es die Welt erobert hat.
Dieses winzige Tierchen besitzt weder ein Herz noch eine Lunge, zum Atmen reicht ihm der Sauerstoffaustausch über die Haut. An jedem seiner acht Beinchen besitzt es scharfe Krallen, mit denen es sich besonders im Moos gut festhalten kann. Ein weiterer Grund weshalb es dort gern lebt ist, dass es dort viele kleine Pflanzenzellen und Lebewesen gibt, von denen es sich ernähren kann.


Damit dieses organlose Lebewesen in der Lage ist, sich fortzubewegen, sich zu ernähren und zu verdauen, muss es von einem dünnen Film aus Wasser umhüllt sein. Aber was, wenn ihre Umgebung austrocknet?
Dehydrierung bedeutet keinesfals das Ende unseres kleinen Freundes. Im Gegenteil! Er trocknet freiwillig mit seinem Umfeld aus und verwandelt sich in faltige kleine Klumpen: die Tönnchen. Über Monate oder sogar Jahre hinweg können sie in diesem leblosen Zustand verweilen, bis sie wieder "von den Toten auferstehen". Diesen Zustand bezeichnet man als "Anhydrobiose", aber nur wenige Tropfen Wasser erlösen es aus diesem Zustand und holen das Bärtierchen ins Leben zurück.
Forscher sind fasziniert von diesem Tierchen. Bei Galileo wurden Versuche gemacht, um zu beweisen, dass das Bärtierchen sowohl in kochendem Wasser, als auch in Eis überlebt. Und siehe da: nach einem kleinen Tropfen Wasser wurden die Kerlchen wieder munter.
Sogar im Vakuum können die kleinen Wundertiere überleben. Im Jahr 2008 schickte man eine geöffnete Weltraumkapsel mit Bärtierchen ins All, wo sie zehn Tage lang Terra umkreisten und nach der Wasserzugabe, die sie bei ihrer Widerkunft bekamen, sich wieder fröhlich bewegten.

Faszinierende kleine Geschöpfe. Ein Wunder der Natur

www.geo.de/GEO/natur/tierwelt/63774.html

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Kommentare (9)
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16.07.2012
Geogina97 hat geschrieben:
Dieses kannte ich noch gar nicht
15.07.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Danke, das kleine Bärtierchen kannte ich noch gar nicht. :)
11.05.2012
WolfGirl hat geschrieben:
Echt toll!
Danke für den Bericht :)
24.04.2012
Nise hat geschrieben:
Diese kleinen Viecher sind echt süß! Hab mal eine zeitlang an denen gearbeitet (ich studier Biologie) und es war immer klasse, die kleinen unterm Binokular zu beobachten!
Man kann die übrigens ziemlich einfach mit Wasser aus Moos extrahieren und mit etwas Glück kann man die auch schon unter einer sehr guten Lupe erkennen, falls ihr mal Lust habt ein lebendiges Bärtierchen zu sehen, statt nur Fotos.
23.04.2012
Wannaknow hat geschrieben:
Ich finde die Tierchen richtig toll, bewundernswerte winzige Überlebenskünstler !
23.04.2012
Punky hat geschrieben:
Aber echt :) Naja, das bisschen "Blut" (eine durchsichtige Flüssigkeit) läuft so durch den Organismus, das muss nicht gepumpt werden und das mit dem Atmen hab ich ja beschrieben... ich find's wirklich faszinierend :D
23.04.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Na das nenne ich mal anpassungsfähig :)
Faszinierende kleiner Tierchen. Auch wenn ich mich frage, wie leben die überhaupt? So ganz ohne Organe.....Die Natur wirds wohl wissen :)
22.04.2012
FlowerMary hat geschrieben:
In der GEOlino war auch schon ein Bericht von denen-mich erinnern sie ein bisschen an Staubsaugerbeutel (vor allem beim ertsen Bild) :D
Ziemlich beeindruckend diese Bärtierchen!
21.04.2012
LSternus hat geschrieben:
Bärtierchen - die wirkliche Weltmacht ;) Spaß bei Seite echt coole Tiere! Was die alles können, würde ich auch gerne ;)
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