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© Staffan Widstrand / WWF


von Cata
10.02.2010
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Die Arktis ist die Region innerhalb des nördlichen Polarkreises am Nordpol der Erde. Sie umfasst Teile von Russland, Alaska (USA), Kanada, Grönland, Lappland (Schweden und Finnland) und Spitzbergen (Norwegen), sowie den zu großen Teilen vom Eis bedeckten Arktischen Ozean (Nordpolarmeer). Im Gegensatz zur Antarktis ist die Arktis nicht, wie oft angenommen wird, ein Kontinent, sondern besteht zu ihrem wesentlichen Teil aus dem Nordpolarmeer, das v.a. im Winter fast vollständig von einer meterdicken Eisschicht bedeckt ist. Bei den häufigen Stürmen schiebt sich das Meereis zu Packeis zusammen.

Der Arktische Ozean ist über verschiedene Meeresströmungen mit dem Nordatlantik verbunden. Große Wassermassen werden durch die Framstraße, die Barentssee und durch das natürliche Kanalsystem des Kanadischen Archipels transportiert. Über die Beringstraße steht das Nordpolarmeer in Verbindung mit dem nördlichen Pazifik. Die Wassertiefen der zentralen Regionen der Arktis liegen überwiegend zwischen 2.000 m und fast 4.000 m, während die arktischen Schelfgebiete und Randmeere mit Wassertiefen z.T. deutlich unter 100 m sehr flach sind.
Die Region ist nicht etwa eine Eiswüste ohne jegliches Leben im Wasser oder auf dem Land. Im Frühling erwacht eine Pflanzen- und Tierwelt von großer Vielfalt. Dabei ist nicht nur die Temperatur der entscheidende Faktor. Feuchtigkeit, Boden und Lichtmenge sind ebenfalls wichtige Aspekte, welche die Grundlagen des Lebens für Flora und Fauna bestimmen. Viele Tier- und Pflanzenarten sind zudem an die Bedingungen in der Arktis hervorragend angepasst. Während des Winters strömen kalte Luftmassen mit Temperaturen von unter -50°C in die zentrale Arktis ein. Im Sommer dagegen können in manchen Gebieten Temperaturen von über 20°C erreicht werden.
Zur Sommersonnenwende geht die Sonne 24 Stunden nicht unter und zur Wintersonnenwende 24 Stunden nicht auf.
Meßbar ist die fortschreitende Erwärmung in der Arktis unter anderem an der schwindenden
Ausdehnung und Dicke des Meer- und Landeises, Hauptindikator und Motor des
Klimawandels zugleich. Das Eis bestimmt den Grad der Reflektion des Sonnenlichtes,
regelt den Austausch von Wärme und Feuchtigkeit zwischen Meeresoberfläche und Atmosphäre
und beeinflusst die Verdunstung. In den letzten 30 Jahren wurde ein Rückgang
der jährlichen Meereisbedeckung um 8 % beobachtet, was einer Fläche von bis zu 1 Mio.
km² gleichkommt (größer als die Fläche von Norwegen, Schweden und Dänemark zusammen!).
Bis zum Jahr 2100 wird eine zusätzliche Abnahme der jährlichen Eisbedeckung
um bis zu 50% projiziert. Betroffen ist dabei vor allem die sommerliche Eisbedeckung.
"Am Ende dieses Jahrhunderts wird es im Sommer kein Eis mehr am Nordpol
geben", prognostiziert auch Ola Johannsen vom Nansen-Forschungsinstitut im norwegischen
Bergen. Dadurch, dass nun Flächen in der Arktis enstehen, die Einsfrei sind, werden die Sonnenstrahlen sofort zurück reflektiert und es wird noch wärmer, was nun zu weiterm Eisschmelzen führt…
Schon vor einigen Jahren wurde die hohe Sensibilität der arktischen Region gegenüber
den Folgen des Klimawandels bekannt. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der sich der
Klimawandel und mit ihm der Temperaturanstieg vollzieht. Allein in den letzten 50 Jahren
ist die Durchschnittstemperatur in der Arktis um bis zu vier Grad gestiegen. Erwartet
wird eine weitere Erwärmung in der Arktis von 3 - 5 °C über dem Land und 4 - 7 °C über
dem Meer bis Ende des Jahrhunderts.

Tiere und ihre Zukünftigen Probleme:
Insgesamt leben in der Arktis 20.000 bis 25.000 Bären, davon 60% in Kanada. Das Eis bildet
für sie die Lebensgrundlage. Schmilzt das Eis im Frühjahr, beginnt für den Eisbären die
Fastenzeit, die acht bis zehn Monaten dauern kann. Diese Zeit kann ein Eisbär nur überstehen,
wenn er sich während der Jagdzeit riesige Fettreserven angefressen hat. Seine Nahrungsgrundlage
reicht von Eismeer-Ringelrobben, Sattelrobben, jungen Walrossen, Beluga-
Walen, Narwalen, Fischen bis hin zu Seevögeln und deren Eiern.
Je früher das Eis bricht, umso weniger Nahrung können die Eisbären zu sich nehmen. An
Land finden die größten Fleischfresser unter allen Landtieren höchstens Gräser, Tang und
Beeren - nichts, was ihren extrem fettabhängigen Stoffwechsel am Leben erhalten könnte.
Ihre körperliche Kondition läßt nach, die Geburtenrate geht zurück und weniger Jungtiere überleben.
Jede Woche, die das Eis früher schmilzt, bedeutet ein Gewichtsverlust von 10 kg
für die Eisbären, mit dem sie in die Fastenzeit gehen. Sollte der Arktische Ozean für längere
Perioden eisfrei bleiben, ist es wahrscheinlich, dass der Eisbär zumindest im südlichen Teil
seines Reviers verhungert und lokal ausstirbt.
Schmilzt das Eis zu früh im Jahr, reicht den Robben die Zeit zur Aufzucht ihrer Jungen
nicht aus und die abbrechenden Schollen trennen Mutter und Jungtier, bevor der Nachwuchs
reif genug ist, alleine überleben zu können. Aber nicht nur die Aufzucht der Jungen,
sondern auch die Suche nach Nahrung wird durch den Rückgang erschwert. Da die
Ränder der Kontinente, die sogenannten Schelfbereiche, sehr produktiv sind, bieten sie
Robben, Walrossen und Eisbären ausreichend Nahrung. Zieht sich das Eis zurück, liegen
die Ränder in tieferen Meeresregionen, die weniger reich an Muscheln und Mikroorganismen
sind.
 

Ich finde das klingt alles nicht so gut. Da muss was getan werden.

grüße

cata

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
13.02.2010
Albatross hat geschrieben:
Wir müssen die Arktis schützen!!!!! Danke für den tollen Bericht
10.02.2010
WitchWars hat geschrieben:
Natürlich muss was getan werden aber die Arktis ist wohl die einzige Region der man nicht vor Ort helfen kann. Die müssen dort alles ausbaden (wörtlich gemeint), was wir hier an Fehlern machen.
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