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© Staffan Widstrand / WWF
Anpassungsstrategieen von Tieren und Pflanzen in der Kalten Zone


von LenaLuchs
23.03.2014
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Hallo,

vor ca. zwei Jahren musste ich meine erste GFS in der Schule halten (Erdkunde). Das Thema war "Leben mit der Kälte" und diese Thema hat mich auch von Anfang an gefesselt. Ich möchte hier  über die wichtigsten Anpassungsstrategien von Tieren und Pflanzen in der Kalten Zone berichten. Vielleicht wissen manche von Euch schon einiges darüber (schließlich kommt das ja gewöhnlich auch im Unterricht dran), aber trotzdem ist es ein sehr faszinierendes Thema - was die Natur sich ausgedacht hat, dass die Tiere in solchen Bedingungen überleben können, meine ich.

Erst mal sollte ich wohl erwähnen, dass die Kalte Zone das Gebiet zwischen Polarkreis und Pol ist. Es gibt drei verschiedene Klimazonen (s.u.).
Es ist eine Region, in der die Lebensbedingungen extrem hart sind: Mit Temperaturen, die häufig auf unter -50°C fallen, Schneestürmen, die mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h über das Land fegen und einer scheinbar endlosen Dunkelheit während der Polarnacht. Dass diese raue Region trotzdem von zahlreichen Pflanzen- und Tierarten bewohnt wird, liegt an ihren besonderen Anpassungsstrategien.
 

Bilder: Nazarri, Marco: Die Arktis. Leben im ewigen Eis. Nebel Verlag, Erlangen 1998

Anpassungsstrategien der Pflanzen:

Gemäßigtes boreales Klima: (vom altgriech. boreas: Kälte / Gott des Nordwindes)
Am südlichsten liegen die borealen Nadelwälder, in Russland „Taiga“ genannt. Die hier vorkommenden Bäume sind durch ihre kleinen harten Nadelblätter der Kälte angepasst oder werfen ihre Blätter zum Winter hin ab (wie z.B. die anspruchsarmen Eschen und Birken). 
 

Polares  Tundrenklima:
Weiter nördlich, jenseits der Baumgrenze, beginnt die Tundra, in der nur noch kleinwüchsige Pflanzen mit flachen Wurzeln vorkommen (wie z.B. Zwergbäumchen, Sträucher, Moose und Flechten). Zum Schutz vor Kälte, Wind und Austrocknung rücken Gräser, Moose und Flechten zusammen und bilden Polster oder Kissen. Die flachen Wurzeln ermöglichen eine kurze Wachstumsphase während des, in den Sommermonaten nur oberflächlich aufgetauten Bodens.
 

Hochpolares Eisklima: Noch weiter nördlich beginnt die Arktis, das Polargebiet der Nordhalbkugel wo nur noch einzellige Algen und Flechten vorkommen und kein Pflanzenwachstum möglich ist.

 

 

 Überlebensstrategien der Tiere:

• Tierwanderungen in wärmere Gebiete
Um während des Winters noch ausreichend pflanzliche Nahrung zu finden, wandern beispielsweise die Rentiere aus Skandinavien im Herbst zum Südrand der borealen Nadelwälder.
Auch viele Vogelarten, wie beispielsweise die Saatgans verlassen wegen der drohenden Nahrungsknappheit im Herbst ihr nördliches Sommerquartier und ziehen Richtung Süden.
 

• Winterruhe oder Winterschlaf
Bären, Dachse und Eichhörnchen beispielsweise verbringen die nahrungsarme Zeit an einem geschützten Ort entweder schlafend oder wenigstens bei stark herabgesetzter Aktivität.
 

• Winterfell/-pelz oder -federkleid als Wärmeschutz
Tierarten die keine Winterruhe halten, wie Moschusochse, Polarhuhn, Schneehase oder Polarfuchs benötigen eine zusätzliche wärmende Isolierschicht zur Vermeidung von Erfrierungen (deshalb haben Schneehühner auch an den Beinen und Füßen Federn).
 

• Speckschicht unter der Haut gegen Wärmeverlust
Diese Anpassungsform findet sich bei Tieren die im Wasser der Kalten Zone leben. Sie wirkt wie ein Taucheranzug und kommt zum Beispiel bei Walen und Robben vor.
 

• „Zusammenrücken“
Um sich gegenseitig zu wärmen und etwas geschützt zu sein, vor den eisigen Winterstürmen rücken zum Beispiel Pinguine eng zusammen.
 

 

So, ich hoffe, mein Bericht hat Euch gefallen! :)

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Kommentare (2)
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Sortieren nach Aktualität:
23.03.2014
Leatrice hat geschrieben:
Klar, interessant so nochmal zu sehen, und dieses eine Bild, von dieser Pflanze im Eis... Irgendwie finde ich das toll :)
23.03.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Cooler Bericht! :)
Noch was Interessantes zur Anpassung:
Tiere sind auch über die Körpergröße und die Größe von Ohren, Beinen etc. an die jeweilige Temperatur ihres Lebensraumes angepasst. So haben Schneefüchse zum Beispiel viel kleinere Ohren als Wüstenfüchse, damit sie über die Blutgefäße in den Ohren nicht so viel Wärme verlieren und Kaiserpinguine sind wesentlich größer als Humboldpinguine, weil sie so für mehr Körpervolumen weniger Haut benötigen und so ebenfalls vergleichweise weniger Körperwärme an die Umgebung verlieren.

Kennen aber bestimmt schon viele aus dem Biologieunterricht als Bergmannsche und Allensche Regel :)
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