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© Martin Harvey / WWF-Canon
Untersucht und unterworfen: Das Volk der San


von FabianN
23.12.2011
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 Vor etwa 25.000 Jahren wurden die ersten Gebiete Südafrikas von diesem Urvolk besetzt. Die Buschmänner, wie sie erst seit geraumer Zeit genannt werden, hatten im Laufe ihrer Geschichte so einige Namen: So nennt man sie in Botswana Basarwa und Khwe, in Südafrika und Namibia bezeichnet man sie seit kurzem als die San und in Ländern wie Angola, Sambia und oder Simbabwe sind sie nur als Menschen, die nichts haben und als Außenstehende bekannt.                                                                                                                                                 

Die San lebten seit dem Beginn ihrer Art als Verbündete der Natur. Sie kannten keinen Besitz und jeder Anspruch auf ein Vorkommen der Natur oder  anderes erscheint ihnen auch heute noch fremd und sinnlos. Sie leben in Hütten und die Gruppenanzahl variiert von 40 bis zu 200 Mitgliedern in einem Stamm. Die Frauen der San waren die Sammler: Sie sammelten Früchte, Wurzeln und wilde Beeren. Diese sogenannte „Buschkost“ machte 60 bis 80 % Prozent der Nahrung der San aus. Eine weise San kannte auch in schlechten Zeiten über 200 Pflanzen von denen 115 essbar waren! Die Männer übernahmen die Jagd. Hierbei handelte es sich jedoch nicht um irgendeine Jagd, die jeder betreiben kann, sondern um die Ausdauerjagd! Die San arbeiteten mit verschieden Giften, mit denen sie ihre Pfeil- und Speerspitzen einrieben. Diese Gifte, die sie vorsichtig aus frisch gestorbenen Skorpionen oder Schlangen gewannen, sind zwar stark, wirken jedoch nur sehr langsam. So kommt es, dass die San ihre Beute ganze Tage lang verfolgen mussten, bis das Gift seine Wirkung entfaltete. Ob Junge oder Mädchen, beide mussten ihre Pflichten als Jäger oder Sammlerin erst mit 15 Jahren aufnehmen. Trotz der guten Kenntnisse und den Ratschlägen der Ältesten oder des Schamanen, waren die Jäger nur alle vier Tage erfolgreich. Umso erstaunlicher ist es, dass die San immer darauf Acht gaben, dass sie nur soviel Beute machten oder Pflanzen pflückten, wie wieder nachkommen oder nachwachsen konnte, ohne dass die Natur Schaden davontrug. Insgesamt konnten die San auf ihren Jagdzügen bis zu 4000 Kilometer im Jahr zurücklegen. Außerdem jagten sie 55 verschiedene Tierarten. Statt sich dem Laufe der Menschheit zu fügen, spezialisierten sich die San immer mehr auf ihre Umwelt und so bewiesen uns diese 1.40 bis 1.60 Meter kleinen, dunkelhäutigen Wesen, wie man ohne der Umwelt zu schaden in der Kalahari leben kann. Doch inzwischen wird ihnen genau das zum Verhängnis…

Schon vor rund 2.000 Jahren mussten sie nomadisch lebenden Viehzüchtern Platz machen, den Khoikhoi oder „Hottentotten“. Später wurden sie von den schwarzen Volksstämmen der Zulu und Xhosa vertrieben.

Seit dem 15. Jahrhundert beginnt der „weiße Mann“  den Lebensraum derSan für sich zu beanspruchen und das Volk der Buschmänner zu vertreiben.Es kommen Forscher aus dem Westen und untersuchen das „Juwel der Urvölker“, missbrauchen es für Versuche und zwingen sie zur Industrialisierung. Dass die San keine Besitzansprüche haben, macht es dem „weißen Mann“ noch viel leichter, seinen Willen durchzusetzen. Heute ist das Leben der San durch Krankheit und Armut geprägt. Entweder sind sie in Naturreservaten zusammengepfercht oder verdienen ihren Lebensunterhalt als schlecht bezahlte Arbeiter auf Farmen. Kaum ein San lebt noch wie sein Ursprungsvolk und mit der Zeit geht alles Wissen und Können der San verloren.

Doch was hält die WWF-Jugend von den San? Was meint ihr, könnte man tun, um die San zu retten und sie vor dem „weißen Mann“ zu bewahren?

Die Gruppe „AFRIKA – Der Kontinent der Wildnis!“ ist auf eure Meinungen und Vorschläge gespannt!

Text: eagle4nature (Fabian Nagel)

Bilder: Wikipedia Commons

Quellen: survivalinternationel.de / Wikipedia / transafrika.org

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Kommentare (6)
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01.01.2012
gelöschter User hat geschrieben:
Der Bericht ist wirklich super geworden :)

Es ist wirklich schade, dass der "Weiße Mann" meint allen Völkern dieser Erde seinen selbstzerstörerischen Lebenstil aufzudrücken, sich im Anschluss wundert, dass es natürlich nicht funktioniert und dann auch noch dreist genug ist, diese Völker als unzivilisiert abzustempeln und diese durch seine "Hilfe" noch weiter in den Abgrund zu stürzen.

Diese Urvölker hatten sehr wahrscheinlich ein erfülltes, "einfaches" aber glückliches Leben. Sie waren noch mit ihrer Umwelt verbunden und wussten, was es heißt Teil des Ganzen zu sein. Der Westen - oder sonst wer - hatte kein Recht ihnen dieses Leben zu nehmen.

Natürlich wollen wir diesen Völkern nur helfen......aber nur so lange sie uns noch mehr Profit bringen. Was aus ihren Idealen, Legenden und Riten wird, ist dem Westen doch total egal.

Helfen können sich dieses Völker wahrscheinlich nur indem sie so lange wie möglich im Verborgenen bleiben - was bei den San jetzt nicht so wirklich funktioniert hat. Warum müssen solche Urvölker untersucht werden? Es sind einfach nur Menschen, die ihr Leben mit der Natur leben. Dass das vielen Menschen aus der Industrie-Welt komisch und nicht normal vorkommt ist auch logisch. Wir haben uns schon lange von der Umwelt abgekapselt und ein Leben im Einklang mit der Umwelt kommt für uns nicht mehr in Frage. Das rechtfertigt jedoch nicht, dass wir den Menschen, die sich diese tolle Gabe verinnerlicht und bewahrt haben, ihr Leben im Namen des Profits und der Wissenschaft verändern und zerstören dürfen.
23.12.2011
Janine hat geschrieben:
Es ist wirklich schade, dass immer mehr Wissen über die Natur und ihre Schätze verloren geht.. Weil die San eher nachgeben, als zu kämpfen (sie haben ja auch keine andere Wahl), müssen sie in Reservate fliehen. Leider breiten sich die Menschen immer weiter aus und Gier und Geld verschlagen sie sogar in die abgelegensten Gebiete. Wenn so ein Gebiet eingenommen wurde, bevor es unter Schutz gestellt wird, kann man das nicht verhindern. Man sollte also schon jetzt alle noch ungeschützen und natürlich erhaltenen Gebiete schützen. Dadurch wird man vielleicht nie erfahren was man schützt (was ich gut finde), aber die Natur behält ihre Geheimnisse - und vielleicht gibt es an einem Fleckchen ja noch ein Naturfolk, das noch ohne Kontakt zum Rest der Welt lebt und das ganz alleine weiß, welche Kostbarkeiten ihr Gebiet birgt..
23.12.2011
midori hat geschrieben:
Wer weiß.. im ersten Moment würden die San vielleicht leuchtende Augen bekommen, wenn sie unsere Welt und unseren Luxus zu Gesicht bekämen. Sie würden die Arme in den Himmel reissen und schreien vor Glück. Und dann ganz bald, würden sie merken, dass ihre Art zu leben viel viel schöner war. Aber der Mensch ist leider so leicht zu beeindrucken!

Und ich meine.. wir Europäer waren schließlich schon immer der Ansicht, dass wir allen "helfen" und sie demokratisieren/institutionalisieren/maßregeln müssten. War zu Zeiten der Kolonialsierung schon so und wahrscheinlich sind wir heute der Ansicht, wir müssten unsere Gräueltaten von damals wieder gutmachen und nun mischen wir uns erneut in die Welt der Afrikaner ein und bringen ihnen als Wiedergutmachung unseren "Fortschritt".

...
23.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
Ich kann da Puma völlig Recht geben.Armes Land :/ ..
23.12.2011
Puma hat geschrieben:
Da sieht man es mal wiedre.Wir Weißen nehmen un sdas Recht,anderen Völkern unsere Lebensweise aufzuzwingen.Das ist so dämlich!!!!
Ich glaube aber nicht,dass man den Urvölkern helfen kann.Leider!!Um ehrlich zu sein,ich würde lieber mehrv so wie die leben,als wie wir.Man fühlt sich als Weißer nämlich schlecht,wenn man dann davon hört.
23.12.2011
FabianN hat geschrieben:
Hier der Link zur Wohlfahrtsorganisation Survival International, die den San hilft, ihr eigenes Leben zu leben:
http://www.survivalinternational.de/
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