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© Martin Harvey / WWF-Canon
Training Camp


von Janine
17.11.2009
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 Wir sind noch in der Nähe der BaAka Siedlung. Nur ein paar Meter von den Blätteriglus entfernt finden wir ein paar zerfallene Holzhütten. Der Platz sieht verlassen aus, wie eine kleine Geisterstadt. Eines der Häuser ist in sich zusammengefallen, ein paar andere scheinen kurz davor zu sein.

Wir treffen David Boloum, den Leiter der Antiwildererbrigade. Er erzählt uns, dass an diesem befremdlichen Ort viele Wildhüter ihre Ausbildung erhalten haben. Ihn zu verstehen fällt uns schwer, weil er nur französisch spricht. Trotzdem nimmt er uns mit auf einen Rundgang über den Platz.

Wir werden auf eine Wiese geführt. „Hier war einmal ein Schießstand und ein Parcours, damit die Wildhüter trainieren konnten.“ Wir wollen wissen, was passiert ist, wo die Wildhüter abgeblieben sind. „Es fehlt das Geld. Es ist unmöglich, das Camp in Schuss zu halten. Eigentlich sollte dieses Lager eine zentrale Anlaufstelle für Ecoguards werden. Nicht nur für solche, die aus der Zentralafrikanischen Republik stammen. Auch aus den angrenzenden Ländern, wie zum Beispiel dem Kongo oder Kamerun, sollten die Wildhüter hier eine Art Basislager vorfinden.“

Ein Mann mit roten Haaren stößt zu uns. Sein Name ist Arno. Seit ein paar Wochen ist er mit dem Auto im Regenwald unterwegs und hält verdächtige Männer an, die Wild auf ihren Schultern tragen, oder Waffen bei sich haben. Weil er Englisch spricht, begleitet er uns auf der weiteren Tour über den Stützpunkt. Wir gehen ein Stück in den Wald hinein. Als wir anhalten, sehen wir neben uns eine pyramidenartige Struktur. Sie ist völlig mit Moos überwuchert. „Hier war die Kochstelle.“ sagt er. Olli, Silke und ich sehen uns an und können uns bei bestem Willen nicht vorstellen, dass an dieser Stelle einst gekocht wurde.

„Früher sind die Wilderer von hier fern geblieben. Sie wussten, dass die Wahrscheinlichkeit groß war, erwischt zu werden. Seit das Camp verlassen ist, weil das Geld zur Unterhaltung fehlt, kehren sie zurück. Es reicht nicht, dass alle zwei Wochen ein paar Ranger herkommen. Das schreckt die Wilderer nicht ab.“ „Dieser Ort wird also noch als Basiscamp genutzt?“ „Ja, aber nicht in den Ausmaßen, die wir uns wünschen.“

Nach dem Rundgang unterhalte ich mich noch ein wenig mit Arno. „Wieviele Wildhüter sind zur Zeit im Wald und wieviele sollen es werden?“ „Im Moment sind knapp über dreißig Männer im Wald unterwegs. Wir wünschen uns aber sechzig, vier für jeden Sektor. Das Problem ist aber nicht nur das mangelnde Geld, um sie ordentlich bezahlen zu können. Es fehlt auch an der passenden Ausrüstung.“ „Ist es denn schwer Männer zu finden, die die Ausbildung zum Wildhüter machen möchten?“ „Nein, das ist sehr einfach. Viele Menschen hier suchen Arbeit. Wir stellen sogar ehemalige Wilderer ein. Sie kennen sich gut im Wald aus und sind froh, wenn sie nicht mehr von der illegalen Jagd abhängig sind und auf andere Weise an Geld kommen können.“ „Wie lang dauert die Ausbildung?“ „Kein Jahr. Die meisten Leute, die wir einstellen, kennen den Wald und seine Bewohner bereits.“ „Ich stelle es mir sehr gefährlich vor, ein paar Wilderer zu überwältigen. Gibt es besondere Techniken, damit die Ranger sich schützen können?“ „Ja, es kann sehr gefährlich werden. Ein paar mal sind die Wildhüter nur knapp einer Katastrophe entgangen. Sie gehen so vor, dass sie sich über die Wege der Wilderer informieren und dann aus dem Hinterhalt angreifen. Die Größe der Wilderergruppen ist dabei sehr unterschiedlich. Manchmal sind es bis zu fünfzehn Männer, die gefasst werden müssen. Unsere Guards werden auf Schnelligkeit getrimmt, sodass sie schnell reagieren können.“

Ich sehe mich noch einmal um und begreife die Wichtigkeit dieser holzigen Basisstation. Zur Zeit gibt es keinen Ort, an dem neue Ranger ausgebildet werden können. Aber ohne Nachwuchs ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Wilderer zurück sind und den gesamten Wald leer schießen. Sie müssen nur warten, bis auch das letzte Haus zusammenbricht.

Wir drei sind uns einig! Wir müssen etwas gegen den Zerfall des Lagers tun! Wir müssen dafür sorgen, dass genügend Personal von hier aus in den Wald geschickt wird, um die Umgebung vor Wilderern zu schützen. Es ist so einfach! Alles was fehlt ist Geld. Hier fehlt es an allen Ecken und Enden. Es ist so leicht ein paar Bretter und Nägel zu kaufen und das Lager wieder in einen guten Zustand zu bringen. Wir alle können mit anpacken. Helft jetzt mit eurer Spende, damit der Wald großflächig geschützt werden kann.

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