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Töten für den Naturschutz? - Nashornjagd in Namibia


von Rhino
24.02.2014
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Das afrikanische Spitzmaulnashorn ist seit Jahrzehnten akut durch Angriffe schwer bewaffneter Wilderertrupps in seinem Bestand bedroht und gilt in einigen Regionen Afrikas bereits als ausgestorben. Gab es vor 50 Jahren noch 70.000 Exemplare, so wird die Gesamtpopulation heute auf nur noch 4.000 -5.000 Tiere geschätzt, damit gilt das Spitzmaulnashorn als „kritisch gefährdet“.

Die Bejagung der seltenen Spezies ist mittlerweile fast flächendeckend verboten, aber es gibt noch heute Ausnahmen: So verteilt der südafrikanische Staat Namibia, in dem derzeit ca. 1.800 Spitzmaulnashörner beheimatet sind, seit 2012 jährlich insgesamt fünf Jagdlizenzen, die einen völlig legalen Abschuss von fünf ausgewachsenen Spitzmaulnashörnern gestatten.

Am 11. Januar 2014 durfte eine solche Erlaubnis zum ersten Mal im Ausland versteigert werden, dies geschah im US-Bundestaat Texas durch den örtlichen Jagdverein „Dallas Safari Club“. Ein anonymer Käufer erwarb die umstrittene Lizenz für 350.000 US-Dollar und darf nun ganz offiziell zur Nashornjagd nach Namibia reisen, es folgten Lob, Empörung und auch Morddrohungen …

Ben Carter, der Vorsitzende des Dallas Safari Clubs verteidigte die Aktion. So handle es sich nicht um einen unkontrollierten Abschuss, sondern um eine geregelte Jagd unter Beaufsichtigung von Wildhütern. Es werde kein junges und fruchtbares Exemplar getötet, sondern ein altes Männchen, das nicht mehr fortpflanzungsfähig ist. Carter begründete dies vor allem damit, dass alte Nashornbullen häufig ein aggressives Verhalten aufweisen und mitunter sogar jüngere Nashörner attackieren und töten würden.

Außerdem wurde hervorgehoben, dass die gewonnen 350.000 US-Dollar voll und ganz der Finanzierung von Anti-Wilderer-Maßnahmen zu Gute kommen sollen, die für den sozial schwachen Staat Namibia nur sehr schwer bezahlbar sind.

Die vom WWF mitbegründete Artenschutzorganisation TRAFFIC, die u. a. Maßnahmen zur Eindämmung des illegalen Handels mit Tieren und Tierprodukten fördert, äußerte sich mit lobenden Worten zur Artenschutzpolitik Namibias, denn während im Nachbarland Südafrika allein 2013 über 1000 Nashörner Wildererattacken zum Opfer fielen, wurden in Namibia, laut TRAFFIC, seit 2006 lediglich zehn getötete Exemplare nachgewiesen. Angesichts solcher Zahlen, hält TRAFFIC die umstrittenen Jagdlizenzen für absolut legitim.

Doch trotz all der Argumente und Erklärungen bleibt die kostspielige Jagderlaubnis extrem umstritten. 40 Demonstranten protestierten am 11. Januar vor der Halle, in der die besagte Versteigerung stattfand. Eine Online-Petition, in der eine Verhinderung der Jagd-Auktion gefordert wurde, unterschrieben über 75.000 Menschen. Für viele Tierschützer bleibt die Tötung eines kritisch gefährdeten Tieres, auch unter den spezifischen Bedingungen, ein absolutes Tabu.

Jeffrey Flocken vom International Fund for Animal Welfare (IFAW) kritisierte die Aktion mit den Worten: „Aus dem Töten einer bedrohten Tierart wird ein Spektakel gemacht“ und der Demonstrant Jim Reis betont: „Wenn unsere Kinder noch Nashörner in freier Wildbahn erleben möchten, dann kann man nicht jedes abknallen, das man vor die Flinte bekommt, und sagen, es sei ohnehin zu alt“.

Der Protest endete allerdings nicht bei friedlichen Demonstrationen und Stellungnahmen, laut Ben Carter haben mehrere Mitglieder des Dallas Safari Clubs kurz nach der Versteigerung Morddrohungen per E-Mail erhalten. Radikale Tierschutzaktivisten drohten, für jedes getötete Nashorn ein Mitglied des Safari Clubs zu ermorden. Die besagten Mails werden nun vom FBI untersucht.

Im Zuge der Wildereibekämpfung wurden bereits viele verschiedene Lösungsansätze sehr kontrovers diskutiert. Schon als 2011 eine Teillegalisierung des Elfenbeinhandels vorgeschlagen wurde (was letztlich bereits in den ersten Versuchen scheiterte), kam durchaus heftige Kritik auf, doch nun, wo es gar um eine legale Bejagung von Nashörnern "für den guten Zweck" geht, ist die Empörung derart stark, dass so mancher Tierschützer offenbar zu schwerster Gewalt bereit ist …

Wie steht ihr zu der kontroversen Thematik? Ist Namibias Jagdpolitik ein gelungenes Konzept, ein notwendiges Übel oder ein absolut inakzeptables Vorgehen?

Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

gez. Maxim Podobed 2014
 

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Kommentare (27)
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08.06.2016
Fiene.Weber hat geschrieben:
Diese Auktion der Jagderlaubnis hatte meiner Meinung nach auch eine gute Seite. Einmal natürlich, dass die 350.000$, wenn sie wirklich dem Tierschutz in Namibia zu Gute kommen, viel verändern könnten und vielen Tieren das Leben retten könnten.
Auch der Punkt, dass die unfruchtbaren, alten Tiere Jüngere verletzen oder gar töten könnten stimmt und sollte nicht außer Acht gelassen werden, da solche Tiere den Wachstum des Bestandes wirklich behindern können.
Dies sieht man zum Beispiel auch in der Försterei. Alte, große, womöglich auch Einsturz gefährdete Bäume werden gefällt um den Jüngeren Platz zu machen. Das ermöglicht einen bunteren und vor allem gesünderen Wald.
Trotz all dieser Punkte und guter Absichten, die vermutlich dahinter stecken, bin ich gegen Wilderei. Ich finde das ist kein "Sport" oder eine "Freizeitbeschäftigung". Es ist ungerechter und brutaler Mord und es sollte komplett verboten werden. Dieser Verherrlichung von Waffen ist in meinen Augen abartig, selbst wenn man dadurch Tieren helfen würde.
09.05.2016
SvenW1994 hat geschrieben:
Also ich finde die Thematik auch sehr schwierig aber bin nicht so dagegen wie viele andere hier. Natürlich ist das Nashorn ein Lebewesen und auch ein altes Lebewesen ist trotzdem ein Lebewesen (geil wie oft man Lebewesen in einem Satz sagen kann).
Aber im biologischen Sinne hat es mit seiner Unfruchtbarkeit keinen Nutzen mehr für die Erhaltung der Art. Und darum geht es ja letztenendes auch. Moralisch verwerflich ist es auf jeden Fall und ja, so ein reicher Safari-Möchtegern denkt sich dann: ich kann mir mit genug Geld alles kaufen. aber irgendwie darf man auch nicht vergessen, dass sich Naturschutz finanzieren muss und 350.000 Euro sind eine gute Summe, von der man viel sinnvolles kaufen kann.
Wenn ich mich verkaufen müsste, damit diese Tierart überlebt.. Ich würde mir wahrscheinlich mies vorkommen aber ich würds tun.
09.03.2014
Lexir hat geschrieben:
Total gelungener Artikel! - Ich selbst halte das ganze Thema ebenfalls für schwer, nur in eine Schublade zu packen. Trotz allem rechtfertigt selbst der beste Gedanke dahinter nicht, ein Leben auszulöschen, andererseits, wenn es WIRKLICH dem Schutz dient... aargh - blödes Thema!
07.03.2014
Tigerlein hat geschrieben:
Hammer Artikel! :)

Ich bin trotz alledem der Meinung, dass es durch nichts zu rechtfertigen ist, ein Nashorn zu töten!
06.03.2014
Carinaa hat geschrieben:
Ich stimme screamingeagle zu, diese Angelegenheit ist echt strittig...
Ich wär trotzdem dagegen, dass man ein Nashorn abschießt, auch wenn es noch so alt ist.
05.03.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Die erste Frage, die sich mir aufdrängt ist: Wieso bezahlt ein Mensch so viel Geld um ein Tier zu erschießen??
Ehrlich, dass begreife ich schlichtweg nicht.

Morddrohungen gehen gar nicht. Vorallem so gezielte und persönliche Drohungen sind ein absolutes Tabu und gehören bestraft. Ebenso, wie die Tötung eines Lebewesens in meinen Augen bestraft gehört.

Mir erschließt sich nicht wirklich, warum die Vergabe von 5 Jagdlizenzen die illegale Wilderei eindämmen sollte. Menschen, die bereit sind illegal zu wildern geben keine tausende von Dollar aus, um ein Tier zu jagen. Sie wildern einfach weiter.
Oder sind die angeblichen Erfolge durch die Finanzspritzen erklärbar?

Wir schützen eine Art, indem wir einzelne Exemplare zum Abschuss freigeben? Nein, damit kann ich mich nicht identifizieren und ich bezweifle allen ernstes, dass das funktionieren kann. Die Geldeinnahmen sind schön und gut und werden hoffentlich richtig verwendet, aber befürworten kann ich dieses Projekt nicht.
Der Mensch hat kein Recht, das Recht eines anderen Lebewesens auf Leben an den Meistbietenden zu verscherbeln.
01.03.2014
DanWWF hat geschrieben:
Die armen Nashörner wie können die das mit ihrem gewissen vereinbaren die wilderer.
28.02.2014
Morgentau hat geschrieben:
Danke für den tollen Bericht!

Ich finde die Spaßjagd auf Tiere auch nicht gut. Und dadurch, dass es so teuer ist, eine solche Lizenz zu ersteigern, gewinnt die Sache so einen "Luxusflair": Tiere zu töten kann dann leicht als "Reichen-Sport" missverstanden werden.
Außerdem: Wenn 2012 und 2013 in Namibia je fünf Jagdlizenzen vergeben wurden und seit 2006 zehn Nashörner getötet wurden, bedeutet das doch, dass die Tiere nur wegen der Jagdlizenzen abgeschossen wurden, oder? Aber wie dem auch sei, ich kann mich darüber nicht so recht aufregen, wenn doch in anderen Ländern über 500 mal so viele durch Wilderei getöten werden.

Noch schlimmer als die Jagd finde ich nämlich die Morddrohungen. Das geht einfach nicht! Dadurch wird Naturschutz zur Straftat und es ist definitiv kontraproduktiv: Umweltaktivisten werden eingesperrt (was bei so einem schlimmen Verbrechen auch nötig ist, dem Ruf der Umweltschützer, wie Mitternachtseule schon gesagt hat aber schadet) und ich glaube nicht, dass der Dallas Safari Club sein (meiner Meinung nach falsches) Verhalten ändern wird.
28.02.2014
screamingeagle hat geschrieben:
Das ist wirklich eine strittige Angelegenheit... Ich finde, man sollte die Nashörner jedoch nicht töten. Schließlich handelt es sich um eine immer seltener werdende Spezies, mit der man mehr als vorsichtig umgehen muss!
28.02.2014
Puma hat geschrieben:
Erstmal danke für den Bericht.Ist sehr schön geschrieben.

Ich weiß nicht genau,wie ich zu dem Thema stehen soll.Aber die Morddrohungen sind natürlich vollkommener Bull****!!!Das geht meiner Meinung nach eindeutig zu weit!

Dass das Geld für Naturschutzprojekte verwendet werden soll,ist vollkommen in Ordnung.Finde ich.Wenns dann natürlich gemacht wird,was ich nicht immer für selbstverstädlich halte...Wenigstens zeigt der Staat aber damit interesse für diese vom Austerben bedrohte Tierart.Und natülich sprechen auch die Zahlen für sich.Aber die können natürlich auch ganz andere Ursachen haben.

Aber für den Schutz der Tiere genau diese Tiere abschießen zu lassen,kommt mir schon ein bisschen suspekt vor...Eigentlich sogar total widersprüchlich.Denn wie will man wissen,ob die Nashörner zeugungsunfähig sind?Klar,die Jäger sollen angeblich überwacht werden,aber wer weiß,ob nicht auch die Wildhüter (die natürlich das nötige Fachwissen haben) bestechlich sind.Klar haben die einen sicheren Job,aber wer hat denn nichts gegen einen kleinen Zuverdienst und ist dafür dann mal blind?
27.02.2014
Nachdenkerin hat geschrieben:
Ein toller,informativer Bericht mit herausragenden Bildern !
Vielen Dank hierfür !
Meiner Meinung nach ist das neue Jagdkonzept absolut unsinnig. Zum einen gibt es kein "gerechtes Töten" und zweitens darf sich der Mensch nicht einfach die Freiheit nehmen, über derartige Entscheidungen, also über Leben und Tod ,zu entscheiden. Wie soll denn ein Mensch entscheiden, ob ein Nashornbulle agressiv ist und eventuell Jungtiere töten wird ? Oder gar noch ob ein Nashorn alt, schwach, krank, verletzt oder gefährlich ist.
Solch eine Regelung verstärkt lediglich die legale Wilderei, da nun Wilderer nicht mehr behaupten werden, dass sie das Nashorn umgebracht haben, weil sie an das Elfenbein wollten, sondern weil es sozialinkompetent/etc. war und sie dadurch kein Unrecht getan haben. Schade für diese großartige bedrohte Tierart !
27.02.2014
Makanie hat geschrieben:
Wieso schießen sie die armen Tiere ab! Weil sie zu alt sind! Ich fass' es nicht!
Wow, echt, super Konzept!!!
26.02.2014
LSternus hat geschrieben:
Sehr interessant.
Natürlich werden auch Nashörner auf normalen Weg gerissen (vor allem Jungtiere) und man kann natürlich argumentieren, es handle sich bei alten zeugungsunfähigen Tieren um eine Art natürliche Auslese, aber wenn ihr mich fragt gibt es bei der ganzen Sache zu viele Hintertüren.
Z.B. was passiert mit den Hörnern, nach welchen Kriterien werden die Tiere ausgewählt, woher weiß ich dass ein Tier zeugungsunfähig ist, etc.

Auf der anderen Seite sprechen die Zahlen für sich
Schwierig...

Zwar gehen Morddrohungen gar nicht und diese Leute gehören festgenommen, aber die oben erwähnten Hintertüren machen mich zu skeptisch als dass ich diesem Programm zustimmen könnte.
26.02.2014
Pandafreundin hat geschrieben:
Danke für den Bericht - das Thema finde ich wirklich interessant und zudem ist er gut geschrieben!
Diese Morddrohnungen stehen im kompletten Widerspruch zu dem, was sie eigentlich erreichen wollen! Logisch und durchdacht ist es nicht - man kann sich durchaus drüber aufregen doch ein gewisses Niveau sollte man behalten!
25.02.2014
DavidB hat geschrieben:
*Achja, die Drohungen gehen natürlich trotzdem zu weit!
25.02.2014
DavidB hat geschrieben:
Interessanter Artikel, danke dafür.
Meiner Meinung nach ist es ziemlicher Quatsch einfach hinzugehen, ein Nashorn abzuknallen, mit der Begründung, es wäre Tierschutz. Das finde ich schon ziemlich dreist. Das alte Nashörner junge töten kommt, soweit ich weiß, nur sehr, sehr selten vor. Außerdem allein schon das Prinzip...irgendein reicher Typ erkauft sich die Lizenz, einige Exemplare einer hoch gefährdeten Art zu schießen...und das Geld das er bezahlt wird dafür verwendet, genau diese Tiere zu schützen? Das ist doch ziemlich kontraproduktiv. Grundsätzlich bin ich gegen die Jagd, die nicht der Ernährung dient oder absolut notwendig ist.
25.02.2014
MaggieMaus hat geschrieben:
Vorab ein schön objektiv gebliebener Bericht! :) Es ist wichtig sich mit pro und contra einer Situation zu beschäftigen.
.. Um so schwerer ist es, sich bei diesem Thema auf eine konkrete Meinung festzulegen.
Natürlich hat Ronja96 recht, dass es sich um Lebewesen handelt und ob alt oder jung, aggressiv oder ruhig, die Natur hat eben ihre Launen und Tücken, man sollte Tiere nicht einfach erschießen ( schon gar nicht aus freizeitlichem Interesse!!).
Andererseits kann es eben sein, dass genau diese alten und aggressiven Tiere, die jüngeren angreifen und diese Töten. D.h. im Prinzip, sind sie also gefährlicher als ein Hobbyjäger, der zudem (angeblich) "überwacht" wird, keines der jungen oder trächtigen Tiere zu treffen.
Für mich ein Zwiespalt, ich könnte mich ohne weiteres auf keine wirkliche Meinung festlegen. Aber als WWF Jugendmitglied tendiere ich natürlich (!) zum Verbot der Erschießung auch älterer Tiere, denn auch alte Männer sind irgendwann nicht mehr im Stande ... auch Männer werden aggressiv und töten Kinder... Das wird in der Regel nicht mit einer Todesstrafe bestraft
25.02.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
25.02.2014
Ronja96 hat geschrieben:
Danke für den sehr informativen Bericht!
Es ist wirklich ein interessantes, aber auch schwieriges Thema! Natürlich sind diese Nashörner dann alt und nicht mehr zur Fortpflanzung fähig, aber es handelt sich dabei immer noch um ein Lebewesen, welches meiner Meinung nach auch nicht abgeschossen werden sollte.
25.02.2014
gelöschter User hat geschrieben:
Ein ganz schön schwieriges Thema...
Allerdings sind diese Morddrohungen einfach nur dämlich!
Aufgrund solcher Extremisten bin ich auch nicht mehr bei PeTA (nichts gegen die Organisation, ich finde viele Mitglieder nur sehr extrem, bei denen ist jeder Nicht-Veganer gleich der Teufel in Person). Denn solche Leute sind grade der Grund, weshalb viele Menschen mit Veganern/Vegetariern/Umweltschützern gleich "Spinner" assoziieren und Umwelt- und Tierschutz nicht mehr ernst nehmen.

Eigentlich bin ich kein Gegner der Jagd (außer Sportjagd!)- wenn die Tiere dann auch gegessen werden. Bei dem Nashorn kann ich mir das aber nur schwer vorstellen, da landet sicherlich nur der Kopf über nem Kamin oder es wird als ausgestopft. Wenn es dann zumindest an ein Naturkundemuseum gegeben würde anstatt als Wohnzimmer-Trophäe vor sich hinzustehen...

Von dem Erlös werden ja immerhin andere Tiere geschützt und es werden "nur" 5 alte Tiere erlegt. Andererseits gibt es den Reichen ja doch wieder die Bestätigung, dass sie sich alles erkaufen können und wer weiß, ob sie sich für so viel Geld nicht "ausversehen" verschießen dürfen. Und an der Stelle des alten Nashorns möchte ich auch nicht sein...

Ich persönlich könnte kein Nashorn abschießen und auch keines zum Abschuss freigeben, aber den Verantwortlichen kann ich nur meinen Respekt aussprechen! Denn den Tod eines Tieres einer gefährdeten Art und die damit verbundene Kritik in Kauf zu nehmen und das Ganze auch noch zu organisieren und zu überwachen ist sicherlich nicht leicht und einen Vorwurf kann man ihnen eigentlich auch nicht machen. Ein paar wenige Tiere für viele tausend zu opfern scheint sehr vernünftig - auch wenn es nicht direkt meiner persönlichen Moralvorstellung entspricht...
25.02.2014
somebodywholovesourearth hat geschrieben:
Also erstmal finde ich es echt toll wie distanziert Maxim über das Thema berichtet hat. So kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. :)
Ich finde das es eine nicht schlechte Idee war, 5 legale Abschüsse zu erlauben, vor allem sind die Zahlen der gewilderten Tiere drastisch gesunken. Aber eigendlich bin ich auch dafür, das die Tiere garnicht geschossen werden sollten, doch wenn dies ein guter Weg dort hin ist, finde ich sollte man ihn verwenden.
Wenn sich Menschen nicht mit Beschlussen abfinden können, sollen sie friedlich dagegen protestieren und sachlich bleiben. Solche Morddrohungen finde ich absulut inakzeptabel und seltenst führen sie zu dem gewünschten Ziel, also in diesem Fall zur Verbietung der Lizenz.
25.02.2014
Kerstin hat geschrieben:
Ich bin definitiv davon überzeugt, dass Morddrohungen zu weit gehen, andererseits verstehe ich den Ärger. Dass ein Nashorn alt und nicht mehr fortpflanzungsfähig ist, macht es nicht zu einem weniger wertvollen Wesen. Aber solange das eingenommene Geld auch wirklich sinnvoll genutzt wird, finde ich es nicht ganz so schlimm.
25.02.2014
Rhino hat geschrieben:
@Taki: Wenn du ein nicht fortpflanzungsfähiges Tier tötest, hat das auf den Genpool keine Auswirkung.
25.02.2014
FranziL hat geschrieben:
Interessante Problematik...
Zum einen finde ich es völlig verwerflich Tiere einfach aus Spaß zu erschießen, auch wenn sie alt und unfruchtbar sind. Aber andererseits bekommt durch diese versteigerten Lizenzen natürlich Namibia das Geld, welches dort dringend gebraucht wird. Und wenn man Jagdlizenzen vergibt, verringt man vielleicht auch das illegale Abschießen.
Tja, ich weiß nicht, auf welche Seite ich mich da stellen soll, da für mich Für und Wider gleich stark sind. Dieses vorgehen ist in meinen Augen nicht absolut inakzeptabel, aber ich kan mich auch nicht ohne weiteres dafür aussprechen.
Eine Sache nur, die ich überhaupt nicht verstehen kann sind die Morddrohungen der Gegner dieser Aktion, dadurch wird die Idee auch nicht zum Scheitern gebracht, mal ganz abgesehen davon, dass man niemals einen Menschen nur wegen seiner Meinung ermorden bzw. das androhen sollte.
25.02.2014
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
24.02.2014
Taki hat geschrieben:
Ich finde durch die Jagt wird der Genpool mächtig reduziert. Zumal es ja nur wenig Nashörner gibt. Naja die ***** verkaufen halt ihre Zukunft mit den Tieren. Für Geld machen die ***** halt alles nur keinen Sinnvollen Langfristigen Naturschutz. Ich sehe Schwarz für das Land. Halt ne Schwarze Zukunft.
24.02.2014
RichardParker hat geschrieben:
Also ich finde, hinter Namibias Jagdpolitik ist durch aus eine Strategie, wenn sie sich tatsächlich weiterhin nur auf ältere und nichfruchtbare Exemplare beschränken! Ich finde es eher bedenklich, dass Tierschützer Morddrohungen aussprechen!! Tierschutz ist eine feine Sache und solte auch einen hohen Stellenwert haben, aber doch nicht so!

Vielen Dank für den informativen Bericht, Maxim! :)
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