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© Martin Harvey / WWF-Canon
Still existing Nature


von Marcel
16.06.2009
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Schrumpfende Paradiese: Zur Zeit bedecken noch etwa vier Millionen Quadratkilometer Tieflandregenwald die Erde. Sie bilden den Kern des Tropenwaldgürtels entlang des Äquators. Eines der größten Regenwaldgebiete ist das afrikanische Kongobecken - dorthin wird die erste Expedition der WWF Jugend führen. Doch was unterscheidet eigentlich diese Regenwälder vom Rest der Welt?

 

 

Feucht, warm und immer grün - Im Durchschnitt fallen bis über 2.000 Millimeter Regen fast regelmäßig über das Jahr verteilt – das ist viermal so viel Regen wie bei uns in Deutschland. Auch die Temperatur ist das ganze Jahr über mehr oder weniger gleich. Im Tieflandregenwald erreicht sie bis zu 28 Grad Celsius im Tagesdurchschnitt. Zum Vergleich: Die mittleren Tagestemperaturen in Deutschland übersteigen so gut wie nie die 20 Grad-Marke.

altEine Welt ohne Jahreszeiten - Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht ist in Zentralafrika mit bis zu neun Grad Celsius größer als der zwischen den Monaten Januar und August mit nur einem Grad Celsius. Für manchen Besucher eine schwierigere Umgewöhnung als der Zeitzonenunterschied. Und auch der Lärm ist für viele, die sich in den Regenwald wagen, eine krasse Nervenprobe: Zikaden, Frösche, Vögel, Affen und viele andere Tiere machen Krach ohne Ende.

Dicht gedrängte Artenvielfalt auf mehreren Etagen: Der Tiefland-Regenwald kann bis zu vier verschiedene Wachstums-Stockwerke entwickeln. Die Baumriesen des Obergeschosses ragen mit bis zu 60 Metern hoch über das geschlossene Kronendach hinaus. Dieser grüne Baldachin wiederum erreicht eine Höhe von 35 Metern. Darunter bildet sich, je nach Lichteinfall, eine dritte, oft auch eine vierte Etage.

altJede Ebene ist ein eigener Mikrokosmos. Alle paar Meter andere Lebensformen: Sie sind jeweils an die Lichtmenge, die Luftfeuchtigkeit und die Nahrung "ihres" Stockwerks angepasst. Die obersten Ebenen sind besonders beliebt. Hier können zum Beispiel bis zu tausend 'Aufsetzerpflanzen' auf der Baumkrone eines Baums wachsen!

Die größte Gruppe der Tiere bilden die Insekten, Spinnentiere, Krebstiere und Tausendfüßler. Vor allem die Masse an Ameisen ist immer wieder erstaunlich. Eine eher kleinere Artengruppe sind die Säugetiere - hierzu gehören etwa die majestätischen Waldelefanten von Dzanga-Sangha. Primaten wie der afrikanische Gorilla, werden immer seltener.

altAußerdem gibt es im Regenwald große Reptilien, zum Beispiel Krokodile oder Anakondas. Darüber hinaus gibt es viele kleinere und sehr giftige Reptilien und Amphibien in den Regenwäldern - beispielsweise Schlangen und Pfeilgiftfrösche. Und natürlich bevölkern auch wundervolle Vögel die Regenwälder: Aras, Paradiesvögel, Kolibris und viele mehr.

Nicht zuletzt sind die Regenwälder auch Heimat vieler indigener Volksgruppen und Kulturen. In Dzanga-Sangha sind dies die BaAka-Pygmäen, die seit Generationen ohne Raubbau an der Natur im Kongobecken leben. Es gibt noch so viel über diese Wunderwelten herauszufinden. Experten schätzen, dass wir erst einen Bruchteil der Tier- und Pflanzenarten entdeckt und bestimmt haben. Dzanga-Sangha und die anderen grünen Paradiese brauchen unseren Schutz.

Welche spannenden Regenwald-Facts kennt ihr? Was interessiert euch besonders am Regenwald? Ist die grüne Lunge unseres Planeten noch zu retten?

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