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© Martin Harvey / WWF-Canon
Reise in den Regenwald - Heimreise und Résumé (15/15)


von Janine
28.12.2011
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Als wir noch durch die Nacht fahren auf dem Weg in ein kleines Dorf, in dem wir übernachten wollen, winkt ein WWF-Mitarbeiter, er heißt Ekodeck, der für die Antiwilderer-Brigaden in Lobeke zuständig ist, ein Motorrad an die Seite. Wir alle halten an. Auf dem Motorrad sitzen ein Mann und zwei Frauen (so voll beladene Motorräder sind nicht unüblich).Außerdem haben sie jede Menge Säcke und Beutel dabei. Das geübte Auge von Ekodeck durchschaut die Situation sofort. Er beschlagnahmt jede Menge geräucherte Antilopen, ein paar tote Stachelschweine und zwei lebende Schuppentiere. Mit dieser Fracht kehren wir in das kleine Dorf ein, wo die Tiere dem dort sitzenden Militär übergeben werden. Denn leider ist dies nicht Ekodecks Gebiet. Die Tiere werden von hier aus verkauft und das Geld kommt dem Umweltschutz zugute. Was ich von der Sache halten soll, weiß ich auch nicht genau. Später erzählt mir Maryntho, dass auch die noch lebenden Schuppentiere verkauft werden. Ich dachte aber, dass sie einfach wieder ausgesetzt werden, so wie die Graupapageien. Das Fleisch der Schuppentiere ist sehr begehrt und am schmackhaftesten wenn sie frisch geschlachtet wurden. Das ist auch der Grund weshalb sie noch lebten. Ich beschließe die Schuppentiere am nächsten Morgen zu kaufen und sie im Wald freizulassen. Als ich Ekodeck am Morgen treffe und ihm von meinem Plan erzähle, ruft er bei den Militärs an. Die Schuppentiere sind schon verkauft. Wir steigen ins Auto und fahren weiter nach Yaoundé.

Ich beziehe mein Hotelzimmer. Hier bleibe ich noch zwei Nächte. Die Zeit vergeht sehr langsam. Maryntho hat mir gesagt, dass ich nicht alleine draußen herumlaufen soll, weil das viel zu gefährlich ist. Also warte ich an beiden Tagen darauf, dass er mich abholt. Wir fahren auf einen Markt, zur Geldwechselbude, einkaufen. Den Rest der Zeit verbringe ich im Hotelzimmer.

Bald geht es zum Flughafen. Ich starte von der WWF-Zentrale in Yaoundé. Ein Fahrer bringt mich und zwei weitere Leute hin. Die Ausreise kostet 15€. In meinem Rucksack entdeckt eine Beamtin eine Ananas. Die muss ich leider zurücklassen. Dann steige ich ins Flugzeug.

Kamerun – ein Land, das voller Wunder steckt. Natur, Korruption, Mord, Gelassenheit. Die Leute wünschen sich bereits ab zwölf Uhr Mittag einen guten Abend. Nachts tanzen Glühwürmchen auf den Wiesen. Und wenn ich oben vor meinem kleinen Bungalow stehe, fühle ich mich wie auf einer großen Bühne und die kleinen Käfer machen Fotos mit ihren Hinterteilen. In der Zeitung liest man „Beim Filmfestival in Yaoundé wurden Filme gezeigt mit so aufregenden Titeln wie >Mann mit einem Stock< oder >Das stinkende Schiff

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Kommentare (9)
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06.01.2012
Janine hat geschrieben:
Der Film hieß tatsächlich "Das stinkende Schiff" - so stand es zumindest in der Zeitung "The stinking ship" ;o)
04.01.2012
Carina hat geschrieben:
Ich möchte dir auch noch einmal für diese tolle Berichtreihe danken, liebe Janine! :) Und eine kleine Frage habe ich noch: Hieß der Film wirklich "Das stinkende Schiff" oder eher "Das sinkende Schiff"? Den ersten Titel finde ich einfach zu komisch^^
29.12.2011
Josephine hat geschrieben:
Hab ganz lieben Dank für deine wundervollen Berichte! Ich habe sie mit Freude gelesen. :)
29.12.2011
MarcelB hat geschrieben:
Ohhhh, jetzt ist es vorbei :( Danke für die diese hautnahen Eindrücke aus deinem Leben, die werden der Community noch lange erhalten bleiben! Enfach spitze! :)
29.12.2011
gelöschter User hat geschrieben:
gelöscht
29.12.2011
LSternus hat geschrieben:
Ich schließ mich einfach mal den anderen Komentaren an. du hast 15 wunderbare Artikel geschrieben. Schreib weiter :)
29.12.2011
Maikaefer hat geschrieben:
Vielen, vielen Dank für die spannenden und unterhaltsamen Beiträge und weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit für und mit der WWF Jugend!!
28.12.2011
FabianN hat geschrieben:
Auch von mir viele Glückwünsche und meinen Respekt für die "überwundenen" Hindernisse wie beispielsweise die zahlreichen Stiche!!!
Hoffentlich wirst du immer glücklich auf diese Zeit zurückblicken können ;)
28.12.2011
midori hat geschrieben:
Schade, dass die Berichtreihe schon vorbei ist. Ich habe mich jeden Tag auf neue spannende Geschichten gefreut! :o) Wenn Du so von Afrika erzählst, packt einen gleich die Reiselust. Es muss ein unglaubliches Gefühl sein, in diesem Dschungel zu stehen. Und Du kannst sicherlich zahlreiche Ereignisse aufzählen, die Dir immer unvergessen bleiben werden. Es ist schön, dass der WWF Dir die Möglichkeit gegeben hat, Afrika hautnah kennen zu lernen und dass Du Dich direkt verliebt hast! ;o) Daaaaaaanke für die tollen Berichte! :o*
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