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© Martin Harvey / WWF-Canon
Reise in den Regenwald - Eure Hilfe für Dzanga-Sangha ist angekommen - Danke! (9/15)


von Janine
22.12.2011
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Liebe Community,

vielleicht hat sich der eine oder die andere von euch irgendwann mal gefragt - Was ist eigentlich aus der Spendenaktion für Dzanga-Sangha geworden?

Rückblick:
Im November 2009 reisten drei WWF Jugend-Mitglieder ins grüne Herz von Afrika. Silke, Oliver und ich haben damals als Regenwaldbotschafter den Dzanga-Sangha Nationalpark kennengelernt und die Community täglich mit Einblicken in das Leben im Regenwald versorgt. Dabei haben wir auch von den Problemen im Park berichtet und von Möglichkeiten, sie zu lösen. Hier geht's zum Blog

Im Dzanga-Sangha Nationalpark leben zum Beispiel die seltenen Waldelefanten, Flachlandgorillas, Bongo-Antilopen und viele andere Säuger, die geschützt werden müssen. Denn leider ist die Wilderei hier ein großes Problem. Aber gegen dieses Problem kämpfen unter anderem die Ökoguards. Auch ihnen haben wir vor anderthalb Jahren einen Besuch abgestattet. Ihre Aufgabe ist es, den Park vor menschlichen Eingriffen zu schützen, die den Tieren und dem gesamten Ökosystem schaden könnten. Mit ihrer Hilfe bleiben die Wilderer fern. Denn niemand möchte von der Waldpolizei erwischt werden, wenn er illegal auf Beutefang geht.

Jetzt, 15 Monate später, bin ich zurückgekehrt. Zurück nach Dzanga-Sangha. Denn vor knapp einer Woche kam ein Container aus Deutschland hierher. Er ist vollgepackt mit Equipment, das von den Spendengeldern finanziert werden konnten, die wir durch unsere Reise sammeln konnten. Allein durch die WWF Jugend kamen 15.000€ zusammen! Auch der WWF Deutschland hat einen großen Teil in das Projektgebiet investiert. Insgesamt wurden rund 70.000€ zusammengetragen.
Dreißig neue Zelte, Isomatten, Rucksäcke und Schuhpaare, GPS-Geräte und Kompasse wurden im Container mitgeliefert. Dank dieser Ausrüstung fällt es den Ökoguards viel leichter, für mehrere Tage im Wald zu bleiben. Und das ist wichtig! Denn bei ihren Missionen müssen sie mehrere Kilometer pro Tag im dichten Dickicht zurücklegen.

Aber nicht nur sie profitieren von den Spenden aus Deutschland. Auch die Pygmäen, auf deren Hilfe der WWF zum Beispiel bei der Suche nach Gorillas angewiesen ist, bekommen neue Wandersandalen. In Bai Hokou, dem Gorilla-Camp, weisen sie Forschern und Touristen den Weg. Sie sind die täglichen Begleiter, denn sie kennen den Wald so gut wie niemand sonst.
Auch ihre Arbeit trägt stark dazu bei, der Wilderei einen Riegel vorzuschieben. Denn die Präsenz von Menschen im Wald schreckt Wilderer von ihren Machenschaften ab.


Vor ein paar Tagen durfte auch ich den Container besuchen. Als ich die vollen Regale vor mir gesehen habe, hat sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht abgezeichnet. Auf den Ablagen stapelte sich haufenweise Ausrüstungsmaterial! Alles brandneu! Da werden sich die Guards und Pygmäen sehr freuen und mit Sicherheit auch sehr stolz sein.

Neben dem Container voller Spendenmaterial, habe ich noch einen zweiten besucht. Er war das glatte Gegenteil zu unserem Hilfsbehälter. Denn in ihm werden alle beschlagnahmten Gegenstände aufbewahrt, die die Ökoguards den Wilderern abnehmen. In zwei großen Kisten liegen haufenweise Gewehre. Auf den Regalen findet man Elfenbein. In einer Ecke des Containers stapeln sich tausende von Drahtschlingen (siehe vorigen Bericht).

Mit der neuen Ausrüstung können die Ökoguards nun aber dafür sorgen, dass der Wald sicherer wird! Die Zelte geben ihnen die Möglichkeit für längere Zeit im Wald zu bleiben. Denn dank ihnen haben sie auch bei Regen ein Dach über dem Kopf und müssen nicht Kehrt machen. Durch die GPS-Geräte können sie Punkte markieren, an denen sie Fallen oder Wilderer gefunden haben. Die Schuhe helfen ihnen bei den weiten Strecken und die Rucksäcke beim Tragen ihres Gepäcks.

Ich bin mir sicher, dass unsere Aktion dazu beitragen wird, die Anzahl der Wilderer zu dezimieren! An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die uns dabei geholfen haben, die Summe von 70.000€ zusammenzutragen! Ein wahnsinniger Betrag, der ohne das Engagement der WWF Jugend nicht zustande gekommen wäre.
Ihr habt einen richtig großen Teil dazu beigetragen, das Fortbestehen des Regenwaldes und seiner Bewohner zu ermöglichen! Dank eurer Hilfe wird der Dzanga-Sangha Nationalpark nun besser geschützt!


Ihr seht also: Mitmachen lohnt sich! Ihr seid ein Teil des Projekts! Ihr seid Regenwaldretter!


Anmerkung: Den Bericht habe ich im Juli 2011 verfasst, als ich den Dzanga-Sangha Nationalpark besucht, und mir den Container angeschut habe.

 

Fotos © Florian Niethhammer; Video © Simon Umbreit

 

Vorige Berichte:

1/15, 2/15, 3/15, 4/15, 5/15, 6/15, 7/15, 8/15

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Kommentare (4)
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Sortieren nach Aktualität:
05.01.2012
Puma hat geschrieben:
Das ist eine sehr gute Nachricht!Ich freu mich!
03.01.2012
liberti hat geschrieben:
Ich musste den Artikel auch nochmals lesen, weil er zum einen toll geschrieben ist, zum anderen aber auch zeigt, dass sich Engagement lohnt und die Community-Hilfe einen riesen Beitrag dort vor Ort leisten konnte! Respekt, voll gut und danke!
23.12.2011
FabianN hat geschrieben:
Das ist eine der besten Nachrichten, die ich vor Weihnachten bekommen habe ;)
DANKE!!!
23.12.2011
midori hat geschrieben:
Hab ihn trotzdem nochmal gelesen! ;D Es ist einfach schön zu sehen, dass unsere Hilfe ankommt. Auch wenn es "nur" Geld ist, so kann das letztendlich doch sehr sehr viel bewirken! Und ich finde es vor allem super, dass den Menschen dort bewusst wird, wie wichtig ihr Wald ist! :o)

Danke für diese super Nachricht Janine! ;o)
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